Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
- Paragon
- Logik-Lord

- Beiträge: 1203
- Registriert: 05.07.2021, 13:57
Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Ich wollte mal allgemein Fragen was ihr von Cliffhanger Enden haltet.
Es gibt ja einige Vertreter die mit einem Teaser abschließen, und manche dieser Spiele haben sogar das "Glück" nie eine Fortsetzung zu bekommen. Mir fallen natürlich eine Handvoll Titel ein:
Kings Quest 3 - Heir Today, Gone Tomorrow
Dead Synchronicity: Tomorrow Comes Today
Monkey Island 2 - Lechuck's Revenge
Face Noir
Leisure Suite Larry 7 - Yacht nach Liebe
Simon the Sorcerer 2
Findet ihr so etwas allgemein ok? Immens unbefriedigend? Oder habt ihr keine starke Meinung dazu?
Es gibt ja einige Vertreter die mit einem Teaser abschließen, und manche dieser Spiele haben sogar das "Glück" nie eine Fortsetzung zu bekommen. Mir fallen natürlich eine Handvoll Titel ein:
Kings Quest 3 - Heir Today, Gone Tomorrow
Dead Synchronicity: Tomorrow Comes Today
Monkey Island 2 - Lechuck's Revenge
Face Noir
Leisure Suite Larry 7 - Yacht nach Liebe
Simon the Sorcerer 2
Findet ihr so etwas allgemein ok? Immens unbefriedigend? Oder habt ihr keine starke Meinung dazu?
- agentbauer
- Rätselmeister

- Beiträge: 1831
- Registriert: 04.04.2010, 17:39
- Wohnort: verwunschene Villa
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Ich finde Cliffhanger-Enden oftmals problematisch, weil, wie zum Beispiel bei Toonstruck oder auch Larry, die Cliffhanger nicht aufgelöst wurden.
Wenn sichergestellt ist, dass es eine Fortsetzung gibt, ist es für mich OK, aber oft, wie aktuell bei Serien auf Netflix und Co., gibt es dann einfach keine Fortsetzung, und man wartet vergeblich auf eine Auflösung.
Wenn sichergestellt ist, dass es eine Fortsetzung gibt, ist es für mich OK, aber oft, wie aktuell bei Serien auf Netflix und Co., gibt es dann einfach keine Fortsetzung, und man wartet vergeblich auf eine Auflösung.
- Ancalagon
- Profi-Abenteurer

- Beiträge: 998
- Registriert: 22.05.2010, 14:37
- Wohnort: Hiddenhausen
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Generell eine total schlechte Idee - jedenfalls dann, wenn ein nächster Teil weder absehbar, noch finanziell irgendwie gesichert ist.
Eines der größten Negativ-Beispiele ist für mich "The Book of Unwritten Tales 2". Ich habe seither die gesamte Reihe nicht mehr angefasst und werde das auch bis zu einer Fortsetzung nie wieder tun. Ich weiß noch, dass ich das Spiel damals ziemlich sauer beendet habe, bzw. das Spiel hat ja eher mich beendet, als es einfach mittendrin abbrach...
Dass am Ende noch ein neuer Charakter eingeführt wird, der eine nie erscheinende Fortsetzung anteasern sollte - ein absolutes No Go!
Das von dir erwähnte "Dead Synchronicity" fand ich dagegen nicht ganz so dramatisch. Das Ende war zwar offen, aber ich fand es noch ok, indem man sich den weiteren Verlauf der Geschichte irgendwie selbst zusammenspinnen konnte. Ich fand zumindest die Handlung für den Teil des Spiels gut erzählt und auch halbwegs abschließend.
Trotzdem bleibt bei offenen Enden immer eine negative Unternote im Kopf zurück. Kein Spiel mit offenem Ende hatte für mich bisher einen echten Anreiz, es noch einmal zu spielen. Irgendwie wirkte das auf mich immer wie verschwendete Zeit, wenn die Handlung nicht bis zum Ende erzählt wird. Es bleibt einfach ein unfertiger Gesamteindruck.
An sich aber liebe ich Fortsetzungsgeschichten. Je komplexer eine Handlung, desto besser. Es dürfen also gerne ausufernd viele Teile eines Spieles erscheinen, aber dann eben bitte jeder Teil für sich abgeschlossen - jedenfalls dann, wenn eine weitere Entwicklung nicht gesichert ist.
