„Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Sternchen » 09.09.2018, 01:40

regit hat geschrieben:
09.09.2018, 01:12
Einer mit eigener Praxis kann selbst entscheiden, ob er das anbietet oder nicht, aber ein Klinikarzt?

Das weiß ich leider nicht, aber es gibt Abtreibungskliniken.
Denke mal private, denn Kosten für eine Abtreibung deckt die Krankenkasse nicht, zumindest in Österreich nicht, wie es da gesetzlich in Deutschland aussieht weiß ich nicht.
Sprich ob bei Notfällen, eine Beteiligung demjenigen dann zusteht, oder ob er den vollen Betrag selbst bezahlen muss.

Joey was mir hilft ist nicht nur Helligkeit runterdrehen etwas, ein wenig den Schriftgrad vergrößern beim Broswer kann auch schon sehr entlasten, und es hat keine Eile die Links kannst du morgen auch noch angucken. :wink:
Mein Wesen definiert sich durch mein Ich.
Durch meine Taten nicht nur durch das Reden anderer über mich.

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Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld

Beowulf

Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Beowulf » 09.09.2018, 02:29

@Sternchen:
Du siehst es als Mord an, andere nicht und genau darin liegt der Unterschied.
Es gibt nicht nur schwarz/weiß denken, entweder oder sondern auch Grauzonen.
Dann müssen mir diese Menschen ganz genau erklären, warum es KEIN Mord ist... und sich nicht damit herausreden, das sie ach so arme Opfer sind.
Das wäre eine Option ja, aber sollte nur unter der Vorrausetzung passieren das die Mütter sich freiwillig für eine Geburt entschieden haben, sonst hätte das ganze wieder den bitteren Beigeschmack von Zwang und Unterwerfung.
Das finde ich nicht. Sobald ein Paar Sex betreibt, bei dem ein Penis in eine Vagina eingeführt wird, dabei sowohl Mann als auch Frau nicht sterilisiert sind und wissen, dass trotz Verhütung etwas falsch gehen kann, gehen BEIDE ein BEWUSSTES Risiko ein. Und für dieses Risiko sollten erwachsene Menschen selber die Verantwortung übernehmen, nicht das ungeborene Kind.
Ich würde meiner Freundin ins Gewissen reden zu versuchen, und zu hoffen das das hilft das sie mit dem Fremdgehen aufhört.
Aber nicht mich in die Beziehung einmischen, weil ich nicht Schuld dran sein will, wenn es dann zu einer Trennung kommt.
Da kommen wir der Sache schon etwas näher. Einmischung ist nicht unbedingt erforderlich, es geht ja nur um das Verhältnis von dir zu deiner Freundin. Und nein, du bleibst da eben nicht tatenlos. Was du nicht geklärt hast, ist wie du in Zukunft zu dieser notorischen Fremdgeherin stehen würdest... angenommen, sie allein wäre schuld.
Und nein ich finde Fremdgehen immer noch falsch, aber das zeigt wieder es gibt nicht für immer alles die perfekte Lösung, auch wenn dir das nicht in den Kram passt, und du gern den moralischen Zeigefinger auf andere richtest, als ob du fehlerfrei und perfekt wärst und das immer.
Eine billige Unterstellung. Ich verlange keine Perfektion, weder von mir noch von anderen. Aber zu seinen Fehlern stehen sollte man schon.
Es ist ja soviel leichter nicht, einfach jeden als Opfer zu schimpfen der es wagt anders zu denken als Du.
Unsinn. Ich schimpfe nicht auf Andersdenkende, sondern auf Menschen die unlogisch und emotional argumentieren und sich selber immer als Opfer darstellen, wenn man sie auf genau dies hinweist.
Im Klartext jede Frau hat laut dir zu gebären,damit sie deine überzogenen Ansprüche zufrieden stellt.
Ebenso Unsinn. Wenn eine Frau nicht gebären will, macht sie eben mal die Beine zu... oder lässt sich sterilisieren. Das ist ganz einfach.
Mehr als wie mich Opfer zu schimpfen und als schlechten bösen Menschen verkaufen zu wollen, der nur emotional argumentieren kann, kannst du offenbar argumentativ sonst nichts.
Wieder Unsinn. Du nennst dich selber Opfer und kannst einfach mit logischen Argumenten nichts anfangen, das ist das Problem.
Da haben wir es wieder alles was Beowulf sagt ist richtig, alles was andere sagen unlogisch, falsch und wird ins lächerliche gezogen.
Kein weiterer Kommentar mehr zu dem ganzen.
Wie gesagt, Logik ist anscheinend etwas, was dir vollkommen zuwider läuft. Das Abtreibungsrecht und Verhütung sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Wer das nicht differenzieren kann, ist zu einer sachlichen Debatte nicht fähig.
Dir kommt es ja sehr gelegen ein Kind was nicht mal deines ist, für deine Argumente zu benutzen, das du damit hoffst durchboxen zu können das der Mann das alleinige Entscheidungsrecht bei Schwangerschaften erhalten wird.
Was mit der Frau ist, seien wir mal so ehrlich ist dir egal, das hat deine Argumentation immer wieder und deutlich bewiesen.
Da sieht man mal wieder wie scheinheilig du bist. Ich habe nie gesagt, dass der Mann das alleinige Entscheidungsrecht haben soll. Aber wenn Frauen alleine bestimmen können was Missbrauch ist oder wann ein Kind abgetrieben wird, dann ist für dich alles ok.
1600€ sind ja echt ein Schäppchen.
Ein Kind kostet mehr als wie ein Smartphone oder ein neuer Tv, schon mal je bemerkt wieviele unter der Armutsgrenze leben?
