Macher von Elementary My Dear Holmes äußern sich zum Betrugsvorwurf

Macher von Elementary My Dear Holmes äußern sich zum Betrugsvorwurf

  • 10.09.2013   |  
  • 04:10   |  
  • Von Sebastian 'basti007' Grünwald    
Vorgestern berichteten wir von dem Kickstarter-Adventure Elementary My Dear Holmes, das auf Zutun der Macher vorzeitig von Kickstarter beendet wurde. Es steht ein Betrugsverdacht im Raum, da sich über einen Zeitraum von zwei Wochen viele Backer bei Kickstarter anmeldeten, nur um dieses Projekt zu unterstützen. Die Anmeldungen erfolgten dem Namen nach alphabetisch und mit ungewöhnlichen Profilbildern.

Seitdem wurde die Vermutung geäußert, das Team hinter dem Adventure wollte Gelder aus dem OUYA-Fonds mit Hilfe falscher Accounts abgreifen. OUYA verdoppelt die Einnahmen bei Kickstarter, wenn das Projekt für die gleichnamige Android-Konsole entwickelt wird und mindestens $50.000 Investkapital eingesammelt hat - exakt die Menge, die Elementary My Dear Holmes als Ziel bei Kickstarter angab und auch erreichte. Bei der Anmeldung wird die Kreditkarte des Backers zudem nicht sofort belastet sondern nur verifiziert. Somit ist es möglich, beispielsweise mit Hilfe von Prepaid-Kreditnummer auch ohne Verfügungsrahmen nicht vorhandene Gelder in Kickstarter-Projekte zu pumpen. Entwickler Victory Square Games weist nun in einer Stellungnahme jede Schuld von sich. Geschäftsführer Sam Chandola:

"Weder ich, noch irgendjemand von Victory Square Games hat irgendetwas getan, um den Erfolg unseres Projekts vorzutäuschen. Wir haben das nicht selbst gemacht, noch haben wir irgendjemanden bezahlt, das zu tun, wir haben niemanden gefragt, das zu tun. Wenn wir das getan hätten, hätte ich nicht mein eigenes Projekt bei Kickstarter gemeldet. Wir gingen auf Kickstarter, weil wir kein Geld hatten, das Spiel zu machen. (...) Das Geld von OUYA hätten wir nicht vor Ende der Produktion gesehen. Unser komplettes Überleben hängt also von dem Geld ab, das wir über Kickstarter erreichen."

Chandola erläutert, dass er Vermutungen hat, wer das Projekt mit mutmaßlich gefälschten Backern unterstützt hat. Das Projekt würde weiterentwickelt, verzichtet aber auf die OUYA-Exklusivität und damit die Gelder des OUYA-Fonds. Dafür stünde Victory Square Games nun in Kontakt mit Investoren. Es sei hier aber noch nichts spruchreif.
Kommentare

14

Benutzer-Kommentare

@ nihil:

Die Idee habe ich gewälzt, ja. OUYA ist ein ein mit Karacho fehlschlagendes Experiment, das aufgrund Kickstarter-Unterstützung noch einiges an finanziellen Reserven hat. Ist vielleicht nicht ZU weit hergeholt, wenn man annimmt, dass sie noch jedem Strohalm greifen, um sagen zu können: Seht her, wir haben OUYA-exklusive Spiele! .

Aber nicht nur, dass OUYA die Kickstarter-Summen einfach verdoppelt, oh nein. Der höchste Kickstarter-Gewinner kriegt auch noch 100.000$ dazu geschenkt. Und spätestens da kann ich mir nicht vorstellen, dass OUYA diese Summen nicht lieber für ein irgendwo am Horizont erscheinendes vernünftiges Projekt aufheben würde, bei dem wenigstens sicher ist, dass mehr als 100 Backer das Teil auch haben wollen.

Der OUYA-Twitter sieht sich derzeit einem Entrüstungssturm wegen Gridiron ausgesetzt - und mit einigen Antworten ziehen sie die Reaktion der Konsumenten auch prominent in ihren eigenen Feed. Das letzte Wort, ob mogotxt überhaupt Geld von OUYA bekommt, es ist noch nicht gesprochen. In dem twitter-Feed ist auch von Entwicklern die Rede, die playouya eine Absage erteilen würden, bekäme mogotxt finanzielle Unterstützung von ihnen. DAS allerdings müsste ich noch verifizieren. )
Vainamoinen
  • 10.09.13    
  • 23:35   

@ nihil:

Die Idee habe ich gewälzt, ja. OUYA ist ein ein mit Karacho fehlschlagendes Experiment, das aufgrund Kickstarter-Unterstützung noch einiges an finanziellen Reserven hat. Ist vielleicht nicht ZU weit hergeholt, wenn man annimmt, dass sie noch jedem Strohalm greifen, um sagen zu können: Seht her, wir haben OUYA-exklusive Spiele! .

