Seit der Games Convention 2007, auf der das Projekt erstmals öffentlich vorgestellt wurde, wartet die Adventure-Gemeinde gespannt auf neue Informationen zum Nachfolger des 2004er-Adventures The Black Mirror. Die einen aus Vorfreude auf die Fortsetzung eines der besten Adventures seines Jahrgangs, die anderen eher aus Skepsis, weil nicht Unknown Identity oder zumindest Future Games an Black Mirror 2 beteiligt ist. Im vergangenen Jahr konnten wir einen ersten Blick auf das Spiel werfen, das beim in Hannover ansässigen Entwickler Cranberry Production entsteht. Nun, ein knappes halbes Jahr später, konnten wir bei Publisher dtp neue Eindrücke gewinnen und uns das Spiel ausführlich zeigen lassen.Die Kleinversionen der Screenshots innerhalb dieser Vorschau wurden von uns aus Layoutgründen leicht an den Seiten beschnitten. Die Großversionen zeigen das Bild jeweils vollständig.
Bei Black Mirror 2 ist dieser Jemand Achim Heidelauf, Senior Producer bei dtp und Game Director von Black Mirror 2. Man merkt deutlich, hier sitzt kein Geschäftsmann. Hier sitzt ein Gamer, der Spaß an seiner Arbeit hat, auch wenn er zugeben muss, dass er Black Mirror 2 lieber erst nach der Fertigstellung als Spieler erlebt hätte, um die Atmosphäre voll auskosten zu können.
Das Städtchen Willow Creek zum Beispiel sieht einfach fantastisch aus, obwohl die Szene rund sechs Monate vor Release längst nicht final ist, hier und da Details noch überarbeitet werden oder teils noch nicht integriert sind. Genau wie einige weitere Hintergründe handelt es sich hier um einen scrollenden Hintergrund, der sich gut und gerne über die zweieinhalb- bis dreifache Breite des Bildschirms erstreckt. Der Detailgrad ist schon jetzt äußerst ansprechend, die Gebäude, der Himmel und das Wasser im Fluss sehen um ein Vielfaches besser aus und wirken wesentlich authentischer. Die Nebelschwaden und das dumpfe Licht verstärken diesen Eindruck zusätzlich. Zu einem anderen Zeitpunkt sehen wir denselben Schauplatz bei Nacht. Das Mondlicht beleuchtet die Szene realistisch und taucht sie in eine schaurig-romantische Stimmung.
Der Fotoladen von Darrens unsympathischem Chef Fuller ist einer der Schauplätze, in denen die Beleuchtung bereits weitestgehend fertig ist. Das sieht richtig klasse aus und unterstreicht, dass man auch hier kein Detail dem Zufall überlassen will. Die wechselnden Lichtquellen sorgen auch bereits für realistische Schattenwürfe von im Bild befindlichen Objekten und den Spielfiguren. Darrens Silhouette wird realistisch abgebildet und ist nicht bloß ein grauer Punkt unter seinen Füßen.
Das sieht alles sehr gut aus und lässt mehr als nur hoffen, dass Cranberry nicht den Fehler begeht, Effekthascherei zu betreiben, indem einfach möglichst viele bzw. besonders intensiv animierte Bildteile eingebaut werden, ohne auf eine realistische Darstellung zu achten.
Viel wichtiger sind aber noch ganz andere Dinge, die bei Adventures auch mal gerne übergangen werden. Ein Mensch wechselt in der Regel häufiger als einmal die Woche seine Kleidung. Auch Darren und andere Charaktere trifft man an verschiedenen Tagen in unterschiedlicher Kluft. Während Samuel Gordon in seinem Jäckchen wahrscheinlich sogar baden gegangen wäre, um direkt danach genau so in eine Kneipe zu spazieren um ein Bier zu bestellen, zieht Darren sich auch mal passend zum Wetter an oder wechselt seine Kleidung, wenn sie ordentlich durchgeweicht ist.
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