Wenn es wirklich einen Folgeteil gibt, dann ist mir ein Cliffhanger egal, weil ich die Teile ohnehin am Stück spielen würde.
Übrigens: Genau so ärgerlich wie Cliffhanger finde ich auch Spielereihen, die einen neuen Teil herausbringen, aber von denen die Vorgänger technisch nicht mehr lauffähig sind. Da ärgere ich mich auch immer, wenn die Teile auf eine nicht mehr spielbare Handlung aufbauen.
Eines der größten Negativ-Beispiele ist für mich "The Book of Unwritten Tales 2". Ich habe seither die gesamte Reihe nicht mehr angefasst und werde das auch bis zu einer Fortsetzung nie wieder tun. Ich weiß noch, dass ich das Spiel damals ziemlich sauer beendet habe, bzw. das Spiel hat ja eher mich beendet, als es einfach mittendrin abbrach...
Das von dir erwähnte "Dead Synchronicity" fand ich dagegen nicht ganz so dramatisch. Das Ende war zwar offen, aber ich fand es noch ok, indem man sich den weiteren Verlauf der Geschichte irgendwie selbst zusammenspinnen konnte. Ich fand zumindest die Handlung für den Teil des Spiels gut erzählt und auch halbwegs abschließend.
Trotzdem bleibt bei offenen Enden immer eine negative Unternote im Kopf zurück. Kein Spiel mit offenem Ende hatte für mich bisher einen echten Anreiz, es noch einmal zu spielen. Irgendwie wirkte das auf mich immer wie verschwendete Zeit, wenn die Handlung nicht bis zum Ende erzählt wird. Es bleibt einfach ein unfertiger Gesamteindruck.
An sich aber liebe ich Fortsetzungsgeschichten. Je komplexer eine Handlung, desto besser. Es dürfen also gerne ausufernd viele Teile eines Spieles erscheinen, aber dann eben bitte jeder Teil für sich abgeschlossen - jedenfalls dann, wenn eine weitere Entwicklung nicht gesichert ist.
Wenn es wirklich einen Folgeteil gibt, dann ist mir ein Cliffhanger egal, weil ich die Teile ohnehin am Stück spielen würde.
Übrigens: Genau so ärgerlich wie Cliffhanger finde ich auch Spielereihen, die einen neuen Teil herausbringen, aber von denen die Vorgänger technisch nicht mehr lauffähig sind. Da ärgere ich mich auch immer, wenn die Teile auf eine nicht mehr spielbare Handlung aufbauen.
- DavidMcNamara
- Logik-Lord

- Beiträge: 1472
- Registriert: 08.04.2011, 19:35
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Generell bin ich ebenfalls für ein abgerundetes Spielerlebnis mit befriedigendem Ende, das alle Storyfäden zusammenführt. Bei manchen Spielen war vermutlich eine Fortsetzung angedacht, konnte dann aber nicht finanziert werden. Oder die Entwickler mussten bei der Story zusammenkürzen.
Von "Face Noir" hätte ich gerne noch Teil 2 gespielt. Ebenso von "Dead Synchronicity: Tomorrow Comes Today".
Von "Face Noir" hätte ich gerne noch Teil 2 gespielt. Ebenso von "Dead Synchronicity: Tomorrow Comes Today".
- k0SH
- Zombiepirat

- Beiträge: 11054
- Registriert: 09.09.2006, 12:03
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Leider fallen beim Thema erst mal Negativbeispiele ein.
Neben den bereits genannten weitere Titel wie:
- A Vampyre Story
- Duke Grabowski: Mighty Swashbuckler
Wenn es um solche Titel geht sind Cliffhanger natürlich eine Seuche, weil es ja klar weitergehen sollte aber nie ging.
Genau so schlimm finde ich aber auch fast wenn die Story abgeschlossen ist aber ein weiterer Teil direkt angekündigt wird - "Indy will be back..." - und die Vorfreude aber nie erfüllt wird.
Wenn das Ende als Cliffhanger gewollt ist, so wie es gerade beim Film "Disclosure Day" der Fall ist, weil die Story im Kopf des Zuschauers weitergehen soll, kann ich damit leben.
Aber am besten Story abschließen, Deckel drauf und fertig.
Das war besonders bei den Episoden-Titeln, die nicht von Anfang komplett finanziert waren, ein Alptraumthema.