Aber nicht nur, dass OUYA die Kickstarter-Summen einfach verdoppelt, oh nein. Der höchste Kickstarter-Gewinner kriegt auch noch 100.000$ dazu geschenkt. Und spätestens da kann ich mir nicht vorstellen, dass OUYA diese Summen nicht lieber für ein irgendwo am Horizont erscheinendes vernünftiges Projekt aufheben würde, bei dem wenigstens sicher ist, dass mehr als 100 Backer das Teil auch haben wollen.

Der OUYA-Twitter sieht sich derzeit einem Entrüstungssturm wegen Gridiron ausgesetzt - und mit einigen Antworten ziehen sie die Reaktion der Konsumenten auch prominent in ihren eigenen Feed. Das letzte Wort, ob mogotxt überhaupt Geld von OUYA bekommt, es ist noch nicht gesprochen. In dem twitter-Feed ist auch von Entwicklern die Rede, die playouya eine Absage erteilen würden, bekäme mogotxt finanzielle Unterstützung von ihnen. DAS allerdings müsste ich noch verifizieren. )

 
@ Vainamoinen

Ist nur eine Theorie, ich habe die anderes KS Kampagnen nicht verfolgt, aber Ouya muss etwas tun, um im Gespraech zu bleiben, da der Anfangshype verflogen ist.

Exklusivtitel und Medienberichte ueber die Aktion selbst koennen da schon helfen, aber eben nur wenn die Kickstarter auch erfolgreich enden, sonst waere es eher peinlich.
nihil
  • 10.09.13    
  • 20:33   

@ Vainamoinen

Ist nur eine Theorie, ich habe die anderes KS Kampagnen nicht verfolgt, aber Ouya muss etwas tun, um im Gespraech zu bleiben, da der Anfangshype verflogen ist.

Exklusivtitel und Medienberichte ueber die Aktion selbst koennen da schon helfen, aber eben nur wenn die Kickstarter auch erfolgreich enden, sonst waere es eher peinlich.

 
Möwe:
Ja, NATÜRLICH haben wir einen 'Hauptverdächtigen'. Aber davon machen wir noch keine Indizien zu Beweisen. )

Gridiron wird nicht mehr angetastet. Ich glaube, rechtlich könnte Kickstarter auch gar nicht mehr. Sie haben's durchflitschen lassen. Sind immerhin 7000 Tacken für die Platform...

nihil:
Die Idee, OUYA selbst hätte hier Geld reingesteckt, kam zwischenzeitlich auf. Aber im Ernst, wer kann so verzweifelt sein, wenn er auf so viel Geld sitzt? An Gridiron Thunder hatten gerade mal 100 'Normalo'-Backer Interesse. Das ist einfach nicht prestigeträchtig genug für OUYA.
Vainamoinen
  • 10.09.13    
  • 20:00   

Möwe:
Ja, NATÜRLICH haben wir einen 'Hauptverdächtigen'. Aber davon machen wir noch keine Indizien zu Beweisen. )

Gridiron wird nicht mehr angetastet. Ich glaube, rechtlich könnte Kickstarter auch gar nicht mehr. Sie haben's durchflitschen lassen. Sind immerhin 7000 Tacken für die Platform...

nihil:
Die Idee, OUYA selbst hätte hier Geld reingesteckt, kam zwischenzeitlich auf. Aber im Ernst, wer kann so verzweifelt sein, wenn er auf so viel Geld sitzt? An Gridiron Thunder hatten gerade mal 100 'Normalo'-Backer Interesse. Das ist einfach nicht prestigeträchtig genug für OUYA.

 
Den Entwicklern steht halt doppelt so viel Geld zur Verfügung wie sonst, was zu einem besseren Ergebnis führen sollte. Wobei das so natürlich auch nicht stimmt, weil ohne die 6-Monate-Ouya-Exklusivität vermutlich mehr Leute backen würden.
DasJan
  • 10.09.13    
  • 19:58   

Den Entwicklern steht halt doppelt so viel Geld zur Verfügung wie sonst, was zu einem besseren Ergebnis führen sollte. Wobei das so natürlich auch nicht stimmt, weil ohne die 6-Monate-Ouya-Exklusivität vermutlich mehr Leute backen würden.

 
Ich habe immer noch nicht genau verstanden, wie es den Interessen der Backer nützt, wenn das unterstütze Spiel erstmal ein halbes Jahr Ouya-exklusiv ist.