Na, Sternchen ist ja echt eine Schnellmerkerin. Sie hat gemerkt, dass es Armut in Deutschland gibt. Und dass ein Kind mehr kostet als 1600€. Und nun?
Das ist auch ein Grund wieso Geburtenraten zurückgegangen sind.
Seltsam, dass die Geburtenrate vor allem bei hochgebildeten, reichen Menschen zurückgegangen ist. Aber rede dir ruhig weiterhin dein Weltbild schön.
Na und? Das seid ihr Männer schließlich biologisch auch dazu ausgelegt Kinder zeugen zu können.
Das du jeden unters Messer legen willst was weiblich ist, oder ihr den Sex verbieten willst, oder sie auf eine Stufe stellst, mit einer die ständig mit jedem ins Bett hüpft, ist echt das letzte.
Was soll denn diese Unterstellung? Die Frau kann ja genau so gut sagen: "Ich habe nur mit sterilisierten Männern Sex!" Und willst du etwa behaupten, dass es keine Frauen gibt die z.B. in den Nachtclub gehen mit dem Ziel, von jemanden "abgeschleppt" zu werden? Wenn aber eine langfristige Beziehung besteht, einer der Partner sich zur Sterilisation entschließt (da kein Kinderwunsch), dann kann man sich doch gerne austoben. Und ist eine Abtreibung etwa kein chirurgischer Eingriff, der gesundheitliche Risiken birgt? Du machst dir das alles viel zu einfach.
Laut dir dürfen also nur noch Menschen Sex haben die eine Familie gründen wollen.
Nein, aber wenn die Verhütung fehlschlägt dann passiert eben etwas, was sie NICHT wollen, müssen aber trotzdem damit leben. Dadurch geht die Welt nicht unter... und wer weiß, vielleicht findet das Paar am Ende das ganze doch gut.
Hallo Mittelalter lässt grüßen, und ja exakt das sagt deine Argumentation aus, aber winde dich ruhig wieder raus.
Das muss ich mir von jemanden, der in absolut vorsintflutlicher Manier die Konsequenzen seines Handelns nicht tragen will, garantiert nicht sagen lassen.
Du würdest doch schon die Pille danach als ein Verbrechen empfinden.
Nein, sie ist äußerst direkt. Man hat bemerkt dass die Verhütung fehlgeschlagen ist, oder es ist sogar eine Frau vergewaltigt worden. Das ist doch ein sinnvoller Kompromiss.
Sprichst du da aus Erfahrung?
Glaube nicht das du für jeden Menschen beurteilen kannst wie ausschweifend oder nicht ausschweifend deren Sexleben ist.
Deine Argumentation sagt doch folgendes: Du würdest über Leichenberge für Sex ohne Folgen gehen. Es sind zwar "nur" die Leichen von ungeborenen Kindern, aber immerhin, so abgebrüht muss man erst mal sein.
Jemand der verhütet will keine Kinder zeugen, sonst täte er nicht verhüten.
Auf den Gedanken kommst du wohl erst gar nicht, wenn du von jedem forderst er hat gefälligst zu gebären.
Wieder ein Indiz dafür, dass du zur Logik nicht fähig bist. Jeder weiß, dass Verhütung nicht hundertprozentig sicher ist, richtig? Wenn also jemand zu hundert Prozent sicher sein will dass kein Kind dabei rauskommt, der weiß, dass normale Verhütung nicht ausreicht und er auf diese Weise keinen Sex ausüben kann. Das wäre logisch und konsequent. Wer aber trotzdem das Risiko eingeht, der muss eben die Konsequenzen tragen.
Ja muss echt schlimm sein, wenn jemand Werte und eine Moral hat, aber dir es nicht gelingt diesen Menschen als gegenteiliges dar zu stelllen.
Warum sollte ich das? Ich finde es einfach nur ermüdend, wie Menschen sich ständig immer als gut darstellen müssen. Und wenn du Worte wie Werte und Moral in den Mund nimmst, da kann ich nur schmunzeln. :)
Es gibt genug alleinerziehende Mütter und Väter die oft mit ihrer Situation überfordert sind, zumal was bringt es wenn ein Kind geboren wird wenn es dann nicht von seinen Eltern geliebt wird?
Sowas passiert immer wieder. Aber wenn das Kind schon mal da ist, sollte die Liebe der Eltern nicht das alleinige Existenzrecht des Kindes sein. Klar ist es schade, wenn ein Kind von den Eltern abgewiesen wird, aber es bedeutet nicht, dass dieses kein erfülltes und glückliches Leben z.B. bei Pflegeeltern haben kann.
Es gibt ergo auch den umgekehrten Fall und wieso soll sie immer seinen Wunsch nachgeben wenn sie gar nicht zb will?
Richtig, von dem Mann trennen und tschüss!
Das klappt nur dann das sie dann das Kind gebärt ist wenn beide Seiten dem zustimmen.
Zumal das ganze wie ein Gerichtsverfahren dann zu gestalten, klingt ehrlich gesagt haarsträubend, und sehr nervenaufreibend.
Was meinst du, wie haarsträubend das momentan bei vielen Gerichtsverfahren bezüglich angeblicher Vergewaltigung ist?
Man kann es bis zum 3 Monat als Embyros töten auslegen, oder als Nicht Mord.
Ich kann dem Artikel hier nur zustimmen und sehe Abtreibung bis zum 3 Monat als nicht Mord an:
Nun, was den Artikel angeht, möchte ich vor allem folgende Stelle hervorheben:
"Wollte unsere Gesellschaft wirklich tun, was sie vorgibt zu wollen, nämlich das Ungeborene wirksam schützen, gäbe es dafür nur einen einzigen Weg: eine Wirklichkeit zu schaffen, in der ein Kind eben nicht zur wirtschaftlichen und menschlichen Pression für die Mutter wird. Doch davon war bisher in keiner Diskussion die Rede."

