Es fiel mir bei The Book of Unwritten Tales 2 auf das wiederkehrende Figuren oft doch eher halbherzig wirken. Man will dem Spieler oft mit einem Nostaglie-Moment erwischen, oder baut auf alte Gags auf, und das KANN nett sein, aber in der Masse in einem spiel wirkt das eher lahm.
Kurze Beispiele:
Stan - In so ziemlich jedem Monkey Island Teil
Die Hedersons - So ziemlich in jedem Baphomets Fluch
Der Sumpfling - In 5 der 6 Simon Spiele
Ich mag sowas eher selten. Dadurch wirken die Universen immer so klein. Bei einigen Nebenfiguren wie Nico Collard, oder Oscar aus Syberia macht das natürlich auch Sinn, aber auch super nervig finde ich "Bösewicht-Recyceln" für Serien. SORDID war in Simon 1 schon vollkommen beliebig und banal, wozu ihn ständig nutzen? Auch Guybrush hätte vielleicht ab und an ein anderer Endgegner gut getan.
Wie steht ihr allgemein zu solchen Figuren? Positive und negative Beispiele?
Wie findet ihr wiederkehrende Charaktere in einer Spieleserie?
- Paragon
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- DavidMcNamara
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Re: Wie findet ihr wiederkehrende Charaktere in einer Spieleserie?
Finde ich eigentlich nur gut, wenn die Figuren gewissermaßen weiterentwickelt werden, wie z.B. bei "The Longest Journey", "Dreamfall" und "Dreamfall Chapters".
Ansonsten wird es schnell zum Fan-Service.
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- Kikimora
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Re: Wie findet ihr wiederkehrende Charaktere in einer Spieleserie?
Ich bin auch der Meinung, dass das durchaus reizvoll sein kann, wenn diese Option genutzt wird, um einem Charakter Raum zu geben, sich über längere Zeit zu entwickeln. Aber wenn mich der betreffende Charakter an sich schon nicht interessiert, dann ist es für mich auch nicht interessanter, ihm nochmal zu begegnen.
Damit man ihn überhaupt wiedererkennt, muss er wohl markant und auffällig genug sein, sonst vergisst man ihn zwischendurch.
Es kann natürlich auch ein interessanter Aha-Effekt sein, wenn es nicht ganz so offentlich ist, dass dieser Charakter schonmal auftauchte. Das wiederum finde ich schon faszinierend, weil es dazu einlädt, das vorherige Spiel nochmal zu spielen, um sicherzugehen, ob man ihn da tatsächlich schonmal gesehen hat.
Auch ein total unauffälliger Charakter, der wiederkehrt, aber nur von "echten, aufmerksamen Fans" (solchen, die Spiele dann oft in Videos als Streamer auseinandernehmen und analysieren) entdeckt wird, als Easter-Egg sozusagen, das hat doch auch was.
Bei Hauptcharakteren wiederum ist das so eine Sache. Ja, für die Protagonisten und Spielercharaktere, Sidekicks, "Kollegen" des Spielercharakters (wenn man so ein Duo hat) ergibt es für mich absolut Sinn.
"Nervige" Charaktere können so oder so sein ... also Stan fand und finde ich immer noch lustig, weil er so eine Karikatur von nervigen Personen aus der Fernsehwerbung ist, also etwas, was einen schon im Alltag nervt, und somit die vierte Wand durchbricht. Muss man mögen, klar ... der ist ja jedenfalls bewusst anstrengend und lästig und nervig, und insofern nicht schlecht oder unkreativ designt.
Immerhin ändert sich sein konkreter Verkaufs-Job ja auch ein bisschen. Ich hätte es tatsächlich langweiliger gefunden, wenn er immer noch das gleiche verkaufen würde in allen Teilen.
Aber der Sumpfling, den fand ich so wie er war nach dem ersten Teil einfach nur noch überflüssig und anstregend und unangenehm. Na gut, mein Gedächtnis ist da jetzt nicht das beste, ich erinnere mich bloß vor allem daran, wie unangenehm und nervig er in Teil 5 war. Ja natürlich, auch das absolut Absicht der Entwickler, und genau so geschrieben, dass er möglichst nervig ist.
Dass es bei Monkey Island immer wieder nur um LeChuck ging, hat mich gelangweilt. Ich hätte lieber interessante unterschiedliche Piratengeschichten erlebt. Allerdings sehe ich das auch in diesem Fall nicht als Unkreativität oder Design-Fail, weil es eben so eine typische Kindergeschichte ist, wo man eben nur die beiden Actionfiguren hat, und sich dann nochmal eine Geschichte dazu ausdenkt. Ist okay, und die Spiele an sich haben mir ja trotzdem Spaß gemacht.