Die Meisten stehen doch eher auf DRM-freie Multiplatform-Releases.
Shard of Truth
  • 10.09.13    
  • 19:42   

Ich habe immer noch nicht genau verstanden, wie es den Interessen der Backer nützt, wenn das unterstütze Spiel erstmal ein halbes Jahr Ouya-exklusiv ist.

Die Meisten stehen doch eher auf DRM-freie Multiplatform-Releases.

 
Ouya selbst wuerde profitieren, weil denen naemlich prestigetraechtige Spiele fehlen, die sie dringend brauchen um auch in Zukunft Konsolen verkaufen zu koennen.

Jede erfolgreiche KS Kampagne die bei dem Programm mitmacht ist automatisch zum einen Werbung fuer Ouya und zum anderen Anreiz, sich eine Konsole zu kaufen (denn ohne muss man ja noch ein halbes Jahr laenger auf das Spiel warten).
nihil
  • 10.09.13    
  • 17:18   

Ouya selbst wuerde profitieren, weil denen naemlich prestigetraechtige Spiele fehlen, die sie dringend brauchen um auch in Zukunft Konsolen verkaufen zu koennen.

Jede erfolgreiche KS Kampagne die bei dem Programm mitmacht ist automatisch zum einen Werbung fuer Ouya und zum anderen Anreiz, sich eine Konsole zu kaufen (denn ohne muss man ja noch ein halbes Jahr laenger auf das Spiel warten).

 
@ Vainamoinen: ... Stinkt zum Himmel und Der einzige, der von der Geldschieberei profitiert .. ist ziemlich deutlich in eine Richtung. Da wollte ich mal eine andere Richtung andeuten.
Bei Gridiron scheint Kickstarter aber nichts mehr unternehmen zu wollen, oder sehe ich das falsch?
Möwe
  • 10.09.13    
  • 16:51   

@ Vainamoinen: ... Stinkt zum Himmel und Der einzige, der von der Geldschieberei profitiert .. ist ziemlich deutlich in eine Richtung. Da wollte ich mal eine andere Richtung andeuten.
Bei Gridiron scheint Kickstarter aber nichts mehr unternehmen zu wollen, oder sehe ich das falsch?

 
Möwe, wenn du unsere Posts vorsichtig liest, wirst du feststellen, dass weder k0SH noch ich eine Schuld zugeschoben haben. )

Gegenüber Gridiron liefen die fetten Finanzspritzen bei EMDH tatsächlich nicht ganz so 'doof'. Großer Fehler war eben, dass die Accounts diese Regelmäßigkeiten gehäuft aufwiesen (Prominamen und Bilder z.B. sind bei Kickstarter legal sicher nicht allzu selten), und dass der Ersteller die Namen in alphabetischer Reihenfolge eingegeben hat. Wären diese beiden Details vermieden worden, EMDH wäre ohne größere Verdachtsmomente erfolgreich zu Ende gegangen.
Vainamoinen
  • 10.09.13    
  • 15:11   

Möwe, wenn du unsere Posts vorsichtig liest, wirst du feststellen, dass weder k0SH noch ich eine Schuld zugeschoben haben. )

Gegenüber Gridiron liefen die fetten Finanzspritzen bei EMDH tatsächlich nicht ganz so 'doof'. Großer Fehler war eben, dass die Accounts diese Regelmäßigkeiten gehäuft aufwiesen (Prominamen und Bilder z.B. sind bei Kickstarter legal sicher nicht allzu selten), und dass der Ersteller die Namen in alphabetischer Reihenfolge eingegeben hat. Wären diese beiden Details vermieden worden, EMDH wäre ohne größere Verdachtsmomente erfolgreich zu Ende gegangen.

 
Das war bestimmt Walter White.

Better call Saul!
realchris
  • 10.09.13    
  • 15:05   

Das war bestimmt Walter White.

Better call Saul!

 
Und eventuell ist die offensichtliche, weil zuerst ins Auge fallende, Möglichkeit nicht die richtige.
DAS ist natürlich richtig!
Nur stellt OUYA $1Mio bereit und auf der Fonds-Seite tummeln sich gerade mal 10 Projekte, wovon kein einziges ein wirkliches Schwergewicht (im Sinne von $) ist.
http://www.freethegamesfund.com/
k0SH
  • 10.09.13    
  • 15:04   

Und eventuell ist die offensichtliche, weil zuerst ins Auge fallende, Möglichkeit nicht die richtige.
DAS ist natürlich richtig!
Nur stellt OUYA $1Mio bereit und auf der Fonds-Seite tummeln sich gerade mal 10 Projekte, wovon kein einziges ein wirkliches Schwergewicht (im Sinne von $) ist.
http://www.freethegamesfund.com/

 
k0SH
  • 10.09.13    
  • 14:59   
 
Wer noch davon profitiert: die übrigen Leute, die auf die Quija-Förderung hoffen. Die kriegen jetzt mehr, weil der Pott unter wenigeren verteilt wird.