Nie wusste man ob die Story a) überhaupt zuende erzählt wird und b) selbst wenn dann auch so wie geplant? Häufig ging das Geld aus und wurde weniger und das hat man dann späteren Episoden angemerkt an Qualität und Umfang.
Neben den bereits genannten weitere Titel wie:
- A Vampyre Story
- Duke Grabowski: Mighty Swashbuckler
Wenn es um solche Titel geht sind Cliffhanger natürlich eine Seuche, weil es ja klar weitergehen sollte aber nie ging.
Genau so schlimm finde ich aber auch fast wenn die Story abgeschlossen ist aber ein weiterer Teil direkt angekündigt wird - "Indy will be back..." - und die Vorfreude aber nie erfüllt wird.
Wenn das Ende als Cliffhanger gewollt ist, so wie es gerade beim Film "Disclosure Day" der Fall ist, weil die Story im Kopf des Zuschauers weitergehen soll, kann ich damit leben.
Aber am besten Story abschließen, Deckel drauf und fertig.
Das war besonders bei den Episoden-Titeln, die nicht von Anfang komplett finanziert waren, ein Alptraumthema.
Nie wusste man ob die Story a) überhaupt zuende erzählt wird und b) selbst wenn dann auch so wie geplant? Häufig ging das Geld aus und wurde weniger und das hat man dann späteren Episoden angemerkt an Qualität und Umfang.
.
Mitglied im "Verein zur kulturellen Förderung von Adventure- und storylastigen Computer- und Videospielen e.V." Und Du?
.
"But these days it seems like adventure games are almost a bit of a lost art form...exist in our dreams, in our memories and in ... Germany." Tim Schafer
.
Deutsche Adventure Games Gruppe (Facebook)
Mitglied im "Verein zur kulturellen Förderung von Adventure- und storylastigen Computer- und Videospielen e.V." Und Du?
.
"But these days it seems like adventure games are almost a bit of a lost art form...exist in our dreams, in our memories and in ... Germany." Tim Schafer
.
Deutsche Adventure Games Gruppe (Facebook)
-
Marder001
- Verpackungs-Wegwerfer

- Beiträge: 50
- Registriert: 02.10.2024, 18:36
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Bin kein großer Fan von Cliffhanger Enden, ein gutes Spiel - wie generell jede gute Geschichte - sollte am Ende abgeschlossen sein. Cliffhanger strecken meist nur. Ist eh ein Irrglaube, dass eine Geschichte umso besser wird, je länger sie ist. Ein gute Geschichte ist nicht von der Länge abhängig - ehr davon, wieviel sie wirklich von sich aus hergibt, nicht allles muss episch sein.
Ausnahmen gibt es natürlich, wenn etwas vernünftig als Zwei- oder Dreiteiler (oder von mir aus auch als Sechsteiler usw.) geplant war und das ganze auch wirklich genug Erzählstoff hergibt - warum nicht. In dem Fall sollte allerdings auch klar sein, dass es beendet werden kann und nicht wegen Geldmangel oder sonst was eingestellt werden muss.
Von den genannten Beispielen:
Book of Unwritten Tales 2 - Das war dämlich. Wenn eh schon klar ist, dass die Finanzierung wackelig ist, dann macht man sowas nicht.
Vampyre Story: Mag das Spiel sehr, aber derselbe Fehler wie bei Tales 2. Wer weiß, vieleicht kommt ja doch noch was, aber hätte nicht sein müssen. Lieber kurz und abgeschlossen, als das.
Toonstruck: Das war ja ein ganz seltsamer Sonderfall. Im Endeffekt haben wir das Spiel ja überhaupt nur bekommen, weil es geteilt wurde. Es wurde viel zu teuer und um das, was da war, überhaupt noch rauszubringen, haben sie es eben geteilt und ich meine am Ende so umgestrickt, dass es wenigstens halbwegs als Abschluss funktioniert. Bin jetzt nicht besonders glücklich mit dem Ende, aber es geht. Schade halt, dass die Fortsetzung nie kam - ist letztendlich auch ein Ergebnis von Fehlplanung.
Simon 2 - Fieses Ende und passt zum Spiel. Und damals war ja auch eine echte Fortsetzung geplant und die Simon-Reihe lief ja extrem gut. Fehler war halt, nicht sofort die Fortsetzung nachzuschieben, sondern erst Floyd rauszubringen. Das war ja dann ein Flop und Simon 3 wollte niemand mehr finanzieren (3D Wahn) und das was dann letztendlich kam war ja nicht mehr die eigentlich geplante Fortsetzung, sondern etwas komplett anderes.
