Genervt beim Spielen von Adventures

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Kirtar
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von Kirtar »

ich bin auch ein grosser Adventure-Fan und ich melde mich hier zu Wort um ein paar "Nervigkeiten" bei Adventures anzusprechen:

1. ausgehende Ressourcen: Bei The Westerner gab es Geld als Zahlungsmittel und Heu für das Pferd als Treibstoff. War das Geld alle konnte man sich keine Sachen mehr kaufen und war der kleine Heuvorrat verbraucht, konnte man keine weiteren Orte mehr besuchen. Das Geld erschien zwar nach einiger Zeit in den Schubladen und Verstecken wieder oder man konnte auch den Präsident der Vereinigten Staaten oder ne reiche Tante um Geld anbetteln, was witzig war, aber das mit dem Heu hat mir den Spielspass geraubt. Wenn das Pferd kein Heu mehr hatte (und für den längsten Weg hin und zurück hat es nicht gereicht...) blieb das Pferd irgendwo stehen und man kam nicht mehr von A nach B. Und andauernd bei der Farm Heu anbauen und ernten empfand ich als eine ziemlich nervige unnötige Aktion. Auch das Geld bei Zack McCracken fand ich unnötig, weil man immer unter dem Druck steht, ja nicht unnötig einen Ort aufzusuchen. Bei Zack McCracken: Between Time & Space (welches ich als bestes Fanprojekt unter den Adventurespielen empfinde) habe ich in der Lösung nur nachgeschaut, welche Orte man in welcher Abfolge besuchen musste. So war ich mir sicher, den optimalen Weg zu gehen und mit dem Geld haushalten zu können. Eine diskreditierte Kreditkarte im letzten Drittel des Spiels (und keine Möglichkeit mehr den Flieger benutzen zu können) hätte mir den Spielspass und denn Abspann geraubt.

2. Geschicklichkeitseinlagen bei Adventures: Wurde zwar schon angesprochen, ich will hier auch mal meine Meinung kundtun. Geschicklichkeitseinlagen bei Adventures sind ein Witz. Zum einen unterbrechen sie den Spielfluss, zum anderen sind sie meist so billig gemacht, dass sie einem schlechten Handygame entspringen könnten. Entwickler, lasst solche "Minispiele" bitte total weg.
Gute Beispiele für Minispiele:
- Fahrenheit auf einer Konsole. Da das ganze Spiel von den Minispielen durchzogen war und es sie in dieser Art noch nie gab, empfand ich die Involvierung dieser Minispiele als spannend und Nervenkitzel pur. Es lockerte sogar den Spielfluss auf und gab dem Spiel die nötige Action. Dadurch hob sich Fahrenheit von den anderen Spielen. Die rasanten Minispiele waren für den Erfolg verantwortlich. Und seid ehrlich, die Rätsel in Fahrenheit gewinnen keinen Blumentopf.
- Die Beleidigungsduelle in der Monkey Island-Reihe. Sie waren witzig und konnten mit Köpfchen gelöst werden - und nicht mit schnellen Fingern.
Schlechte Beispiele für Minispiele:
- Leisure Suit Larry 7 - Yacht nach Liebe und folgende Spiele der Reihe. Je mehr Minispiele in den LSL-Spielen integriert wurden, desto mehr verloren sie ihren Charme und ihre Qualität. Die Konsumentengruppe verschob sich dann auch zum pubertierenden "DSF-Sexy-Sportclips-konsumierenden" Jambaminigames-Spieler. :lol:

3. Schleichende Charaktere: Heutzutage kann man sich meistens mit nem einfachen Klick in das nächste Bild bringen. In gewissen Adventueres, bei neueren Titeln fällt mir nur A Vampyre Story ein (geniales Spiel), schleicht der Hauptcharakter aber durch jeden Bildschirm, ohne zu Rennen (sowas geziemt sich nicht für eine elegante Vampyrdame) und ohne dass man den Laufweg durch einen Doppelklick beschleunigen könnte.