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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Sternchen » 09.09.2018, 03:10

Beowulf du beweist echt schon zur Hälfte genug was dein Ziel ist: mich schlecht machen. Ich spare mir eine Antwort, verdreh weiterhin alles, was ich sage ins negative.
Ich diskutiere nicht mit jemand der nur in einer Tour beleidigt, und mich als schlecht, überemotinal, unlogisch Scheinheilig hinstellen will, und als Opfer,was ich nicht bin.
Meine Meinung bleibt und habe gesagt was zu sagen ist.
Mein Wesen definiert sich durch mein Ich.
Durch meine Taten nicht nur durch das Reden anderer über mich.

Zitat von Mir.

Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Rasenmäher78 » 09.09.2018, 05:45

Sternchen hat geschrieben:
07.09.2018, 18:15
Absolut keiner will noch eine Abtreibung nach dem 3 Monat, weil man dann leider wirklich von MORD sprechen kann, und ich glaube nicht das irgendjemand befürworten würde.
Das wäre haarsträubend.
Joey hat geschrieben:
08.09.2018, 23:22
Und.. Abtreibung ist nie Mord. Ich kann da keine wirklich niederen Beweggründe sehen. (ala: Bäh, ich hasse dieses ungeborene Kind so sehr, daß ich will, daß es stirbt! Und das möglichst unter vielen Schmerzen! Oder was man sich da immer auch vorstellen könnte bei einem ungeborenen Kind.)
Sternchen hat geschrieben:
08.09.2018, 15:42
Man kann es bis zum 3 Monat als Embyros töten auslegen, oder als Nicht Mord.
Danach ja keine Frage, weil da die Organe und das Gehirn entwickelt sind früher nicht.
Sorry, wenn ich mich kurz einmischen muss, auch wenn es eigentlich alles Off-Topic ist.
Wenn in der Schwangerschaft eine Behinderung (wie z.B. Trisomie 21) festgestellt wird, darf die Mutter auch nach dem 3. Monat abtreiben. Und zwar theoretisch bis zum Entbindungstermin!
Ist das für euch auch kein Mord? Für mich schon. Oder ist dieses Kind weniger wert, nur weil es "anders" ist?
Wo ist der Unterschied zur Mutter, die nach der Geburt sagt "Ach, das Kind will ich nicht - ich stopfe es einfach hier in die Mülltonne...".
Es ist übrigens tatsächlich so, dass über 90% der Mütter, bzw. der Familien, die erfahren, dass ihr Kind behindert auf die Welt kommen wird, sich für eine Abtreibung entscheiden. 90%!
Da kommt mir das Kotzen...
Ich mag meine Familie kochen und meine Katze.
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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon regit » 09.09.2018, 08:30

Rasenmäher78 hat geschrieben:
09.09.2018, 05:45

Sorry, wenn ich mich kurz einmischen muss, auch wenn es eigentlich alles Off-Topic ist.
Wenn in der Schwangerschaft eine Behinderung (wie z.B. Trisomie 21) festgestellt wird, darf die Mutter auch nach dem 3. Monat abtreiben. Und zwar theoretisch bis zum Entbindungstermin!
Ist das für euch auch kein Mord? Für mich schon. Oder ist dieses Kind weniger wert, nur weil es "anders" ist?
Wo ist der Unterschied zur Mutter, die nach der Geburt sagt "Ach, das Kind will ich nicht - ich stopfe es einfach hier in die Mülltonne...".
Es ist übrigens tatsächlich so, dass über 90% der Mütter, bzw. der Familien, die erfahren, dass ihr Kind behindert auf die Welt kommen wird, sich für eine Abtreibung entscheiden. 90%!
Da kommt mir das Kotzen...
Kann Dir da nur zustimmen. Jeder kennt wohl die Geschichte von Tim. Damit sowas nicht noch mal passiert, bekommen sie jetzt bereits im Mutterleib die Todesspritze. Grausam kann ich da nur sagen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Oldenburger_Baby