Ergebnis aus heutiger Sicht: Brutales Cliffhanger-Ende, das nie richtig aufgelöst wurde. Ärgert mich bis heute, aber muss man halt leider so hinnehmen. Aus damaliger Produktionssicht war das Ende aber passend und hätte mit der echten Fortsetzung zusammen vermutlich auch gut funktioniert.
Monkey Island 2: Würde nicht mal sagen, dass das überhaupt ein Cliffhanger ist. Denke, genau DAS sollte das Ende des Spiels und der Serie sein. War eben ein Meta-Kommentar. Zum Cliffhanger wurde es dann durch Teil 3, der es nachträglich umgedeutet hat (habe ich auch nichts gegen, liebe Teil 3, durfte der ruhig machen).
Larry 7: Das war kein Cliffhanger. Das Spiel ist abgeschlossen. Das Ende das man sieht, wenn man alles perfekt gelöst hat mit allen Punkten und Easter Eggs ist ein Bonus. Ein letzter Gag + Ausblick auf Teil 8 - übrigens ein Super-Bonus. Mag ich sehr.
Zur Einordnung:
Das gerne genommene Paradebeispiel für einen gelungenen Cliffhanger-Mehrteiler: Den Herrn der Ringe, zähle ich übrigens nicht als Cliffhanger, das war ein einziges Buch (wurde von Tolkien auch so fertiggestellt). Wurde halt nur wegen der besseren Lesbarkeit vom Verlag in mehreren Teilen veröffentlicht (die allerdings auch immer zusammen verkauft werden).
Mit einer Ankündigung a la "James Bond will be back in..." habe ich keine Probleme, solange die Geschichte, die gerade erzählt wurde, abgeschlossen ist. Ist ja dann eigentlich auch kein Cliffhanger, mehr ein Versprechen, dass die Figur noch was erleben soll. Bei Indy und James Bond funktioniert sowas ja auch ganz gut, sind ja von der Anlage her bereits Serienfiguren.
Ausnahmen gibt es natürlich, wenn etwas vernünftig als Zwei- oder Dreiteiler (oder von mir aus auch als Sechsteiler usw.) geplant war und das ganze auch wirklich genug Erzählstoff hergibt - warum nicht. In dem Fall sollte allerdings auch klar sein, dass es beendet werden kann und nicht wegen Geldmangel oder sonst was eingestellt werden muss.
Von den genannten Beispielen:
Book of Unwritten Tales 2 - Das war dämlich. Wenn eh schon klar ist, dass die Finanzierung wackelig ist, dann macht man sowas nicht.
Vampyre Story: Mag das Spiel sehr, aber derselbe Fehler wie bei Tales 2. Wer weiß, vieleicht kommt ja doch noch was, aber hätte nicht sein müssen. Lieber kurz und abgeschlossen, als das.
Toonstruck: Das war ja ein ganz seltsamer Sonderfall. Im Endeffekt haben wir das Spiel ja überhaupt nur bekommen, weil es geteilt wurde. Es wurde viel zu teuer und um das, was da war, überhaupt noch rauszubringen, haben sie es eben geteilt und ich meine am Ende so umgestrickt, dass es wenigstens halbwegs als Abschluss funktioniert. Bin jetzt nicht besonders glücklich mit dem Ende, aber es geht. Schade halt, dass die Fortsetzung nie kam - ist letztendlich auch ein Ergebnis von Fehlplanung.
Simon 2 - Fieses Ende und passt zum Spiel. Und damals war ja auch eine echte Fortsetzung geplant und die Simon-Reihe lief ja extrem gut. Fehler war halt, nicht sofort die Fortsetzung nachzuschieben, sondern erst Floyd rauszubringen. Das war ja dann ein Flop und Simon 3 wollte niemand mehr finanzieren (3D Wahn) und das was dann letztendlich kam war ja nicht mehr die eigentlich geplante Fortsetzung, sondern etwas komplett anderes.
Ergebnis aus heutiger Sicht: Brutales Cliffhanger-Ende, das nie richtig aufgelöst wurde. Ärgert mich bis heute, aber muss man halt leider so hinnehmen. Aus damaliger Produktionssicht war das Ende aber passend und hätte mit der echten Fortsetzung zusammen vermutlich auch gut funktioniert.