4. Texte/Filmsequeznen die man nicht durch einen Doppelklick überspringen kann: Wie schon oben erwähnt, sind schnelle Leser oftmals mit dem lesen des Textes fertig, wenn der Sprecher erst in der Hälfte ist. Bei AVS ist die Funktion aber integriert. Wenn man A Vampyre Story schon negativ erwähnt, sollte man es im Gegenzug auch mal lobend erwähnen. Ist doch nur fair, oder? \:D/

5. Pixelsuche nach Objekten ODER Objekte die der Akteur erst später nehmen will ODER später in einer Handtasche/Koffer/Schranke neu erscheinende Objekte: Bei Runaway oder bei Bei der Geheimakte Tunguska gab es nach meiner Erinnerung tatsächlich Handtaschen, in denen nichts gefunden wurde, aber dann nach einem Schlüsselevent doch noch interessanten Inhalt hatten. Wie kann man darauf kommen schon abgesuchte (unwichtige, leere) Schränke, Koffer oder Handtaschen erneut zu durchsuchen? Bei Runaway gab es auch ein Objekt im ersten Kapitel am Anfang, das ich partout nicht gefunden habe. Hotspots wären erwünscht, aber bei fair programmierten Adventures nicht nötig. Als eine nette Hilfe für Anfänger sind sie aber i.o., nutzen muss man sie ja nicht. *zwinker*
Kommentare wie "Das kann ich jetzt noch nicht gebrauchen", nerven mich auch tierisch ab. Ich laufe doch nicht einen Weg 2x, wenn der Akteur das klar ersichtlich manipulierbare Objekt nicht nehmen will. Das ist eine unnötige Verlängerung der Spielzeit.

6. Zu lange Textnachrichten in Tage-/Reisebüchern: In Riven hatte das Tagebuch zu viel Text für mich. Das hätte man netterweise in der Verpackung als Tagebuch für die WC-Lektüre mitliefern können. Bei Syberia war der textliche Umfang gerade noch erträglich. Zu viel Text auf einmal = error. Viel Text sollte man dem Spieler häppchenweise und nicht in einer Kranladung verkaufen. Auf der einen Seite kann zu viel Text den Spielfluss und die Atmosphäre stören, auf der anderen Seite aber, falls der Text nicht zwingend für ein Weiterkommen notwendig ist, total positiv für das Spiel und die Welt sein. Ein gutes Beispiel sind die Bücher in Morrowind. Das ist zwar kein Adventure, aber mir fällt kein anderes gutes Beispiel zu dem Punkt ein.

7. 3D-Landschaften: Ich will es mal so ausdrücken, das mir 3D-Landschaften zwar gefallen können, aber im Vergleich zu gezeichneten 2D-Landschaften oft der Detailreichtum fehlt. In den Monkey-Island-Spielen strotzte jedes Bild nur so von Details, wobei in Baphomets Fluch: Der Schlafende Drache als Negativbeispiel gerade mal die nötigsten Objekte in der Welt platziert wurden. Ich mag gute 2D-Landschaften lieber als lieblose 3D-Landschaften. Fortschritt hin oder her.

8. Kritikpunkte die heutzutage kein Thema mehr sind:
A) zu kleines Inventar in denen nicht alle Gegenstände platz hatten (Name entfallen)
B) Steuerung nur mit der Tastatur (Grim Fandango)
C) Gegenstände, die man an später nicht mehr erreichen konnte (Name entfallen)

9. Sterbemomente! Man spielt seelenruhig mal so eine Stunde ohne zu speichern und *ZACK* ist man tot. Die Entspannung ist dahin und man muss sich wieder entnervt den verlorenen Fortschritt nachholen. Die Folge ist dann, dass man alle 5-10 Minuten abspeichert und schlussendlich über 100 Savegames hat. Sterbemomenten gibt es in vielen Games und in einem aktuelleren soll sogar vor einem solchen Moment das Game einen automatischen Autosave machen, damit man den Fortschritt nicht verliert und die Szene dann im 2.ten Anlauf packt.