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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Sternchen » 09.09.2018, 10:13

Rasenmäher78 hat geschrieben:
09.09.2018, 05:45
Sternchen hat geschrieben:
07.09.2018, 18:15
Absolut keiner will noch eine Abtreibung nach dem 3 Monat, weil man dann leider wirklich von MORD sprechen kann, und ich glaube nicht das irgendjemand befürworten würde.
Das wäre haarsträubend.
Joey hat geschrieben:
08.09.2018, 23:22
Und.. Abtreibung ist nie Mord. Ich kann da keine wirklich niederen Beweggründe sehen. (ala: Bäh, ich hasse dieses ungeborene Kind so sehr, daß ich will, daß es stirbt! Und das möglichst unter vielen Schmerzen! Oder was man sich da immer auch vorstellen könnte bei einem ungeborenen Kind.)
Sternchen hat geschrieben:
08.09.2018, 15:42
Man kann es bis zum 3 Monat als Embyros töten auslegen, oder als Nicht Mord.
Danach ja keine Frage, weil da die Organe und das Gehirn entwickelt sind früher nicht.
Sorry, wenn ich mich kurz einmischen muss, auch wenn es eigentlich alles Off-Topic ist.
Wenn in der Schwangerschaft eine Behinderung (wie z.B. Trisomie 21) festgestellt wird, darf die Mutter auch nach dem 3. Monat abtreiben. Und zwar theoretisch bis zum Entbindungstermin!
Ist das für euch auch kein Mord? Für mich schon. Oder ist dieses Kind weniger wert, nur weil es "anders" ist?
Wo ist der Unterschied zur Mutter, die nach der Geburt sagt "Ach, das Kind will ich nicht - ich stopfe es einfach hier in die Mülltonne...".
Es ist übrigens tatsächlich so, dass über 90% der Mütter, bzw. der Familien, die erfahren, dass ihr Kind behindert auf die Welt kommen wird, sich für eine Abtreibung entscheiden. 90%!
Da kommt mir das Kotzen...
Hast du eine Ahnung Wieviel Menschen es mit Down-Syndrom gibt? Mehr als genug. Diese Menschen sind allein nicht überlebensfähig.
Familie mit Down-SyndromKindern kriegen,auch kaum finanzielle Hilfe.
Behindertenheime die kriegen null Unterstützung dafür, die Familien zumindest sehr wenig. Grausam was mit Down Syndrom Leuten passiert,wenn ihre Familie mal stirbt,
Ist das etwa nicht tragisch oder weniger schlimm?
Je mal daran gedacht? Tut mir leid verurteilen kann jeder/jede leicht. Seit ihr mal in so einer Situation : Lebenslang. Das heißt ständige Belastung für den der den andern pflegt, immer bis zu den Tag wo er/sie stirbt. Das kann jemand seelisch mehr als nur belasten. Ist das nicht schlimm?

Ist das nicht grausam Down Syndrom zu haben?und es gibt noch andere geistige Behinderungen.
Ich würde nicht Down Syndrom haben wollen,
Mein Wesen definiert sich durch mein Ich.
Durch meine Taten nicht nur durch das Reden anderer über mich.

Zitat von Mir.

Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Rasenmäher78 » 09.09.2018, 11:40

Sternchen hat geschrieben:
09.09.2018, 10:13
Hast du eine Ahnung Wieviel Menschen es mit Down-Syndrom gibt? Mehr als genug.
Ist das dein Ernst? Rechtfertigt dies das Töten von Kindern???? Weil es mehr als genug gibt?
Die meisten Kinder mit Behinderung (muss ja nicht Down-Syndrom sein) gibt es übrigens, weil es eben nicht vor der Geburt festgestellt wurde und man das Kind darum nicht einfach umbringen konnte.

Sternchen hat geschrieben:
09.09.2018, 10:13
Familie mit Down-SyndromKindern kriegen,auch kaum finanzielle Hilfe.
Behindertenheime die kriegen null Unterstützung dafür, die Familien zumindest sehr wenig.
Ich weiß nicht, wie das in Österreich ist, in Deutschland übernimmt die Krankenkasse im Normalfall (fast) alle entstehenden Kosten.
Zumindest solange die Personen nicht volljährig sind.

Sternchen hat geschrieben:
09.09.2018, 10:13
Grausam was mit Down Syndrom Leuten passiert,wenn ihre Familie mal stirbt,
Ist das etwa nicht tragisch oder weniger schlimm?
Was meinst du? Was passiert dann?