Monkey Island 2: Würde nicht mal sagen, dass das überhaupt ein Cliffhanger ist. Denke, genau DAS sollte das Ende des Spiels und der Serie sein. War eben ein Meta-Kommentar. Zum Cliffhanger wurde es dann durch Teil 3, der es nachträglich umgedeutet hat (habe ich auch nichts gegen, liebe Teil 3, durfte der ruhig machen).
Larry 7: Das war kein Cliffhanger. Das Spiel ist abgeschlossen. Das Ende das man sieht, wenn man alles perfekt gelöst hat mit allen Punkten und Easter Eggs ist ein Bonus. Ein letzter Gag + Ausblick auf Teil 8 - übrigens ein Super-Bonus. Mag ich sehr.
Zur Einordnung:
Das gerne genommene Paradebeispiel für einen gelungenen Cliffhanger-Mehrteiler: Den Herrn der Ringe, zähle ich übrigens nicht als Cliffhanger, das war ein einziges Buch (wurde von Tolkien auch so fertiggestellt). Wurde halt nur wegen der besseren Lesbarkeit vom Verlag in mehreren Teilen veröffentlicht (die allerdings auch immer zusammen verkauft werden).
Mit einer Ankündigung a la "James Bond will be back in..." habe ich keine Probleme, solange die Geschichte, die gerade erzählt wurde, abgeschlossen ist. Ist ja dann eigentlich auch kein Cliffhanger, mehr ein Versprechen, dass die Figur noch was erleben soll. Bei Indy und James Bond funktioniert sowas ja auch ganz gut, sind ja von der Anlage her bereits Serienfiguren.
- Paragon
- Logik-Lord

- Beiträge: 1203
- Registriert: 05.07.2021, 13:57
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Kann ich nur vollkommen Widersprechen. Das Spiel war ja geplant und Al Lowe hat ja irgendwann sogar mal den Plot für Teil 8 (Lust in Space) geleakt. Es würde mich weniger stören wäre dieses Spiel nicht so ziemlich der einzige der Reihe der einen klare Fortsetzung angedeutet hatte.
Ja, wobei a Yampyre Story ja nun nach... etwa 100 Jahren(?) seine Fortsetzung bekommen soll oder? Wer kennt da wohl noch Teil 1?k0SH hat geschrieben: ↑17.06.2026, 22:29 Leider fallen beim Thema erst mal Negativbeispiele ein.
Neben den bereits genannten weitere Titel wie:
- A Vampyre Story
Aber am besten Story abschließen, Deckel drauf und fertig.
Das war besonders bei den Episoden-Titeln, die nicht von Anfang komplett finanziert waren, ein Alptraumthema.
Nie wusste man ob die Story a) überhaupt zuende erzählt wird und b) selbst wenn dann auch so wie geplant? Häufig ging das Geld aus und wurde weniger und das hat man dann späteren Episoden angemerkt an Qualität und Umfang.
Das Problem ist bei manchen Spielen wohl das sie viel erzählen wollen, es gibt soooooviele Adventures die einen ersten Akt haben der soooooooooooo lange und sooooooooooooooo ausufernd ist und der dritte Akt ist lustigerweise dann keine 30 Minuten lang, ich kenne allgemein eine Menge Adventures wo man sagt "Na Moment, Am Ende ging das aber fix"
Zuletzt geändert von Paragon am 18.06.2026, 12:21, insgesamt 1-mal geändert.
- SpionAtom
- Logik-Lord

- Beiträge: 1040
- Registriert: 31.01.2019, 10:29
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Ein offenes Ende muss für mich kein Cliffhanger sein.
Einem offenen Ende kann durchaus eine abgeschlossene Handlung vorangehen.
Ein Teaser ist auch nichts zwangsläufig ein offenes Ende oder ein Cliffhanger, es ist eine Ankündigung.
Monkey Island 2 ist die Geschichte von der Rache LeChucks an Guybrush - steht ja sogar im Titel. Am Ende entgeht Guybrush der Rache, damit ist die Geschichte erstmal abgeschlossen. Aber dennoch ist das Ende offen gestaltet, da zum Schluss diese neue Ebene aufgemacht wird, jedoch wirkt sich diese Ebene nicht auf die bereits erzählte Geschichte aus.
