Erstmals Todesopfer bei einem Live-Game

Erstmals Todesopfer bei einem Live-Game

  • 06.01.2019   |  
  • 11:58   |  
  • Von Sebastian 'basti007' Grünwald    

Bei Adventure-Treff.de berichten wir auch regelmäßig über Live-Games: Räume und Locations, in denen ihr echte Adventures nachspielen und Rätsel und Aufgaben lösen müsst. Nun ist in einem sogenannten "Escape-Raum" in Polen der Super-GAU passiert:

Fünf Mädchen sind bei einem Spiel anlässlich eines Geburtstages gestorben. In einem Vorraum ist Feuer ausgebrochen. Da die Ausgangstür selbst versperrt war und damit nicht mehr geöffnet werden konnte, starben die Teilnehmer an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Die Sicherheit bei echten Live-Games steht immer wieder im Mittelpunkt von Debatten. In Deutschland sind alle Escape-Games längst genehmigungspflichtig. Eine Brandschutzabnahme findet in diesem Zusammenhang ebenfalls statt: Alle Spieler müssen jederzeit die Räume verlassen können, wenn sie müssen. Das bestätigt auch der Fachverband der Live-Escape & Adventure Games e.V. in Berlin.

In Polen sind Escape-Games bislang scheinbar nicht genehmigungspflichtig. Der Innenminister hat die Brandschutzsicherung aller vorhandenen Spiele in Polen jetzt auf die Tagesordnung gesetzt und lässt alle rund 1000 Spiel-Anlagen seit gestern überprüfen.

Benutzer-Kommentare

Also ich war bisher nur einmal bei Exit-Games in Stuttgart. Dort war die Tür nicht verschlossen. Die Veranstalter haben uns darauf hingewiesen, dass wir jederzeit bei Gefahr oder Angst (wir hatten ein Grusel-Exit-Game mit Schauspieler-Einlage) den Raum verlassen können. Alles andere fände ich auch sehr fahrlässig. Was ich an dem Polen-Fall nicht verstehe : Wurden die Teilnehmer denn nicht überwacht? Normalerweise schaut doch immer jemand zu (auch um beim Festhängen Tipps zu geben). Da hätte die Gefahr doch erkannt werden müssen.

Edit: gerade gelesen, das Problem war ja, dass der Vorraum in Flammen stand. Deswegen konnte von außen keiner mehr zur Tür gelangen. Und auch für die Mädels hätte es keinen Unterschied gemacht ob die Tür offen war oder nicht. Schlimm.
mmfs001
  • 08.01.19    
  • 15:50   

Also ich war bisher nur einmal bei Exit-Games in Stuttgart. Dort war die Tür nicht verschlossen. Die Veranstalter haben uns darauf hingewiesen, dass wir jederzeit bei Gefahr oder Angst (wir hatten ein Grusel-Exit-Game mit Schauspieler-Einlage) den Raum verlassen können. Alles andere fände ich auch sehr fahrlässig. Was ich an dem Polen-Fall nicht verstehe : Wurden die Teilnehmer denn nicht überwacht? Normalerweise schaut doch immer jemand zu (auch um beim Festhängen Tipps zu geben). Da hätte die Gefahr doch erkannt werden müssen.

Edit: gerade gelesen, das Problem war ja, dass der Vorraum in Flammen stand. Deswegen konnte von außen keiner mehr zur Tür gelangen. Und auch für die Mädels hätte es keinen Unterschied gemacht ob die Tür offen war oder nicht. Schlimm.

 
Ich habe das mit "erste" auch nicht als schlecht aufgefasst. Aber sollte wohl jedem klar sein dass auch nochmal was passieren kann.

War schon ok so wie Basti es geschrieben hat. Und das ist vielleicht auch der erste Vorfall über den wir etwas erfahren haben...
Sven
  • 06.01.19    
  • 23:13   

Ich habe das mit "erste" auch nicht als schlecht aufgefasst. Aber sollte wohl jedem klar sein dass auch nochmal was passieren kann.

War schon ok so wie Basti es geschrieben hat. Und das ist vielleicht auch der erste Vorfall über den wir etwas erfahren haben...

 
Danke für die Korrektur die Minerva. Es sollte natürlich nicht pietätlos wirken.

@Lebostein: Die Räume der ersten Generation, die ich gespielt habe, waren durchaus "klassisch" verschlossen. Wir mussten wirklich nen Schlüssel finden, um den Raum zu öffnen. Da habe ich auch ein paar mal die Feuerfrage an die Betreiber gestellt. Zwei Jahre später war es dann endlich usus, auf Magnetschlößer umzubauen, die mit einem Notfallknopf oder bei Stromausfall sich automatisch öffnen lassen.
Ich vermute, dass der Raum in Polen halt auch ähnlich unsachgemäß gebaut wurde, wie die allerersten Anfänge in Deutschland. Da hat man halt an der falschen Stelle gespart. Im verlinkten Tagesspiegel-Artikel gibt es ein paar Antworten von Betreibern diesbezüglich.
basti007
  • 06.01.19    
  • 19:57   

Danke für die Korrektur die Minerva. Es sollte natürlich nicht pietätlos wirken.