Sternchen hat geschrieben:
09.09.2018, 10:13
Tut mir leid verurteilen kann jeder/jede leicht. Seit ihr mal in so einer Situation : Lebenslang. Das heißt ständige Belastung für den der den andern pflegt, immer bis zu den Tag wo er/sie stirbt. Das kann jemand seelisch mehr als nur belasten. Ist das nicht schlimm?
Falls du es genau wissen willst, bin ich in genau dieser Situation. Und wir wären froh, wenn es sich "nur" um Trisomie 21 handeln würde.
2 Monate vor dem Geburtstermin unseres 2. Kindes wurde festgestellt, dass es nicht gesund sein wird. Wir wurden gefragt, ob wir das Kind behalten wollen. Ehrlich gesagt fand ich den Gedanken deswegen abzutreiben, völlig absurd und es war keine Sekunde auch nur ein Thema. Ich war geschockt, als ich erfahren habe, wie viele Menschen sich dafür entscheiden.
Natürlich hat unser Sohn unser Leben völlig auf den Kopf gestellt, meine Frau ist seit der Geburt vor zweieinhalb Jahren daheim und pflegt ihn und dennoch leben wir so gut es geht normal weiter und versuchen, unseren Kindern jeden Tag so schön wie möglich zu machen. Ich würde meinen Sohn nicht gegen irgendein gesundes Kind eintauschen wollen. Er ist sehr glücklich in seiner kleinen Welt.
Es ist eine Herausforderung, die wir bereits in dem Moment übernommen haben, als wir uns entschieden haben, nochmal ein Kind zu bekommen. Wir haben es uns auch anders vorgestellt, aber man kann sich doch nicht für eine späte Abtreibung entscheiden, nur weil nicht das Kind herauskommt, das man sich gewünscht hat? Ist das nicht zu einfach? Was ist, wenn das Kind irgendwann durch einen Unfall behindert wird? Dann kann mal doch auch nicht mehr sagen, dass man es nicht mehr haben will..

Sternchen hat geschrieben:
09.09.2018, 10:13
Ist das nicht grausam Down Syndrom zu haben?und es gibt noch andere geistige Behinderungen.
Ich würde nicht Down Syndrom haben wollen,
Natürlich nicht. Keiner will das. Aber hast du schon mal mit Menschen mit Down-Syndrom (um bei deinem Beispiel zu bleiben) zu tun gehabt? Ist dir aufgefallen, was für eine Lebensfreude sie ausstrahlen? Für sie ist das überhaupt nicht schlimm, sie kennen es nicht anders....
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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Bratwurstschnecke » 09.09.2018, 15:24

Zunächst mal: Laut Gesetz ist es nicht das Vorliegen einer Behindern des Fötus selbst, was eine Spätabtreibung auch nach der 12. Schwangerschaftswoche legalisiert sondern das Vorliegen einer medizinischen Indikation, dass eine Fortführung der Schwangerschaft das Leben, die Gesundheit oder die Psyche der Schwangeren gefährden würde.

Beim Vorliegen des Down-Syndroms beim Fötus ist es zumeist die psychische Gefährdung, die zur medizinischen Indikation herangezogen wird. Psychische Gefährdung ist allerdings empirisch nicht messbar, was eine moralische Bewertung umso schwieriger macht.
Spätabtreibungen sind insofern nochmals anders zu bewerten als frühe Abtreibungen, als dass die Föten ab der 24. Schwangerschaftswoche Schmerzen bewusst wahrnehmen. Hinzu kommt, wie bereits von Rasenmäher78 gesagt, dass Kinder bzw. Menschen mit Down-Syndrom ein durchaus glückliches Leben führen können.

Beide Umstände gilt es m.E. nach zu berücksichtigen und der psychischen Gefährdung der Schwangeren gegenüberzustellen.
Anders als in Fällen von schwerwiegenden fötalen Behinderungen, bei denen der ausgetragene Säugling z.B. ein eventuell nur kurzes Leben voller Schmerzen und eventuell noch an diversen Maschinen hängend führen könnte, scheint mir das Ergebnis "unterm Strich" klar und eine Spätabtreibung eines Fötus mit Down-Syndrom ist moralisch nicht gerechtfertigt.

Was ich aber in dem Moment tue, ist, meine Maßstäbe darüber, was "ausreichend" psychisch gefährdend für die Schwangere ist und was nicht, anzuwenden. Das macht alles wieder diffus und nicht universalisierbar.
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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Uncoolman » 09.09.2018, 15:32

Wir sind auf dem besten Wege, Wunschkinder (natürlich nur für Reiche!) zu designen, aber niemand kennt die Folgen. Nimmt man ein Gen raus, um MS oder Parkinson oder Diabetes oder Kurzsichtigkeit oder Trisomie oder, oder, oder... zu beseitigen, bauen wir statt dessen was anderes ein ... Die Menschen hatten noch nie einen Schimmer davon, was sie alles vermurksen, auch wenn sie es gut meinen ... Ach ja, Abtreibungen, weil es ein Mädchen ist, gibt es weltweit zuhauf.