Auch bei Syberia 1 würde ich von einem offenen Ende sprechen. Die Geschichte ist die Suche Kates nach Hans Voralberg. Und damit hat diese Geschichte einen klaren Rahmen. Ihre Reise allerdings geht gerade erst los am Ende und man fragt sich wieder, wie es wohl weitergeht mit ihr.
So ein richtiges Cliffhanger-Ende fällt mir gerade gar nicht ein.
Ein Cliffhanger ist für mich, wenn mitten im Geschehen unterbrochen ist. Wenn Fragen offen bleiben, die man sich nicht erst nur gegen Ende stellt. Wenn ein Ziel nicht erreicht wird, von dem man ausging, man würde es erreichen.
Vielleicht ist das Ende von Simon 2 eine Mischung aus Teaser und Cliffhanger. Wenn man die Perspektive einnimmt, dass die Geschichte erzählen soll, wie Simon die Welt rettet, dann ist die Geschichte noch nicht beendet. Wenn man die Perspektive einnimmt, die Geschichte erzählt die verrückte Reise von Simon in der Fantasywelt und den Versuch Zordid aufzuhalten, dann könnte man zumindest sagen, dies Kapitel wurde beendet.
Bestimmt gab es in einem der vielen Deponia-Teil ein Cliffhanger-Ende. Da ist sowas auch okay, da es übergeordnet noch diese Gesamthandlung gibt.
Wenn es am Ende heißt: "James Bond will be back in..."
dann ist es lediglich ein Teaser auf eine Fortsetzung und gibt der Geschichte nichts hinzu.
Nun, es ist alles sehr subjektiv. Ich habe meine Ansichten diesbezüglich auch bestimmt schon mehrfach geändert.
Bei MI2 habe ich mich damals auch über das Ende geärgert, weil ich dachte, da fehlt doch was.
Mittlerweile finde ich das Ende okay.
Einem offenen Ende kann durchaus eine abgeschlossene Handlung vorangehen.
Ein Teaser ist auch nichts zwangsläufig ein offenes Ende oder ein Cliffhanger, es ist eine Ankündigung.
Monkey Island 2 ist die Geschichte von der Rache LeChucks an Guybrush - steht ja sogar im Titel. Am Ende entgeht Guybrush der Rache, damit ist die Geschichte erstmal abgeschlossen. Aber dennoch ist das Ende offen gestaltet, da zum Schluss diese neue Ebene aufgemacht wird, jedoch wirkt sich diese Ebene nicht auf die bereits erzählte Geschichte aus.
Auch bei Syberia 1 würde ich von einem offenen Ende sprechen. Die Geschichte ist die Suche Kates nach Hans Voralberg. Und damit hat diese Geschichte einen klaren Rahmen. Ihre Reise allerdings geht gerade erst los am Ende und man fragt sich wieder, wie es wohl weitergeht mit ihr.
So ein richtiges Cliffhanger-Ende fällt mir gerade gar nicht ein.
Ein Cliffhanger ist für mich, wenn mitten im Geschehen unterbrochen ist. Wenn Fragen offen bleiben, die man sich nicht erst nur gegen Ende stellt. Wenn ein Ziel nicht erreicht wird, von dem man ausging, man würde es erreichen.
Vielleicht ist das Ende von Simon 2 eine Mischung aus Teaser und Cliffhanger. Wenn man die Perspektive einnimmt, dass die Geschichte erzählen soll, wie Simon die Welt rettet, dann ist die Geschichte noch nicht beendet. Wenn man die Perspektive einnimmt, die Geschichte erzählt die verrückte Reise von Simon in der Fantasywelt und den Versuch Zordid aufzuhalten, dann könnte man zumindest sagen, dies Kapitel wurde beendet.
Bestimmt gab es in einem der vielen Deponia-Teil ein Cliffhanger-Ende. Da ist sowas auch okay, da es übergeordnet noch diese Gesamthandlung gibt.
Wenn es am Ende heißt: "James Bond will be back in..."
dann ist es lediglich ein Teaser auf eine Fortsetzung und gibt der Geschichte nichts hinzu.
Nun, es ist alles sehr subjektiv. Ich habe meine Ansichten diesbezüglich auch bestimmt schon mehrfach geändert.
Bei MI2 habe ich mich damals auch über das Ende geärgert, weil ich dachte, da fehlt doch was.