es gibt noch viele Sachen, aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend :D
Zuletzt geändert von Kirtar am 30.04.2009, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
Ankh 3: Geht drei mal hin und her zwischen der Blauen und der Gelben Ebene, bis dem Eremiten schlecht wird. Dieses Ereignis wird aber erst aktiviert, wenn man die Oliven auf den Altar gelegt hat. Unlogischstes Rätsel der Welt.

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Eulensang
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von Eulensang »

Kirtar hat geschrieben: 1. ausgehende Ressourcen: Bei The Westerner gab es Geld als Zahlungsmittel und Heu für das Pferd als Treibstoff.
Das waren zwar Möhren und kein Heu, ich gebe Dir aber vollkommen recht. Selten ein unnötigeres Spielelement gesehen. Für ein einziges Mal wäre das Pfderfüttern noch okay gewesen, aber auf Dauer war's total nervig. Aber ausgehende Ressourcen finden sich gottlob heute nicht mehr.

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stans_gebrauchtwaren
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von stans_gebrauchtwaren »

Kirtar hat geschrieben:
Auch das Geld bei Zack McCracken fand ich unnötig, weil man immer unter dem Druck steht, ja nicht unnötig einen Ort aufzusuchen. Bei Zack McCracken: Between Time & Space (welches ich als bestes Fanprojekt unter den Adventurespielen empfinde) habe ich in der Lösung nur nachgeschaut, welche Orte man in welcher Abfolge besuchen musste. So war ich mir sicher, den optimalen Weg zu gehen und mit dem Geld haushalten zu können. Eine diskreditierte Kreditkarte im letzten Drittel des Spiels (und keine Möglichkeit mehr den Flieger benutzen zu können) hätte mir den Spielspass und denn Abspann geraubt.
...

3. Schleichende Charaktere: Heutzutage kann man sich meistens mit nem einfachen Klick in das nächste Bild bringen. In gewissen Adventueres, bei neueren Titeln fällt mir nur A Vampyre Story ein (geniales Spiel), schleicht der Hauptcharakter aber durch jeden Bildschirm, ohne zu Rennen (sowas geziemt sich nicht für eine elegante Vampyrdame) und ohne dass man den Laufweg durch einen Doppelklick beschleunigen könnte.
Ich kann vielen Punkten auf Deiner Liste nur zustimmen, aber bei den zwei Sachen übertreibst Du ein bisschen.
Beim originalen ZakMcKracken konnte man im Lotto gewinnen und dadurch sein Konto wieder auffüllen (okay, es konnte auch sein, dass man darauf erst zu spät kommt) und notfalls auch ein paar Gegenstände verkaufen. Immer noch nicht schön, aber auch nicht so furchtbar schlimm dadurch. Und im inoffiziellen Sequel konnte das Geld glaube ich eigentlich gar nicht ausgehen...

Und kurz zu AVS: Durch Drücken der Leertaste springt man direkt zum Zielort. Schneller geht's nimmer. ;-)

PS: Willkommen hier im Forum!!! :D

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Kirtar
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von Kirtar »

stans_gebrauchtwaren hat geschrieben:
Kirtar hat geschrieben: Und kurz zu AVS: Durch Drücken der Leertaste springt man direkt zum Zielort. Schneller geht's nimmer. ;-)

PS: Willkommen hier im Forum!!! :D
Interessant zu wissen, danke für den Leertasten-Tipp :mrgreen:

Und vielen Dank für die herzliche Begrüssung. Ich bin zwar nicht total up-to-date mit den neusten Adventures, da ich erst Geheimakte 2, AVS und bald TBouT habe (und neuerdings auch die Ankh Gold Pyramide), aber ich bin ein alter Lucas Arts und DOS Hase der schon mindestens 30 Adventures durchgezockt hat. Und die ab 80/85iger Spiele auf eurer Hauptseite grase ich schon seit einem Jahr nach und nach ab. :wink:

Gruss
Ankh 3: Geht drei mal hin und her zwischen der Blauen und der Gelben Ebene, bis dem Eremiten schlecht wird. Dieses Ereignis wird aber erst aktiviert, wenn man die Oliven auf den Altar gelegt hat. Unlogischstes Rätsel der Welt.