Und wir sprechen hier über die Menschen, als seien sie 24 Stunden am Tag total rational und durchdenken alles, was sie tun. Das ist utopisch. Wäre es so, gäbe es keine Kriege, nur Wunschkinder und niemand würde sich aussperren, weil man natürlich IMMER vorher an den Hausschlüssel denkt. Gerade beim Sex ist das Hirn nun mal ausgeschaltet, und das ist von der Evolution auch so geplant. Sex ist zum Kinderkriegen gemacht, und wenn er nicht so schön wäre, hätte niemand Interesse und Lust, sich über achtzehn Jahre mühsamer Kindererziehung zu widmen. Vernünftig ist das nämlich nicht... :-" #-o
Mathilda: "Ich bin schon längst erwachsen. Ich werde nur noch älter."
Léon: "Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug, doch ich muss noch erwachsen werden."

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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Sternchen » 09.09.2018, 16:02

Rasenmäher78 hat geschrieben:
09.09.2018, 11:40
Ist das dein Ernst? Rechtfertigt dies das Töten von Kindern???? Weil es mehr als genug gibt?
Die meisten Kinder mit Behinderung (muss ja nicht Down-Syndrom sein) gibt es übrigens, weil es eben nicht vor der Geburt festgestellt wurde und man das Kind darum nicht einfach umbringen konnte.
Ist das dein Ernst mir Falschaussagen in den Mund zu legen, nur weil ich nichts gegen Frauen habe die abgetrieben haben?
Nur weil ich nicht bereit bin sie Mörderin zu schimpfen?
Ist es Beowulfs ernst das ich auf die Stufe mit einer Mörderin gestellt werde?

Ist es Beowulfs ernst das ich oder andere sich sagen lassen müssen, entweder kein Sex oder Sterilisation, wenn sie keine Kinder wollen?
Was hier in der Diskussion an Angriffen abgelassen wird, ist nicht mehr sachlich nicht neutral, und nicht in Ordnung.
Ich hatte noch nie keine einzige Abtreibung in meinen Leben nicht, ergo muss ich mir das nicht weiter bieten lassen.
Verhütung kann funktionieren, aber auch fehlschlagen und ich bin die letzte die Menschen zum Mörder erklären wird, wenn sie eine Abtreibung vornehmen lassen.
Ich bin die letzte die jemand verurteilen wird, wenn er das Kind bekommen wird.
Nur weil ich Abtreibung nicht als Mord ansehe, muss ich mir nicht ständig Falschaussagen gefallen lassen.
Ich verstehe beide Seiten: Abtreibungsgegner, Abtreibungsbefürworter, aber das ist einfach langsam nur noch eine Frechheit, was ich mir alles in den Mund legen lassen darf von Leuten, wie dir oder Beowulf nur weil ich eine andere Denkweise, zu dem ganzen habe. :roll:

Jetzt denkt über mich was ihr wollt.
Meine Meinung bleibt und ich werde niemand verurteilen, wenn er/sie abtreibt.
Rasenmäher78 hat geschrieben:
09.09.2018, 11:40
Ich weiß nicht, wie das in Österreich ist, in Deutschland übernimmt die Krankenkasse im Normalfall (fast) alle entstehenden Kosten.
Zumindest solange die Personen nicht volljährig sind.

Ich kannte Jemand, der Spastiker ist hat keine Unterstützung vom Staat bekommen. nicht einen einzigen cent. Spastiker heißt eine rein körperliche Behinderung, keine geistige Behinderung.
Er war und ist auf seine Eltern angewiesen, er fand später eine Arbeit, und das war sein großes Glück.
Weder der Staat noch das Sozialamt meinten ihn steht irgendeine Form von finanzieller Hilfe zu ,und das zogen sie mit jemand ab der im Rollstuhl sitzt, und eine starke körperliche Behinderung hat.
Es ist mehr als nur belastend für Eltern&Familie und Menschen mit Behinderung ein Leben lang zu versorgen, ihr verurteilt nur in einer Tour, würdet ihr ein behindertes Kind bekommen, und erziehen jeder von euch hier?
Selbst wenn die Antwort ja lautet habt ihr kein Recht diese Leute in irgendeiner Form an zu klagen, oder sie zu verurteilen.
Wenn die Antwort nein ist,verurteilt die Leute nicht, die sich für einen Abbruch entschieden haben, bei einen behinderten oder nicht behinderten Kind.
Große Reden schwingen, und verurteilen kann jeder.
Könnt ihr auch gar nicht. die Entscheidung für sie zu treffen, weil das nicht mal eurer Leben ist, sondern das von anderen Menschen, trotzdem maßt ihr euch an, über sie und mich in einer Tour sie zu verurteilen.
Rasenmäher78 hat geschrieben:
09.09.2018, 11:40
Was meinst du? Was passiert dann?

