Die letzten Wochen habe ich mir die alten "MacVenture"-Adventures von ICOM Simulations, Inc. sowie ihre Nachfolger vorgeknöpft.
In der "8-bit Adventure Anthology" sind die ersten drei Spiele "Déjà Vu- A Nightmare Comes True", "The Univited" und "Shadowgate" zusammengefasst.
Hierbei handelt es sich um Remakes basierend auf den NES-Versionen mit zusätzlicher Mausunterstützung. Für moderne Displays im 16:9-Format wurden stimmige Grafiken an der linken und rechten Seite ergänzt, die je nach Gebiet wechseln. Auch per Touchscreen (z. B. auf einem Steam Deck oder anderen PC-Handheld) funktioniert die Steuerung prächtig. Und die Chiptune-Musik der NES-Versionen ist immer noch wundervoll!
Parallel zur "8-bit Adventure Anthology" habe ich auch die Mac-Versionen (monochrom, dafür hochauflösendere Grafiken) und die Apple-IIgs-Versionen (Farbgrafiken identisch zur Amiga-Version, Textbereiche hochauflösend, mehr Platz für die Fenster als bei den Commodore- und Atari-Versionen):
Leider wird die "MacVenture Series" mittlerweile nicht mehr bei Steam (oder GOG) angeboten, da bin ich froh, rechtzeitig zugegriffen zu haben. Übrigens war ich immer davon ausgegangen, dass Apple II nur mit 8-bit-Computern konkurrierte, der Apple II
gs konkurrierte aber mit den 16-bit-Heimcomputern Amiga und Atari ST.
Natürlich startete ich mit Deja Vu, das mich damals schon auf meinem C128 (im C64-Modus) begeistert hatte. Die Mac-Version erschien bereits 1985 mit innovativer Maussteuerung (Drag&Drop von Gegenständen zwischen anpassbaren "Fenstern") und war damit das zweite Point&Click-Adventure.
Diese Steuerung und die anpassbaren Fenster hatten auch die meisten anderen Versionen... sogar die C64-Version mit etwas hakeliger Joystick-Steuerung.
Die "8-bit Adventure Anthology" hat aufgrund der NES-Wurzeln ein anderes Interface: aufgrund der niedrigeren Auflösung und mangels anpassbarer Fenster gibt es gibt nur einen fixen Bereich, in dem die Gegenstände des Inventars und der Spielwelt angezeigt werden. Mit den Pfeil-Schaltflächen schaltet man zwischen den Registern (mehrseitiges Hauptinventar, Unterinventarseiten für "Coat", "Wallet" usw., geöffnete Schränke und Schubladen in der Spielwelt, Zauberspruch-Seite bei Shadowgate...) um. Damit fällt natürlich auch das Verschieben und Einsetzen von Gegenständen per "Drag&Drop" weg, stattdessen verschiebt man Gegenstände per "TAKE"-Aktion in das Hauptinventar:
Zudem wird der Textbereich im unteren Bereich nur kurzzeitig eingeblendet, denn der dortige Platz wird für die "Ausgänge"-Box, die Aktionsleiste und die Register-Umschaltung benötigt. Man kann also im Gegensatz zu den anderen Versionen nicht bequem heraufscrollen und überflogene Texte erneut lesen.
Nachdem ich den ersten Fall des Privatdetektivs "Ace Harding" gelöst und sein Gedächtnis wiederhergestellt hatte, war das gruselige "The Uninvited" dran.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das damals auf C64 oder Amiga gespielt hatte. In den 1990ern habe ich "Uninvited for Windows" durchgespielt. Eine sehr schöne Version, die leider auf modernen Windows-Versionen nicht mehr lauffähig ist.. per DOSbox mit Windows3.11-Installation (und S3-Grafiktreiber für höhere Auflösung) funktioniert sie aber noch gut:
Hier die Anthology-Version (NES-Basis), Mac-Version und Apple-IIgs-Version:
Fortsetzung folgt...