Zweite OP zieht sich

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Werner1612
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Re: Zweite OP zieht sich

Beitrag von Werner1612 »

Hallo zusammen,
bin heute morgen um 9 Uhr an der Prostata operiert worden (Biopsie). Lief alles sehr gut, dauerte mit allem ne Stunde. Muss diese Nacht zur Beobachtung in der Klinik bleiben. Fühle mich als hätte überhaupt keine OP stattgefunden. Einzig der Katheder stört etwas. Morgen früh um 5 (!) wird der schon wieder gezogen, dann die Urinwerte geprüft, und wenn dann alles stimmt, werde ich am Morgen bereits wieder entlassen.
In etwa 10 Tagen kommt dann das Ergebnis der Biosie, ob es ein Karzinom ist oder nicht.
Ganz liebe Grüße aus der Urologie Freiburg per Handy
Werner
Ja, ich bin alt. Aber ich habe die Welt gesehen, als sie noch nicht im Arsch war. :wink:
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DavidMcNamara
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Re: Zweite OP zieht sich

Beitrag von DavidMcNamara »

Hallo Werner,
gut zu hören, dass die Biopsie gut verlaufen ist! 5:00 Uhr ist in der Tat früh, aber hoffentlich klappt es dann mit der Entlassung. Zu Hause ist es definitiv schöner als in der Klinik.
Ich (und wir) drücken Dir die Daumen, dass das Ergebnis der Biopsie negativ ausfällt 🤞🤞🤞
LG nach Freiburg!
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Werner1612
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Re: Zweite OP zieht sich

Beitrag von Werner1612 »

DavidMcNamara hat geschrieben: ↑08.09.2026, 18:16 Hallo Werner,
gut zu hören, dass die Biopsie gut verlaufen ist! 5:00 Uhr ist in der Tat früh, aber hoffentlich klappt es dann mit der Entlassung. Zu Hause ist es definitiv schöner als in der Klinik.
Ich (und wir) drücken Dir die Daumen, dass das Ergebnis der Biopsie negativ ausfällt 🤞🤞🤞
LG nach Freiburg!
Herzlichen Dank Euch allen! Ich lasse es auf mich zukommen.
LG Werner
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Werner1612
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Re: Zweite OP zieht sich

Beitrag von Werner1612 »

So, nach diesem Kurzabstecher in die Urologie bin ich wieder im heimischen Hafen. Um 10 Uhr heute Morgen habe ich den Arztbrief bekommen, konnte gehen. Morgen geht es um 8:45 mit der Ambulanz der Neurochirurgie wegen einem neuen OP-'Termin weiter. Das wäre dann die vierte OP innerhalb 15 Monate. Am 21. zur Besprechung der Biopsie in der Uni, am30 dasselbe nochmal beim Urologen. Ich hatte zwei Zimmerkollegen, die hatten dreimal niedrigere PSA-Werte als ich, mussten aber auch zur Biopsie. Naja, die Sache mit der Prostata macht mir nicht so viele Sorgen wie der Gehirntumor.
Dann füllt sich mein Wandkalender noch mit einem Sportprogramm in der Sportonkologie und eine Physiotherapie in ner Praxi für den Neurobereich, da ich leicht motorisch gehandicapt bin. Also alle paar Tage anderes Programm.
Aber jetzt werde ich erstmal einen neuen Film fürs Rätsel raussuchen, damit es weiter geht. :)
LG Werner
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Sternchen
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Re: Zweite OP zieht sich

Beitrag von Sternchen »

Das Sportprogramm ist doch ne gute Idee.😀
Wie fühlst du dich denn? Hoffe es verläuft alles gut.
Du bist echt tapfer Werner.
Toll das du nicht aufgibst. 🤗
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.


Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld
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Werner1612
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Re: Zweite OP zieht sich

Beitrag von Werner1612 »

Sternchen hat geschrieben: ↑10.09.2026, 19:12 Das Sportprogramm ist doch ne gute Idee.😀
Wie fühlst du dich denn? Hoffe es verläuft alles gut.
Du bist echt tapfer Werner.
Toll das du nicht aufgibst. 🤗
Aufgeben ist keine Option. :)
Ich fühle mich den Umständen entsprechend. Noch kann ich so gut wie alles machen, obwohl ich das Gefühl habe, nicht mehr so kräftig wie vor einem halben Jahr zu sein. Deswegen auch der Sport, der mich aber mehr anstrengt wie der Sport nach der Reha im Sommer 25. Ich hoffe, dass sich das wieder bessert, bin ja mit 65 noch ein Jungspund. :wink:

In der Besprechung in der Neurochirurgie hatte ich ne ganz gute Ärztin, die mir die gesammten MRT-Bilder erklärt hat. Geplant ist, sowohl den Schädel zu öffnen als auch über die Nase in die Stirnhöle zu gehen, um nun zu versuchen den gesammten Rest des Tumors aus der Stirnhöle zu bekommen. In der ersten ging man nur über den Schädel, denn da war noch nichts in der Stirnhöle, in der zweiten nur über die Nase in den Stirnhölenbereich. Da das aber weiter oben irgendwo abknickt, kamen die über den Nasenbereich nicht weit genug hinein. Daher wollen sie diesmal sowohl vom Schädel als auch nasal rangehen. Ich hoffe, dass es klappt und nicht noch mehr Nerven in der Kopfhaut durch das Aufschneiden kaputt gehen, denn ein Teil meiner Kopfhautmuskulatur ist seit der ersten OP gelähmt. Die Nerven wuchsen nicht mehr zusammen.

Ganz so brisannt wie es anfänglich hies, ist es momentan doch nicht; etwas Zeit bleibt, aber die ganze Sache sollte noch dieses Jahr über die Bühne gehen, weil das Ding langsam weiterwächst. Daher meinte die Ärztin in der Neurochirurgie, dass wir erstmal das Ergebnis der Biopsie der Prostata abwarten, dann einen Termin machen. Denn sollte es sich herausstellen, dass ich Prostatakrebs habe, müsste unter Umständen die Geschichte mit der Prostata vorher behandelt werden. Am 21.09. habe ich in der Urologie dazu eine Besprechung, am 30.09. das Ganze nochmals mit meinem Praxis-Urologen. Dann wird man weitersehen.

Zum 01.11. habe ich Rente beantragt; da ich mittlerweile die Annerkennung einer Schwerbehinderung habe, kann ich etwas früher in Rente gehen. Ich denke, dass da alles klappen wird. Die Rentenversicherung wartet nur noch auf Rückmeldung der Krankenkasse, der Rest ist in trockenen Tüchern. Ende des Monats hake ich bei der Rentenversicherung nochmal nach.

LG Werner
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Werner1612
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Re: Zweite OP zieht sich

Beitrag von Werner1612 »

So, ich habe heute eine telefonische Rückmeldung der OP-Planung bekommen. Sie haben - weil die HNO wieder mitoperieren muss - einen freien Termin von Neuro und HNO gefunden. Am 30. Oktober darf ich einrücken, am 02. November geht es dann wieder unters Messer. Leute, ich sage Euch, mir ist nicht wohl dabei. Das sind streng genommen zwei OPs auf einmal: Einmal von oben durch den Kopp, und gleichzeitig von vorne durch die Nase. Wenn sie damit fertig sind, wollen sie die Schädelplatten noch richten, denn die haben sich dezent verschoben. Sehe ein wenig aus, als hätte mich vorne ne Axt getroffen.

Bleibt zu hoffen, dass ich nicht wieder wie beim ersten Mal wochenlang nicht laufen kann und ewig mit nem Katheder kämpfe.
Ich habe in der Zwischenzeit alle erforderlichen Unterlagen der Uni an das Krebszentrum Heidelberg zwecks Zweitmeinung weitergeleitet. Mal sehen, ob ich das vor der OP noch packe. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die in HD auch zu dem Schluss einer OP kommen, aber ich habe im Kontaktbogen angegebn, dass mich nachfolgende Behandlungsmöglichkeiten interessieren, weil ich der Meinung bin, dass HD hier breiter aufgestellt ist. Ich muss es abwarten.

Die Ärzte hier hatten sich dafür ausgesprochen, dass der Prostatakrebs "nur" eine mittlere Dringlichkeit habe, theoretisch bis nächstes Frühjahr Zeit wäre mit einer Behandlung zu beginnen. Da die Urologie unterrichtet ist, dass ich in eine Gehirn-OP muss, sprechen sie sich dafür aus, das Prostata-Karzinom zu bestrahlen statt die ganze Prostata zu entfernen, da jede OP eine Belastung darstellt.