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Jehane
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von Jehane »

postulatio hat geschrieben:
realchris hat geschrieben:gute Gegenbeispiele Irrgärten:

Der Wald hei Baphomets Fluch 2
als ich den beitrag davor las, dachte ich direkt an ebendiesen Jungle, den du hier als positives Beispiel anführst.

also mich hat das total genervt, ich war mir sicher, das da überhaupt kein system drin ist, sondern die wege willkürlich wechseln.
gut, es scheint doch ein system zu geben, sonst würde es dazu keine komplettlösung geben, aber nach ner stunde probieren, hatte ich keinen bock mehr :roll:
Das kann man aber deutlich abkürzen :) Ich hab allerdings auch eine halbe Ewigkeit gebraucht, um das zu kapieren...
postulatio hat geschrieben: Bei Myst bestehen viele Rätsel ja auch aus Trial-and-Error, wenn ich mich recht entsinne, gab es da auch ein Labyrinth, wo man nur mit Zettel, Stift und viiiel Geduld weiterkam. Ätzend sowas :roll:
Absolut. Das war einer der Gründe, warum ich das Spiel schließlich aufgegeben habe. Es macht einfach keinen Spaß, nach Lösung zu spielen, weil die Rätsel sowas von schwierig sind, dass man von selbst nicht draufkommt - mich nervt das ungemein, wenn ich nicht mal einen winzig kleinen Hinweis darauf kriege, was ich tun muss, sondern wie blöd alles abgrasen und ausprobieren muss, was nur irgendwie geht. Abgesehen davon hab ich die Story von Myst auch nicht sooo berauschend gefunden, dass ich es unbedingt beenden musste - mir gingen diese beiden in die Bücher eingesperrten Kerle mit ihrem "Hol mich hier raus"-Gejammer furchtbar auf die Nerven, als Story war mir das einfach zu wenig. Auch dass man die meisten Aufgaben doppelt ausführen musste, um an diese Buchseiten zu kommen, hat mich furchtbar genervt. Ich schätze, das Spiel liebt oder hasst man, dazwischen gibt's meiner Meinung nach nichts.
postulatio hat geschrieben: Was mich noch nervt:
- sich wiederholende Kommentare (dabei sind mir Standardantworten noch lieber als witzige Kommentare, die beim 5. Mal nun mal nicht mehr witzig sind - Beispiel: Ankh 3)
- wurde ja schon erwähnt: konstruierte Lösungswegen, d.h. wenn sich die spielfigur aus nicht nachvollziebaren gründen weigert, etwas zu tun (was sie vorher vielleicht sogar schon mal getan hat)
- ist vielleicht subjektiv, aber: zu hohe rätseldichte, die den Spielfluss zum erliegen bringen. wenn man gewillt ist, ein spiel ohne lösung zu meistern, ist es für mich umso frustrierender, wenn ich nach kurzem nachschauen gleich wieder hänge :?
- unbefriedigende enden und storywendungen, nach denen man sich nur fragt: was, das solls gewesen sein? - Beispiel: Memento Mori
Ja, das unterschreibe ich alles voll und ganz. Grade die sich wiederholenden Kommentare können eine echte Qual sein; wenn sie sich wenigstens abbrechen lassen, ist das ja noch ok - bei Belief & Betrayal ging das aber z.B. nicht, und da hatten die Charaktere nur 2-3 Standardkommentare auf Lager, die nach dem 5. Mal unfassbar genervt haben.
@Hohe Rätseldichte: Das ist ein Problem, das Dracula 3 ab ca. der Hälfte hatte - da kamen so viele Rätsel auf einen zu, dass die Story fast völlig in den Hintergrund gedrängt wurde. Man hat sich gegen Ende hin nur noch von Rätsel zu Rätsel gehangelt, ohne dass dadurch etwas Nennenswertes passiert wäre (ok, man konnte sterben, aber das war's dann auch schon *g*). Hätte man evtl. etwas verkürzen können, obwohl ich das Spiel ansonsten wirklich gut fand.
@Enden: Wah. Ja. Sowas hasse ich. Selbst wenn ein Spiel bis dahin gut war, verliert es durch ein schlechtes Ende gewaltig. Black Mirror z.B. fand ich toll, das Ende war aber ganz grauenhaft. Oder NiBiRu. Da hab ich bis heute nicht kapiert, was das Ganze eigentlich sollte, aber nachdem ich keine Lust habe, den faden Martin Holan noch mal auf seinem Abenteuer zu begleiten, werd ich das wohl auch nie rausfinden. Extrem verkürzte Enden kann ich auch nicht leiden; es gibt Spiele, wo das Ende so extrem schnell kommt, dass man sich fragt, ob die Entwickler keine Zeit mehr hatten, sich was Vernünftiges einfallen zu lassen. Oder ob ihnen tatsächlich nichts Besseres eingefallen ist.

