Eure Top 20 Adventures

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burchi
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Re: Eure Top 20 Adventures

Beitrag von burchi »

Um nochmal auf das Thema "Untertitel" zu kommen:

"Black Dahlia" gibt es ja leider nicht mit deutscher Sprachausgabe sondern nur mit deutschen Untertiteln und die laufen auch noch ziemlich schnell. Ich habe es immer bedauert, dass ich die Filmsequenzen gar nicht richtig genießen kann, weil ich dann so konzentriert auf die Untertitel starren muss. Dabei hätte dieses Spiel unbedingt eine deutsche Sprachausgabe verdient. Es ist wirklich eine tolle und laange Geschichte mit schöner Grafik, echten Schauspielern knackigen Rätseln !
Mit deutscher Sprache wäre es für mich perfekt. Mittlerweile wäre es natürlich auch schön, wenn man es ohne großen Aufwand auf WIN 10 spielen könnte...

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Brian Wilson
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Re: Eure Top 20 Adventures

Beitrag von Brian Wilson »

Auch wenn dein Beitrag und der darin ausgedrückte Bezug auf vorherige Postings etwas off-topic sind, ist das natürlich ein gewichtiges Problem, das einem den Genuss eines potenziellen Lieblingsspiels erheblich mindern und bis hin zur Unspielbarkeit verleiden kann. Das stimmt wohl. Ich bin im Englischen zum Glück recht firm und auf keine deutsche Übersetzung angewiesen. In anderen Sprachkonstellationen wäre ich aber wohl ähnlich aufgeschmissen.

Hier aber soll es konkret um persönliche Favoriten gehen, also um Spiele, auf die man auch einen gewissen (biografischen, emotionalen, sprachlichen, technischen) Zugriff hat. Was mich besonders beschäftigt, ist, wie sich die relevanten Titel aus der Kindheit gegenüber neueren Spielen behaupten und positionieren können. Und anders herum. Also darum, was verloren geht und was womöglich hinzu kommt, während sich das Genre entwickelt und verändert. In Listenform gebracht, ist das durchaus spannend.

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Zarunias
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Re: Eure Top 20 Adventures

Beitrag von Zarunias »

Bin ich hier eigentlich der einzige, der auf moderne Grafiken und einfache Bedienung steht?
Von mir nur eine Top 6, weil ich nicht ganz so tief in der Materie drinstecke wie andere:

1. Deponia 1-3 (hab da eine Complete Journey Box, und das Spiel trifft genau meinen Humor - Teil 4 fand ich dann allerdings nicht mehr ganz so gut; ich hoffe ja, dass noch irgendwann ein guter 5. Teil kommt)
2. The Whispered World (Super Story, die Vision vom Orakel wurde hervorragend und unerwartet aufgelöst, und allgemein eine schöne Welt)
3. The Curse of Monkey Island (Da hab ich halt einfach die meisten Kindheitserinnerungen daran)
4. Satinavs Ketten & Memoria (Als DSA-Spieler fühle ich mich in der Welt vertraut, auch die Story hat mir gut gefallen)
5. Book of Unwritten Tales 1+2 (weiß nicht mehr, was es genau war, aber es hat mir damals gut gefallen, ich mag halt Fantasy)
6. Edna bricht aus & Harveys neue Augen

Honorable Mentions für Monkey Island 1+2, allerdings nur die Special Editions mit neuer Graphik; die Originale würde ich mir nicht mehr antun wollen.

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Uncoolman
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Re: Eure Top 20 Adventures

Beitrag von Uncoolman »

Ich habe die meisten, sogenannten Pixelklassiker gar nicht gespielt. Für mich stellt sich die Frage daher nicht. Ich mag tolle Grafik sehr; aber meine Befürchtung ist, dass mit der Zunahme der technischen Möglichkeiten die Qualität der Geschichten eher ab- als zunimmt. Das ist im Forum eine ewige Diskussion.

Daedalic hat seine besten Spiele in einer Zeit entwickelt, wo das Genre quasi schon "tot" war, und sie haben in den ersten Jahren einen guten Kompromiss gefunden. Sie haben das Genre wiederbelebt, das ist eine hoch anzurechnende Leistung. Allerdings mag ich viele der Spiele nicht, weil man den Humor eben mögen muss - das ist wie bei Humoristen. Die einen mögen Loriot nicht und stehen eher auf Otto oder Dieter Nuhr.