@Lebostein: Die Räume der ersten Generation, die ich gespielt habe, waren durchaus "klassisch" verschlossen. Wir mussten wirklich nen Schlüssel finden, um den Raum zu öffnen. Da habe ich auch ein paar mal die Feuerfrage an die Betreiber gestellt. Zwei Jahre später war es dann endlich usus, auf Magnetschlößer umzubauen, die mit einem Notfallknopf oder bei Stromausfall sich automatisch öffnen lassen.
Ich vermute, dass der Raum in Polen halt auch ähnlich unsachgemäß gebaut wurde, wie die allerersten Anfänge in Deutschland. Da hat man halt an der falschen Stelle gespart. Im verlinkten Tagesspiegel-Artikel gibt es ein paar Antworten von Betreibern diesbezüglich.

 
Aber die Tür ist doch bei solchen Live Escape Games nicht wirklich verschlossen, oder? Ich hoffe doch, dass die Schlösser stets nur in der Phantasie abgeschlossen sind...
Lebostein
  • 06.01.19    
  • 18:26   

Aber die Tür ist doch bei solchen Live Escape Games nicht wirklich verschlossen, oder? Ich hoffe doch, dass die Schlösser stets nur in der Phantasie abgeschlossen sind...

 
Das sind in meinen Augen die schlimmsten und tragischsten Vorfälle - Unglücke, die vermeidbar gewesen wären und Unschuldige das Leben kosten, weil andere meist einfach nur auf Profit aus waren.
Minerva
  • 06.01.19    
  • 17:59   

Das sind in meinen Augen die schlimmsten und tragischsten Vorfälle - Unglücke, die vermeidbar gewesen wären und Unschuldige das Leben kosten, weil andere meist einfach nur auf Profit aus waren.

 
Das habe ich gestern am Rande im TV mitbekommen. :(
Sven
  • 06.01.19    
  • 17:44   

Das habe ich gestern am Rande im TV mitbekommen. :(

 
Traurig und verantwortungslos...
FireOrange
  • 06.01.19    
  • 17:40   

Traurig und verantwortungslos...

 
Schei.... Das ist echt traurig :( Die armen Mädchen und Eltern. "die Ersten" hab ich verpasst, aber egal, hoffentlich die Letzten.
Amir
  • 06.01.19    
  • 17:36   

Schei.... Das ist echt traurig :( Die armen Mädchen und Eltern. "die Ersten" hab ich verpasst, aber egal, hoffentlich die Letzten.

 
Habe aus "erste" jetzt "erstmals" gemacht und hoffe, das passt. Bei einem solch heiklen Thema mit derart schlimmen Folgen ist es natürlich besonders wichtig, die richtigen Worten zu finden, was Basti in seinem Artikel ja gelungen ist. Aber dass man bei "erste" in der Überschrift beim Lesen gleich an Folgetote denkt, darauf wäre ich jetzt auch nicht gekommen.
Minerva
  • 06.01.19    
  • 14:33   

Habe aus "erste" jetzt "erstmals" gemacht und hoffe, das passt. Bei einem solch heiklen Thema mit derart schlimmen Folgen ist es natürlich besonders wichtig, die richtigen Worten zu finden, was Basti in seinem Artikel ja gelungen ist. Aber dass man bei "erste" in der Überschrift beim Lesen gleich an Folgetote denkt, darauf wäre ich jetzt auch nicht gekommen.

 
Es impliziert in diesem Zusammenhang eigentlich nur, dass es vorher noch keine gab. Es sind eben die Ersten. Ob noch welche folgen werden, ist total offen.
Wie willst du es sonst formulieren?
Die benutzte wäre auch die erste Version, die mir in den Sinn kommt. Eine weitere fällt mir spontan nicht ein.
Möwe
  • 06.01.19    
  • 14:00   

Es impliziert in diesem Zusammenhang eigentlich nur, dass es vorher noch keine gab. Es sind eben die Ersten. Ob noch welche folgen werden, ist total offen.
Wie willst du es sonst formulieren?
Die benutzte wäre auch die erste Version, die mir in den Sinn kommt. Eine weitere fällt mir spontan nicht ein.

 
Die Formulierung "Erste" finde ich an dieser Stelle recht makaber, weil sie impiziert, dass naturgemäß weitere folgen werden ... das vermittelt einen falschen Eindruck dieser Art von Spielen. Escape Games sind nicht von Natur aus so gestaltet, dass der Tod (oder auch nur Verletzungen) von Spielern dabei in Kauf genommen wird und man fest damit rechnen müsse, dass dies häufiger vorkommt.
aeyol
  • 06.01.19    
  • 13:49   

Die Formulierung "Erste" finde ich an dieser Stelle recht makaber, weil sie impiziert, dass naturgemäß weitere folgen werden ... das vermittelt einen falschen Eindruck dieser Art von Spielen. Escape Games sind nicht von Natur aus so gestaltet, dass der Tod (oder auch nur Verletzungen) von Spielern dabei in Kauf genommen wird und man fest damit rechnen müsse, dass dies häufiger vorkommt.

 
Ich hatte schon woanders davon gelesen. Es ist echt traurig, dass so viele so junge Menschen sterben mussten, weil sich die Betreiber dieses Raums keine Gedanken um die Sicherheit gemacht haben.
LittleRose
  • 06.01.19    
  • 13:09   

Ich hatte schon woanders davon gelesen. Es ist echt traurig, dass so viele so junge Menschen sterben mussten, weil sich die Betreiber dieses Raums keine Gedanken um die Sicherheit gemacht haben.

 
 
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