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Neue deutsche Games-Dachorganisation in Gründung

Neue deutsche Games-Dachorganisation in Gründung

  • 16.05.2017   |  
  • 13:16   |  
  • Von Sebastian 'basti007' Grünwald    

Sechs Gamesförderungen und sieben kleinere Games-Netzwerke schließen sich zu einem neuen Dachverband namens Games Germany zusammen. Dieser wird morgen auf der Nordic Games in Malmö offiziell vorgestellt.

Dabei tun sich die Gamesförderungen von Bayern, NRW, Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg, Niedersachsen-Bremen und Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) zusammen. Mit dazu kommen die Netzwerke Gamecity Hamburg, Games/Bavaria, WERK1.Bayern, games:net berlinbrandenburg, Meidennetzwerk NRW.

Beginnen soll das Netzwerk seine Tätigkeiten im August während der gamescom. Ziele sind neben einer besseren internationalen Sichtbarkeit auch die Verknüpfung der Games-Branche mit weiteren Branchen wie Film und Design. Ob der Zusammenschluss für die Adventureszene neue Möglichkeiten eröffnet, muss sich noch zeigen. Auch interessant wird, wie sich diese Neuorganisation der kleineren Netzwerke gegenüber den dominanten Verbänden BIU und GAME äußert.

Kommentare

3

Benutzer-Kommentare

@neon
Deutschland eben... Mehr muss man dazu echt nicht mehr sagen... :roll:
Sven
  • 21.05.17    
  • 01:06   

@neon
Deutschland eben... Mehr muss man dazu echt nicht mehr sagen... :roll:

 
BIU ist ein Verband, der aus großen Anbietern wie Microsoft, Nintendo, Warner etc. besteht, die natürlich international agieren. Im GAME sind eher kleine bis mittlere Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum. Die Interessen der beiden Verbände gehen da natürlich teilweise auseinander. In dem neuen Verband sind dann die Förderinstitutionen mit drin, von denen die Games-Förderung in Deutschland kommt.

Ein Kernproblem in Deutschland ist, dass es keine Games-Förderung auf Bundesebene gibt. Das heißt, dass die Standortwahl für Entwickler wichtig ist, wenn man Förderung in Anspruch nehmen möchte. Die Verbände sehen da die Bundesregierung in der Pflicht, entsprechende Grundlagen zu schaffen und überregional Mittel für die Games-Entwicklung bereitzustellen. Gerade zu dem Thema tut sich im Moment recht viel. Es ist aber immer noch ein zähes Ding. Irgendwie hat sich in den Köpfen der Bundespolitiker noch nicht so richtig gesetzt, dass Games ein Milliardenmarkt sind, der förderungswürdig ist. Polen hat z.B. in diesem Jahr von staatlicher Seite 20 Millionen für Gamesförderung locker gemacht. Da ist Deutschland halt völlig hinterher.
neon
  • 17.05.17    
  • 09:18   

BIU ist ein Verband, der aus großen Anbietern wie Microsoft, Nintendo, Warner etc. besteht, die natürlich international agieren. Im GAME sind eher kleine bis mittlere Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum. Die Interessen der beiden Verbände gehen da natürlich teilweise auseinander. In dem neuen Verband sind dann die Förderinstitutionen mit drin, von denen die Games-Förderung in Deutschland kommt.

Ein Kernproblem in Deutschland ist, dass es keine Games-Förderung auf Bundesebene gibt. Das heißt, dass die Standortwahl für Entwickler wichtig ist, wenn man Förderung in Anspruch nehmen möchte. Die Verbände sehen da die Bundesregierung in der Pflicht, entsprechende Grundlagen zu schaffen und überregional Mittel für die Games-Entwicklung bereitzustellen. Gerade zu dem Thema tut sich im Moment recht viel. Es ist aber immer noch ein zähes Ding. Irgendwie hat sich in den Köpfen der Bundespolitiker noch nicht so richtig gesetzt, dass Games ein Milliardenmarkt sind, der förderungswürdig ist. Polen hat z.B. in diesem Jahr von staatlicher Seite 20 Millionen für Gamesförderung locker gemacht. Da ist Deutschland halt völlig hinterher.

 
Asche auf mein Haupt, aber ich habe bisher weder vom BIU noch vom GAME etwas gehört. Jetzt frage ich mich, wenn es diese beiden "dominanten" Verbände bisher nicht geschafft haben, deutsche Spieleentwicklung "international sichtbar" zu machen, warum soll es gerade dieser neue kleine Verband schaffen? Oder zeigt dieses Fragmentieren der deutschen Medien- und Spielebranche in verschiedene Verbände nur, das die Branche sich uneins ist? Ansonsten wird ja derzeit nur wenig Positives berichtet, hier zum Beispiel:
https://www.wired.de/collection/business/wie-geht-es-der-deutschen-games-branche-ein-besuch-hamburg
Lebostein
  • 17.05.17    
  • 08:53   

Asche auf mein Haupt, aber ich habe bisher weder vom BIU noch vom GAME etwas gehört. Jetzt frage ich mich, wenn es diese beiden "dominanten" Verbände bisher nicht geschafft haben, deutsche Spieleentwicklung "international sichtbar" zu machen, warum soll es gerade dieser neue kleine Verband schaffen? Oder zeigt dieses Fragmentieren der deutschen Medien- und Spielebranche in verschiedene Verbände nur, das die Branche sich uneins ist? Ansonsten wird ja derzeit nur wenig Positives berichtet, hier zum Beispiel:
https://www.wired.de/collection/business/wie-geht-es-der-deutschen-games-branche-ein-besuch-hamburg

 
 
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