Da der Hauptcharakter fast 80% der Sympathie trägt, ist Sadwick bei mir leider durchgefallen - und Rufus war einfach ein A.... Deshalb ist mein Verhältnis zu Daedalic sehr zweigeteilt. Mag sein, dass unsympathische Figuren der Trend der Zeit waren und sind, aber ich muss das ja nicht gut finden. Und: Mit den Games ist es wie mit den Tricks der Filmindustrie: je besser die CG, desto flacher die Geschichte. Ist nicht generell so, aber spürbar.
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Kikimora
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Re: Eure Top 20 Adventures

Beitrag von Kikimora »

@Zarunias
"Moderne" Grafik mag ich, solange sie nicht generisch wird. Mir ist wichtig, dass die Grafik einen harmonischen Stil hat und zum Setting passende Atmosphäre erzeugt (die kann belebt sein, aber auch einsam und kalt wirken. Je nachdem.). Leider passiert es bei "modernen" 3D-Grafiken oft, dass sie herzloser wirken als 2D-Grafik. Da ist weniger die Handschrift des Künstlers zu erkennen, sie wirkt immer technischer, oft zu perfekt. Also ich mache es nicht daran fest, ob die Spielgrafik nur aus ein paar Pixeln besteht oder aus hochaufgelöst vorgerenderten 3D-Grafiken (oder aus 3D-Modellen), sondern auf deren Wirkung.

Und zur Steuerung: Natürlich habe ich nichts gegen eine "einfache" Steuerung einzuwenden. Aber ich mag es nicht, wenn das Gameplay sich dieser Vereinfachung in einer Art und Weise unterwirft, dass dafür Spielelemente ersatzlos gestrichen werden, die mir an Adventures Spaß bereitet haben. Seien es kreative Item-Kombinationsversuche im Inventar, oder die aufmerksame Betrachtung der Spielumgebung. Ich spiele keine "Hidden Object Games" (irks), aber suche doch lieber selbst nach Hinweisen, sofern es nicht in Pixelhunting eskaliert.
Kooperativ entwickeltes Adventure von The Argonauts & The Icehouse: MVEM: A Druidic Adventure (August 2021)

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Zarunias
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Re: Eure Top 20 Adventures

Beitrag von Zarunias »

Klar, auf herzloses 3D kann ich gerne verzichten (ja, ich denke an dich, Monkey Island 4), aber es ist mir halt aufgefallen, dass bei den bisherigen Top20 sehr viele sehr alte Spiele dabei waren (wie Monkey Island 1 oder Day of the Tentacle), wo ich richtig froh bin, dass es da Remastered Versionen gibt (es liegt an mir, ich kann mit den alten verpixelten Grafiken halt nicht viel anfangen).
Und zur Steuerung ist auch klar: Die Rätsel dürfen nicht darunter leiden. Aber wenn ich 10 Minuten brauche, um das Gift zu trinken, weil ich erst ausprobieren muss, ob ich das jetzt nehmen, mit ihm reden, ansehen, öffnen, benutzen, oder geben muss, leidet für mich halt der Spielspaß. Aber da hat wohl jeder seine eigenen Vorlieben, und es ist vermutlich auch verdammt schwierig, die richtige Balance zu finden.

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Kikimora
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Re: Eure Top 20 Adventures

Beitrag von Kikimora »

Ich habe die remastered Versionen von Monkey Island noch nicht gespielt. Was mich da abgeschreckt hat, war zumindest bei Teil 1 das Redesign von Guybrush (im zweiten Teil sah es etwas besser aus). Im Original bleibt da recht viel der Phantasie überlassen, und das Redesign finde ich einfach nur grässlich. Ich hatte nicht den Eindruck, dass da sonderlich viel ästhetisches Gespür am Werk war, aus den Pixeln wieder hochaufgelöstere Grafik zu machen. :( Teilweise wirken auch die Hintergründe nur drübergeschmiert. Aber ich will den Spielen auf jeden Fall noch eine Chance geben.
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Uncoolman
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Re: Eure Top 20 Adventures

Beitrag von Uncoolman »

Die heutigen Spiele schalten bei Objekten oft gleich auf die passende Benutzung um, was die Sache natürlich vereinfacht. Ich muss dann nicht alle Möglichkeiten durchprobieren. Gleichzeit wird dadurch der Spielfluss eingeschränkter und linearer.

Als ich Spiele selber gebastelt habe, machte ich diesen Fehler auch. Das liegt daran, dass sich vieles überschneidet, denn "nehmen" z.B. ist immer auch "benutzen". Und wenn ich mir alles anschauen kann, so erwartet der Spieler differenzierte Reaktionen, was echt programmieraufwe(ä)ndig ist. Hundertmal "Das kann ich nicht benutzen", "Das kann ich nicht benutzen", "Das kann ich nicht benutzen"... ist nämlich auch nervig.
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Travelgott21
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Re: Eure Top 20 Adventures

Beitrag von Travelgott21 »

So ich habe nach dieser Liste gefragt. Ich bin mal gespannt welches Spiel mich überzeugt hat. So habt ihr evtl. eine Neutrale Meinung
=P~

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