Beantworte du doch diese Frage, ich schulde dir keine Rechtfertigung mehr.
Rasenmäher78 hat geschrieben:
09.09.2018, 11:40
Falls du es genau wissen willst, bin ich in genau dieser Situation. Und wir wären froh, wenn es sich "nur" um Trisomie 21 handeln würde.
2 Monate vor dem Geburtstermin unseres 2. Kindes wurde festgestellt, dass es nicht gesund sein wird. Wir wurden gefragt, ob wir das Kind behalten wollen. Ehrlich gesagt fand ich den Gedanken deswegen abzutreiben, völlig absurd und es war keine Sekunde auch nur ein Thema. Ich war geschockt, als ich erfahren habe, wie viele Menschen sich dafür entscheiden.
Natürlich hat unser Sohn unser Leben völlig auf den Kopf gestellt, meine Frau ist seit der Geburt vor zweieinhalb Jahren daheim und pflegt ihn und dennoch leben wir so gut es geht normal weiter und versuchen, unseren Kindern jeden Tag so schön wie möglich zu machen. Ich würde meinen Sohn nicht gegen irgendein gesundes Kind eintauschen wollen. Er ist sehr glücklich in seiner kleinen Welt.
Es ist eine Herausforderung, die wir bereits in dem Moment übernommen haben, als wir uns entschieden haben, nochmal ein Kind zu bekommen. Wir haben es uns auch anders vorgestellt, aber man kann sich doch nicht für eine späte Abtreibung entscheiden, nur weil nicht das Kind herauskommt, das man sich gewünscht hat? Ist das nicht zu einfach? Was ist, wenn das Kind irgendwann durch einen Unfall behindert wird? Dann kann mal doch auch nicht mehr sagen, dass man es nicht mehr haben will..
Schön das du dich für das Kind entschieden hast, aber nur weil du und deine Frau das so getan haben, muss das also jeder so handhaben?
Da wären wir wieder bei dem andere erwarten sich das alle ihr Leben nach den Erwartungen und Idealen der anderen zu leben haben..ohne Worte.
:roll:
Mir fehlt dafür echt nur das Verständniss...als wärs ein Verbrechen in der Gesellschaft wenn Menschen sich für einen Abbruch entscheiden, oder für keine Familienplanung.
Ich glaub ihr wisst nicht mal was in den meisten Menschen seelisch vorgeht, wenn sie eine Abtreibung vornehmen lassen.
Hauptsache schön weiter sie verurteilen, und sich als Moralapostel aufführen.
Rasenmäher78 hat geschrieben:
09.09.2018, 11:40
Natürlich nicht. Keiner will das. Aber hast du schon mal mit Menschen mit Down-Syndrom (um bei deinem Beispiel zu bleiben) zu tun gehabt? Ist dir aufgefallen, was für eine Lebensfreude sie ausstrahlen? Für sie ist das überhaupt nicht schlimm, sie kennen es nicht anders....
Ja habe ich und nun?
Ich verurteile niemand wenn er sagt er entscheidet sich für eine Abtreibung, egal aus welchen Gründen warum auch immer.
Die Fälle die ich mit Behinderung mit bekam bei 3 Familien die wirkten alle sehr unglücklich auf mich, sehr seelisch stark belastet und finanziell fast schon am Ende,und sie taten mir leid.
Und was ich mit meinen Leben mache, ob ich mal Kinder kriege oder nicht: ist meine Sache!
Und da man ja so gerne Falschaussagen mir andichtet:
Bis zur 12 Schwangerschaftswoche finde ich Abtreibung gesetzlich vertretbar, alles was danach erfolgt, würde ich leider schon als Mord bezeichnen.
Ergo soviel zu Sternchen spricht sich für Tötung von Menschen mit geistiger Behinderung aus.
:roll:
Eben nicht, ich habe dazu einfach nur die Sachlage geschildert.
Jeder/Jede muss selbst entscheiden was er/sie tut wenn er schwanger ist, mit einen Kinder mit einer geistigen Behinderung.
Diese Entscheidung liegt nicht an mir, und ich bin davon auch nicht betroffen.
Ich hab es satt wie man meine Aussagen immer verzerrt, und aus dem Kontext reißt, das ist nicht in Ordnung.
Zuletzt geändert von Sternchen am 09.09.2018, 19:52, insgesamt 7-mal geändert.
Mein Wesen definiert sich durch mein Ich.
Durch meine Taten nicht nur durch das Reden anderer über mich.

Zitat von Mir.

Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld

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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Uncoolman » 09.09.2018, 16:10

Nur so ganz nebenbei eingeworfen: Unfälle passieren auch nach der Geburt. Das Kind kann auch mit einem Jahr die Treppe hinunterfallen und danach behindert sein. Viele Schäden entstehen auch gerade während der Geburt, was am häufigsten zu Sauerstoff-Unterversorgung führt. Mütter rauchen, kiffen oder haben AIDS - die Kinder tragen die Folgen. Wäre doch sinnvoll, diese armen Opfer ebenfalls zu entsorgen.

*Denk- und Schluckpause*
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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Sternchen » 09.09.2018, 16:13

Uncoolman hat geschrieben:
09.09.2018, 16:10
Nur so ganz nebenbei eingeworfen: Unfälle passieren auch nach der Geburt. Das Kind kann auch mit einem Jahr die Treppe hinunterfallen und danach behindert sein. Viele Schäden entstehen auch gerade während der Geburt, was am häufigsten zu Sauerstoff-Unterversorgung führt. Mütter rauchen, kiffen oder haben AIDS - die Kinder tragen die Folgen. Wäre doch sinnvoll, diese armen Opfer ebenfalls zu entsorgen.