Mittlerweile finde ich das Ende okay.
Spiele jetzt das Mini-Adventure über eine Oma und ihre Haushalts-Aufgaben:
https://spionatom.itch.io/oma-inge
https://spionatom.itch.io/oma-inge
-
Marder001
- Verpackungs-Wegwerfer

- Beiträge: 50
- Registriert: 02.10.2024, 18:36
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Zu Paragon: Larry 7 - ja, kann man so sehen, wenn man so will.
Das Spiel als solches ist aber trotzdem abgeschlossen. Larry hat alles erreicht, was er wollte. Das Schiff fährt in den Sonnenuntergang und Schluss. Es ist sogar so, dass das das Ende ist, was die meisten ursprünglich gesehen haben dürften - ich auch, von dem Bonus habe ich erst später erfahren - es ist eben der eigentliche Abschluss der Geschichte. Wenn man alles perfekt löst, bekommt man den Teaser auf Teil 8 als Belohnung eben als Bonus zusätzlich.
Netter Gag UND ein Teaser, klar. Und sogesehen auch ein Cliffhanger - aber mehr in dem Sinne: Wir machen einen neuen Teil, freut euch drauf. Finde ich in dem Fall nicht schlimm, da anders als etwa bei Simon 2 wirklich alles aus der eigeentlichen Geschichte beendet ist, da hängt nichts in der Luft. Nur die 100% Spieler bekommen halt einen Teaser, der blöderweise nie aufgelöst wurde.
Das Spiel als solches ist aber trotzdem abgeschlossen. Larry hat alles erreicht, was er wollte. Das Schiff fährt in den Sonnenuntergang und Schluss. Es ist sogar so, dass das das Ende ist, was die meisten ursprünglich gesehen haben dürften - ich auch, von dem Bonus habe ich erst später erfahren - es ist eben der eigentliche Abschluss der Geschichte. Wenn man alles perfekt löst, bekommt man den Teaser auf Teil 8 als Belohnung eben als Bonus zusätzlich.
Netter Gag UND ein Teaser, klar. Und sogesehen auch ein Cliffhanger - aber mehr in dem Sinne: Wir machen einen neuen Teil, freut euch drauf. Finde ich in dem Fall nicht schlimm, da anders als etwa bei Simon 2 wirklich alles aus der eigeentlichen Geschichte beendet ist, da hängt nichts in der Luft. Nur die 100% Spieler bekommen halt einen Teaser, der blöderweise nie aufgelöst wurde.
-
Der traurige Clown
- Hobby-Archäologe

- Beiträge: 100
- Registriert: 26.04.2017, 09:38
- DavidMcNamara
- Logik-Lord

- Beiträge: 1472
- Registriert: 08.04.2011, 19:35
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Immerhin sind noch Tag of Joy ("Crowns and Pawns: Kingdom of Deceit") mit im Boot - das lässt zumindest hoffen.Der traurige Clown hat geschrieben: ↑20.06.2026, 11:00
Bin zuversichtlich, dass Bill das auch noch in den Sand setzt.
- Paragon
- Logik-Lord

- Beiträge: 1203
- Registriert: 05.07.2021, 13:57
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Marder001 hat geschrieben: ↑18.06.2026, 13:35 Zu Paragon: Larry 7 - ja, kann man so sehen, wenn man so will.
Das Spiel als solches ist aber trotzdem abgeschlossen. Larry hat alles erreicht, was er wollte. Das Schiff fährt in den Sonnenuntergang und Schluss. Es ist sogar so, dass das das Ende ist, was die meisten ursprünglich gesehen haben dürften - ich auch, von dem Bonus habe ich erst später erfahren - es ist eben der eigentliche Abschluss der Geschichte. Wenn man alles perfekt löst, bekommt man den Teaser auf Teil 8 als Belohnung eben als Bonus zusätzlich.
Netter Gag UND ein Teaser, klar. Und sogesehen auch ein Cliffhanger - aber mehr in dem Sinne: Wir machen einen neuen Teil, freut euch drauf. Finde ich in dem Fall nicht schlimm, da anders als etwa bei Simon 2 wirklich alles aus der eigeentlichen Geschichte beendet ist, da hängt nichts in der Luft. Nur die 100% Spieler bekommen halt einen Teaser, der blöderweise nie aufgelöst wurde.