Also alles in allem kann ich die Frage gar nicht so allgemein beantworten.
Damit man ihn überhaupt wiedererkennt, muss er wohl markant und auffällig genug sein, sonst vergisst man ihn zwischendurch.
Es kann natürlich auch ein interessanter Aha-Effekt sein, wenn es nicht ganz so offentlich ist, dass dieser Charakter schonmal auftauchte. Das wiederum finde ich schon faszinierend, weil es dazu einlädt, das vorherige Spiel nochmal zu spielen, um sicherzugehen, ob man ihn da tatsächlich schonmal gesehen hat.
Auch ein total unauffälliger Charakter, der wiederkehrt, aber nur von "echten, aufmerksamen Fans" (solchen, die Spiele dann oft in Videos als Streamer auseinandernehmen und analysieren) entdeckt wird, als Easter-Egg sozusagen, das hat doch auch was.
Bei Hauptcharakteren wiederum ist das so eine Sache. Ja, für die Protagonisten und Spielercharaktere, Sidekicks, "Kollegen" des Spielercharakters (wenn man so ein Duo hat) ergibt es für mich absolut Sinn.
"Nervige" Charaktere können so oder so sein ... also Stan fand und finde ich immer noch lustig, weil er so eine Karikatur von nervigen Personen aus der Fernsehwerbung ist, also etwas, was einen schon im Alltag nervt, und somit die vierte Wand durchbricht. Muss man mögen, klar ... der ist ja jedenfalls bewusst anstrengend und lästig und nervig, und insofern nicht schlecht oder unkreativ designt.
Immerhin ändert sich sein konkreter Verkaufs-Job ja auch ein bisschen. Ich hätte es tatsächlich langweiliger gefunden, wenn er immer noch das gleiche verkaufen würde in allen Teilen.
Aber der Sumpfling, den fand ich so wie er war nach dem ersten Teil einfach nur noch überflüssig und anstregend und unangenehm. Na gut, mein Gedächtnis ist da jetzt nicht das beste, ich erinnere mich bloß vor allem daran, wie unangenehm und nervig er in Teil 5 war. Ja natürlich, auch das absolut Absicht der Entwickler, und genau so geschrieben, dass er möglichst nervig ist.
Dass es bei Monkey Island immer wieder nur um LeChuck ging, hat mich gelangweilt. Ich hätte lieber interessante unterschiedliche Piratengeschichten erlebt. Allerdings sehe ich das auch in diesem Fall nicht als Unkreativität oder Design-Fail, weil es eben so eine typische Kindergeschichte ist, wo man eben nur die beiden Actionfiguren hat, und sich dann nochmal eine Geschichte dazu ausdenkt. Ist okay, und die Spiele an sich haben mir ja trotzdem Spaß gemacht.
Also alles in allem kann ich die Frage gar nicht so allgemein beantworten.
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Re: Wie findet ihr wiederkehrende Charaktere in einer Spieleserie?
Ich fand es noch ganz pfiffig das man in Teil 2 den Körper nutzte statt dem Geist, aber danach hätte man sich mehr ausdenken sollen. Deswegen mochte ich Kings Quest, die Schurken waren meistens Märchenschurken Stereotype aber immerhin immer andere.Kikimora hat geschrieben: ↑18.09.2026, 22:31
Dass es bei Monkey Island immer wieder nur um LeChuck ging, hat mich gelangweilt. Ich hätte lieber interessante unterschiedliche Piratengeschichten erlebt. Allerdings sehe ich das auch in diesem Fall nicht als Unkreativität oder Design-Fail, weil es eben so eine typische Kindergeschichte ist, wo man eben nur die beiden Actionfiguren hat, und sich dann nochmal eine Geschichte dazu ausdenkt. Ist okay, und die Spiele an sich haben mir ja trotzdem Spaß gemacht.
Grausig das man sich bei The Book of Unwritten Tales 2 sich auch wenig mühe machte und wirklich 50% aller Figuren wiederkehren ließ, das war fürmich übelster Overkill. Auch hier nutzte man natürlich nochmal denselben Bösewicht *Seuftz*
Ich mag es auch nicht wenn man Figuren am anderen Ende der Welt wieder trifft: Bei sowas wie Monkey Island nehme ich es als Cartoon Logik. Wieso ich in Frankreich als Gabriel Knight auf meinen Kollegen aus New Orleans stolpere oder als George Stobbart überall auf der Welt den Hendersons begegne erschließ sich der Logik her eher nicht.
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Re: Wie findet ihr wiederkehrende Charaktere in einer Spieleserie?