*Denk- und Schluckpause*
Eine Freundin von mir kam nach der Geburt zur Welt und hatte einen Sauerstoffmangel.
Ergo lebt sie seitdem mit einer kleinen Behinderung und das ihr Leben lang, was nicht weiter tragisch, ist, aber das gibt dennoch nicht das Recht das Millionen von Menschen zu entscheiden haben wer zu gebären hat, und wer nicht.
Zumal scheints ja nun sehr beliebt zu sein das Wildfremde über das Schicksal von Millionen von fremden Menschen entscheiden wollen.
Einfach nur Hilfe! Meinungsfreiheit?
Ade.
Freier Wille, freie Entscheidungen, fraglich wie lange das es noch geben wird, oder ab wann wir das auch schon nicht mehr dürfen.
Wenn man mich dafür hassen will das ich mich für das Recht auf Freiheit einsetze, das jeder Mensch freie selbstbestimmte Entscheidungen treffen sollte,die ihn und sein Leben gravierend betreffen, bitte dann soll es so sein.
Mein Wesen definiert sich durch mein Ich.
Durch meine Taten nicht nur durch das Reden anderer über mich.

Zitat von Mir.

Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld

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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Uncoolman » 09.09.2018, 16:18

Entschuldigung: ich MUSSTE über diesen Satz leider schmunzeln, obwohl es nicht lustig ist:
Eine Freundin von mir kam nach der Geburt zur Welt und hatte einen Sauerstoffmangel.
_____

Die ethische Entscheidung war noch nie leicht. Sie wird auch nicht leichter, da wir inzwischen medizinisch vielen Menschen helfen können, die früher einfach gestorben sind. Es gibt immer ein Pro und ein Kontra.
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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Sternchen » 09.09.2018, 16:26

Uncoolman hat geschrieben:
09.09.2018, 16:18
Entschuldigung: ich MUSSTE über diesen Satz leider schmunzeln, obwohl es nicht lustig ist:
Eine Freundin von mir kam nach der Geburt zur Welt und hatte einen Sauerstoffmangel.
_____

Die ethische Entscheidung war noch nie leicht. Sie wird auch nicht leichter, da wir inzwischen medizinisch vielen Menschen helfen können, die früher einfach gestorben sind. Es gibt immer ein Pro und ein Kontra.
Es gibt zu jeden Thema ein pro und ein Kontra.
Das heißt noch lange nicht das das Pro immer die absolute Wahrheit ist, und immer Recht hat.


Fälle wie sie sind kein Einzelfall, man findet genug Erfahrungsberichte von Frauen die es nicht bereut haben, und ganz ehrlich?
Nur weil es seit ewigen Zeiten so ist das die Gesellschaft meint jeder habe sich fortzupflanzen, heißt das noch lange nicht das jede/jeder Frau/Mann das zu tun hätte.

https://www.vice.com/de_at/article/avqz ... eue-nichts

Das mit den Stinkefinger von ihr finde ich übertrieben, aber ich verstehe ihren Standpunkt, auch verstehe ich die Seite die sich für keine Abtreibung entschieden haben.
Jeddoch habe ich kein Verständniss mehr das immer die Seite angeklagt wird, und schlechtgemacht wird, die eine Abtreibung vornimmt oder gemacht hat.
Als ob es zuviel verlangt wäre das man etwas mal mehr Verständniß/Menschlichkeit/Mitgefühl zeigt.
Aber da sieht man ohnehin wohin sich die Welt entwickeln wird, zu einen Ort wo jeder glaubt anderen sagen zu dürfen, wie er/sie zu leben hat.
Mein Wesen definiert sich durch mein Ich.
Durch meine Taten nicht nur durch das Reden anderer über mich.

Zitat von Mir.

Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld

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Re: „Gamergate“ oder: was machen gegen den Frauenhass im Netz?

Beitragvon Simon » 09.09.2018, 20:34

Irgendwie schade, wie sich das Thema immer entwickelt. Da gibt Rasenmäher78 etwas Persönliches preis, das durchaus Respekt verdient und wodurch sich eigentlich auch ein neuer Aspekt der Abtreibungsdiskussion ergeben könnte, aber sofort verlagert sich alles wieder nur an Nebenschauplätze und das Thema kommt kein bisschen weiter.

Folgendes ist eigentlich symptomatisch für dieses gesamte Thema: Teilweise versteht man sich nicht, teilweise will man sich nicht verstehen und teilweise, so scheint mir, will man auch gar nicht verstanden werden.

Zu Gamergate ist jetzt vielleicht alles gesagt, vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall möchte ich, dass es hier jetzt bei jenem Ursprungsthema bleibt. Möchte man unbedingt das Thema Abtreibung oder die Ungerechtigkeit der Welt gegenüber Männern, speziell im Bereich der Empfängnis und Geburt, die besten Verhütungsmethoden, die Dunkelzahl der männlichen Mobbingopfer, die Legitimation, keine Kinder haben zu wollen, die Merkwürdigkeit der AT-Forenmoderation oder was weiß ich hier noch alles Nebenthema war weiter diskutieren, dann bitte in neuen Themen. Danke.


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