Wer würde denn so eine offensichtliche Blödheit begehen, die sofort auffällt? Eventuell jemand, der möchte, dass eine Partei diskreditiert wird und keinen Zugang mehr zum Förderpott bekommt.

Im Endeffekt gibt es keine eindeutigen Beweise und deshalb sollte man vorsichtig sein mit dem Schuldzuschieben. Es gibt da mehrere Möglichkeiten, was passiert ist. Und eventuell ist die offensichtliche, weil zuerst ins Auge fallende, Möglichkeit nicht die richtige.
Möwe
  • 10.09.13    
  • 13:55   

Wer noch davon profitiert: die übrigen Leute, die auf die Quija-Förderung hoffen. Die kriegen jetzt mehr, weil der Pott unter wenigeren verteilt wird.

Wer würde denn so eine offensichtliche Blödheit begehen, die sofort auffällt? Eventuell jemand, der möchte, dass eine Partei diskreditiert wird und keinen Zugang mehr zum Förderpott bekommt.

Im Endeffekt gibt es keine eindeutigen Beweise und deshalb sollte man vorsichtig sein mit dem Schuldzuschieben. Es gibt da mehrere Möglichkeiten, was passiert ist. Und eventuell ist die offensichtliche, weil zuerst ins Auge fallende, Möglichkeit nicht die richtige.

 
Das ist alles sehr schön und irgendwo zu Herzen gehend, aber ich muss mich k0SH zu 100Prozent mit der gleichen Null-Überzeugung anschließen.

Kickstarter ist für seine Augen-zu-Politik inzwischen bekannt und hat dieses Projekt erst nach verheerenden, wochenlang bekannten Auffälligkeiten in seinen allerletzten Stunden abgewürgt. Gridiron Thunder ist beeindruckender aktueller Beweis für Kickstarters see-no-evil-Philosophie.

Wer immer diese Summen über die Fake-Accounts in das Projekt gejagt hat, ging von einem Erfolg des Kickstarters aus. Das war kein 'Sabotageakt'.

Und der Einzige, der von diesen Geldschiebereien profitiert hätte, ist nun einmal Sam Chandola und sein Studio. Ich bin gespannt, ob er jemals mit dem Finger auf irgendjemanden zeigen wird, oder ob diese ganze Affäre leise und unaufgeklärt zu Ende gehen wird.

Vainamoinen
  • 10.09.13    
  • 12:23   

Das ist alles sehr schön und irgendwo zu Herzen gehend, aber ich muss mich k0SH zu 100Prozent mit der gleichen Null-Überzeugung anschließen.

Kickstarter ist für seine Augen-zu-Politik inzwischen bekannt und hat dieses Projekt erst nach verheerenden, wochenlang bekannten Auffälligkeiten in seinen allerletzten Stunden abgewürgt. Gridiron Thunder ist beeindruckender aktueller Beweis für Kickstarters see-no-evil-Philosophie.

Wer immer diese Summen über die Fake-Accounts in das Projekt gejagt hat, ging von einem Erfolg des Kickstarters aus. Das war kein 'Sabotageakt'.

Und der Einzige, der von diesen Geldschiebereien profitiert hätte, ist nun einmal Sam Chandola und sein Studio. Ich bin gespannt, ob er jemals mit dem Finger auf irgendjemanden zeigen wird, oder ob diese ganze Affäre leise und unaufgeklärt zu Ende gehen wird.

 
Überzeugt mich NULL!
hätte ich nicht mein eigenes Projekt bei Kickstarter gemeldet.
WAS für ein Wahl hatte er denn sonst gehabt, um die immer lauter werdenden Zweifel zu adressieren?
Und WER bitte investiert SO VIEL Zeit und mit WELCHEM erwarteten ERGEBNIS in die Manipulation eines fremden Projektes?
Stinkt zum Himmel..
k0SH
  • 10.09.13    
  • 11:50   

Überzeugt mich NULL!
hätte ich nicht mein eigenes Projekt bei Kickstarter gemeldet.
WAS für ein Wahl hatte er denn sonst gehabt, um die immer lauter werdenden Zweifel zu adressieren?
Und WER bitte investiert SO VIEL Zeit und mit WELCHEM erwarteten ERGEBNIS in die Manipulation eines fremden Projektes?
Stinkt zum Himmel..

 
 
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