Mich hatte es halt gestört, da Teil 5 und 6 keinen Cliffhanger hatten, und ich fand es unsagbar angenehm das Teil 7 eine Nacht NACH Teil 6 startete, das hatte er garnicht nötig.
Wieso wirkt sich die Ebene nicht aus? "Alles war nur ein Traum" war die Kernidee dieses Endes damals, ich weiß genau wie wir auf dem Pausenhof debattierten ob Teil 1 dann nur eine Quatschfantasie war. Ich weiß auch noch das ich immens enttäuscht war als Teil 3 dann "irgendwo" startete und das seltsame Ende von Teil 2 erst am Ende erklärte. Natürlich war das Edne denkwürdig, befriedigend aber eigentlich eher wenigerSpionAtom hat geschrieben: ↑18.06.2026, 12:21
Monkey Island 2 ist die Geschichte von der Rache LeChucks an Guybrush - steht ja sogar im Titel. Am Ende entgeht Guybrush der Rache, damit ist die Geschichte erstmal abgeschlossen. Aber dennoch ist das Ende offen gestaltet, da zum Schluss diese neue Ebene aufgemacht wird, jedoch wirkt sich diese Ebene nicht auf die bereits erzählte Geschichte aus.
- SpionAtom
- Logik-Lord

- Beiträge: 1040
- Registriert: 31.01.2019, 10:29
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Die Ebene wirkt sich insofern nicht aus, als dass sie die Geschichte nicht wirklich maßgeblich verändert.
Ich gebe zu, bei Thimbleweed Park hat mich das insgesamt mehr gestört, obwohl es ähnlich angelegt war. Allerdings hatte Thimbleweed Park das Ende auch zwischenzeitlich schon mehr angeteasert als MI2.
Aber ja, auch ich werde wild mitdiskutiert haben, was das Ende nun zu bedeuten habe. Und befriedigt hat es mich auch nicht wirklich.
Da ich nun aber ü40 und grau bin, sehe ich das ganze gelassener. Die Geschichte, die Szenen, die Charaktere, die Atmosphäre und die Jokes sind immer noch super - das Ende macht mir das nicht kaputt.
Ich gebe zu, bei Thimbleweed Park hat mich das insgesamt mehr gestört, obwohl es ähnlich angelegt war. Allerdings hatte Thimbleweed Park das Ende auch zwischenzeitlich schon mehr angeteasert als MI2.
Aber ja, auch ich werde wild mitdiskutiert haben, was das Ende nun zu bedeuten habe. Und befriedigt hat es mich auch nicht wirklich.
Da ich nun aber ü40 und grau bin, sehe ich das ganze gelassener. Die Geschichte, die Szenen, die Charaktere, die Atmosphäre und die Jokes sind immer noch super - das Ende macht mir das nicht kaputt.
Spiele jetzt das Mini-Adventure über eine Oma und ihre Haushalts-Aufgaben:
https://spionatom.itch.io/oma-inge
https://spionatom.itch.io/oma-inge
-
Der traurige Clown
- Hobby-Archäologe

- Beiträge: 100
- Registriert: 26.04.2017, 09:38
Re: Cliffhanger-Enden in Point & Click Spielen?
Zumal wir im letzten Monkey Island dann Rons Idee der Auflösung präsentiert bekamen und die war echt lahm (Zumal ich keine Sekunde glaube, dass dies seine ursprüngliche Idee war, sondern dass er die offensichtlichen Erwartungen einfach pseudo-schlau unterwandern wollte.)SpionAtom hat geschrieben: ↑22.06.2026, 16:53 Die Ebene wirkt sich insofern nicht aus, als dass sie die Geschichte nicht wirklich maßgeblich verändert.
Ich gebe zu, bei Thimbleweed Park hat mich das insgesamt mehr gestört, obwohl es ähnlich angelegt war. Allerdings hatte Thimbleweed Park das Ende auch zwischenzeitlich schon mehr angeteasert als MI2.
Aber ja, auch ich werde wild mitdiskutiert haben, was das Ende nun zu bedeuten habe. Und befriedigt hat es mich auch nicht wirklich.
Da ich nun aber ü40 und grau bin, sehe ich das ganze gelassener. Die Geschichte, die Szenen, die Charaktere, die Atmosphäre und die Jokes sind immer noch super - das Ende macht mir das nicht kaputt.