Ich mag guten Fanservice. Ich freu mich sogar richtig, wenn ich die Hendersons am anderen Ende der Welt wiedersehe. Wer fragt denn da nach Logik?
Ich mag, wenn man alte Bekannte wiedertrifft, und eine Story impliziert wird. So wird der Sumpfling in zwei Teilen Simon The Sorcerer vom kleinen Restaurantbesitzer zum Franchise-Mogul. (Die anderen Teile hab ich nicht im Kopf, bzw. nicht gespielt.) In Kathy Rain wird aus der Zimmerkollegin Eileen in der University eine gestandene Journalistin.
In Harveys neue Augen freue ich mich eigentlich auch immer, wenn ich jemanden treffe, den ich aus dem Vorgänger kenne.
In Baphomets Fluch gibt es auch Figuren, die logischerweise wieder auftauchen. In Teil 5 trifft man den kauzigen Inspector oder den Museumsmenschen wieder. Selbe Stadt, selbe Arbeit.
Ich finds clever, wenn alte Figuren eine ganz neue Rolle bekommen. So erleben wir im Maniac Mansion ein Tentakel, der im Nachfolger die Welt an sich reißt.
Ich kann mich mit wiederkehrende Widersachern anfreunden, allem voran LeChuck (Tom kämpft auch immer gegen Jerry).
Gewiss kann es auch nervig werden. Habe die Book of Unwritten Tales Spiele ewig nicht gespielt, weiß gar nichts mehr von dem Spiel - außer dass ich den Humor und die Handlung insgesamt eher mau und nervig fand. In dieser Zeit war es vermutlich auch eine Kostenfrage. Alte 3D-Charaktere wiederzuverwenden und vielleicht etwas aufhübschen ist billiger, als von grundauf etwas neu zu designen und zu erstellen.
Abgesehen von den Figuren ist es auch immer wieder schön zu sehen, vertraute Orte wieder zu besuchen. So beginnt Indiana Jones gerne in der Universität. Und in Baphomets Fluch 1 und 2. darf man dasselbe Café besuchen, und im 5. Teil sogar Nicoles Wohnung wieder betreten.
Jetzt kann man sich natürlich fragen: Was hätte man neues anstelle von Fan Service bekommen? Sind die Schreiber faul geworden? Ist es leichter was neues zu schreiben oder was bestehendes neu zu verwenden? Ist Monkey Island noch Monkey Island, wenn es keinen LeChuck mehr gibt?
Schwierig.
Ich mag, wenn man alte Bekannte wiedertrifft, und eine Story impliziert wird. So wird der Sumpfling in zwei Teilen Simon The Sorcerer vom kleinen Restaurantbesitzer zum Franchise-Mogul. (Die anderen Teile hab ich nicht im Kopf, bzw. nicht gespielt.) In Kathy Rain wird aus der Zimmerkollegin Eileen in der University eine gestandene Journalistin.
In Harveys neue Augen freue ich mich eigentlich auch immer, wenn ich jemanden treffe, den ich aus dem Vorgänger kenne.
In Baphomets Fluch gibt es auch Figuren, die logischerweise wieder auftauchen. In Teil 5 trifft man den kauzigen Inspector oder den Museumsmenschen wieder. Selbe Stadt, selbe Arbeit.
Ich finds clever, wenn alte Figuren eine ganz neue Rolle bekommen. So erleben wir im Maniac Mansion ein Tentakel, der im Nachfolger die Welt an sich reißt.
Ich kann mich mit wiederkehrende Widersachern anfreunden, allem voran LeChuck (Tom kämpft auch immer gegen Jerry).
Gewiss kann es auch nervig werden. Habe die Book of Unwritten Tales Spiele ewig nicht gespielt, weiß gar nichts mehr von dem Spiel - außer dass ich den Humor und die Handlung insgesamt eher mau und nervig fand. In dieser Zeit war es vermutlich auch eine Kostenfrage. Alte 3D-Charaktere wiederzuverwenden und vielleicht etwas aufhübschen ist billiger, als von grundauf etwas neu zu designen und zu erstellen.
Abgesehen von den Figuren ist es auch immer wieder schön zu sehen, vertraute Orte wieder zu besuchen. So beginnt Indiana Jones gerne in der Universität. Und in Baphomets Fluch 1 und 2. darf man dasselbe Café besuchen, und im 5. Teil sogar Nicoles Wohnung wieder betreten.
Jetzt kann man sich natürlich fragen: Was hätte man neues anstelle von Fan Service bekommen? Sind die Schreiber faul geworden? Ist es leichter was neues zu schreiben oder was bestehendes neu zu verwenden? Ist Monkey Island noch Monkey Island, wenn es keinen LeChuck mehr gibt?
Schwierig.
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