Tja, 2025 war ein mieses Jahr, 2026 sieht nicht viel besser aus. Dann verzögert u.U. meine Krankenkasse auch noch meinen gesetzten Rententermin, denn die A.... bekommen es seit 3 Monaten nicht gebacken, eine Aufstellung der Krankengeldzahlungen von Anfang des Jahres bis Ende Okt. 26 zur Berechnung der Rente an die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg zu schicken. Die Aufforderung der Rentenkasse liegt bei denen seit 3 Monaten in der Schublade. Das ist eine Verschleppung des Bearbeitungsvorgangs, die gesetzlich nicht gestattet ist. Ich habe denen bis Ende des Monats eine Frist gesetzt; sollte die Rentenkasse dann immer noch nichts haben, reiche ich Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde ein. Zur Not über den VdK. Eine rießen Sauerei. Der Bescheid könnte schon längst durch sein. Ich konnte noch nicht mal kündigen, da ich nichts in der Hand habe. Dann muss ich auch sehen, dass ich weiter krankenversichert bleibe.

So, morgen zwei Sporttermine und mein Hausarzt ruft.
Ich mache drei Kreuze, wenn das Jahr rum ist, und sich einige Dinge "hoffentlich" eingeränkt oder in Luft aufgelöst haben werden.
LG Werner
Zuletzt geändert von Werner1612 am 29.09.2026, 07:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Temüjin
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Re: Zweite OP zieht sich

Beitrag von Temüjin »

Werner1612 hat geschrieben: ↑28.09.2026, 22:20 Leute, ich sage Euch, mir ist wohl dabei.

Meinst Du, "nicht" wohl dabei, oder freust Du Dich, daß es endlich mit der Behandlung weitergeht?
Schön zu hören, daß Du immer noch so bewundernswert tapfer, fast schon abgebrüht klingst, ganz ehrlich, wackerer Werner. =D>
Ich wünsche Dir sehr, daß die 2. OP unkomplizierter verläuft und Du rasch wieder ohne Katheder laufen kannst.
Wird schon werden!

Zum Prostatakrebs fällt mir der zweite Lebenspartner meiner Mutter ein, der hatte das auch
und die Ärzte haben ihm gesagt, daß in seinem Alter (80 Jahre) der Krebs nur noch sehr langsam wachsen würde.
Es wäre wahrscheinlicher, daß er an Altersschwäche stirbt, was er dann auch getan hat.
Du bist zwar noch keine 80, aber ich glaube, so um die 70, gell? Da ist der Prozess auch schon verlangsamt.

Bleib weiter so vorbildhaft mutig und stoisch, Werner und Du wirst noch in 15 Jahren hier Film- und Screenshoträtsel aktiv sein.
„Die meisten Menschen führen ein Leben in stiller Verzweiflung.“ (H. D. Thoreau)
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Werner1612
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Re: Zweite OP zieht sich

Beitrag von Werner1612 »

Temüjin hat geschrieben: ↑28.09.2026, 23:34
Werner1612 hat geschrieben: ↑28.09.2026, 22:20 Leute, ich sage Euch, mir ist wohl dabei.

Meinst Du, "nicht" wohl dabei, oder freust Du Dich, daß es endlich mit der Behandlung weitergeht?
Schön zu hören, daß Du immer noch so bewundernswert tapfer, fast schon abgebrüht klingst, ganz ehrlich, wackerer Werner. =D>
Ich wünsche Dir sehr, daß die 2. OP unkomplizierter verläuft und Du rasch wieder ohne Katheder laufen kannst.
Wird schon werden!

Zum Prostatakrebs fällt mir der zweite Lebenspartner meiner Mutter ein, der hatte das auch
und die Ärzte haben ihm gesagt, daß in seinem Alter (80 Jahre) der Krebs nur noch sehr langsam wachsen würde.
Es wäre wahrscheinlicher, daß er an Altersschwäche stirbt, was er dann auch getan hat.
Du bist zwar noch keine 80, aber ich glaube, so um die 70, gell? Da ist der Prozess auch schon verlangsamt.

Bleib weiter so vorbildhaft mutig und stoisch, Werner und Du wirst noch in 15 Jahren hier Film- und Screenshoträtsel aktiv sein.
Hatte mich vertippt. Soll natürlich "nicht wohl" heißen.
So was ähnliches haben mir die Ärzte auch gesagt, zumal meiner mittelagressiv ist und noch nicht gestreut hat. Aber ich glaube nicht mehr jeder Aussage der Ärzte.
Ich bin 65,, werde am 16. 12. 66 junge Jahre, steht auch in meinem Profil. :)
LG Werner
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