Zu den "Schnellspielern": Es gibt Leute, die wollen einfach nur angeben. Auf Amazon findet man die besonders oft, da posten Leute, dass sie z.B. Barrow Hill in 4 Stunden durchgespielt haben oder Keepsake in 5. Lächerlich, sowas - für Keepsake braucht man, auch wenn man die Hilfe- und Lösungsfunktion bei jedem Rätsel nutzt, allein schon aufgrund der elendiglich langen Laufwege locker 15-20 Stunden. Ich seh auch keinen Sinn dahinter, ein Adventure in aller Eile durchzuspielen, wo bleibt denn da der Spielspaß? Klar gibt es Adventures, die unglaublich kurz geraten sind - Cleopatra ist so ein Spiel -, und generell scheint die Spieldauer eher nach unten zu gehen.
Shiny.

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Kirtar
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von Kirtar »

Jehane hat geschrieben:Zu den "Schnellspielern": Es gibt Leute, die wollen einfach nur angeben. Auf Amazon findet man die besonders oft, da posten Leute, dass sie z.B. Barrow Hill in 4 Stunden durchgespielt haben oder Keepsake in 5. Lächerlich, sowas - für Keepsake braucht man, auch wenn man die Hilfe- und Lösungsfunktion bei jedem Rätsel nutzt, allein schon aufgrund der elendiglich langen Laufwege locker 15-20 Stunden. Ich seh auch keinen Sinn dahinter, ein Adventure in aller Eile durchzuspielen, wo bleibt denn da der Spielspaß? Klar gibt es Adventures, die unglaublich kurz geraten sind - Cleopatra ist so ein Spiel -, und generell scheint die Spieldauer eher nach unten zu gehen.
Es gibt Leute die spielen ein Spiel mehrmals durch, nur um zu sehen wie schnell sie es schaffen das Game durchzuspielen. Das setzt entweder voraus, dass sie das Spiel schon 1x regulär durchgespielt haben und alle Lösungswege kennen - oder sie benutzen einfach eine Lösungshilfe... . Beim ersten Fall ist die Angabe mit Stolz verbunden, ich schaff es alleine in dieser kurzen Zeit. Beim zweiten Fall ist die Angabe mit Dummheit verbunden, weil man sich um den eigentlichen Spielspass (eines Adventures) bringt. :idea:

Bei Adventures ist es doch der Reiz die Rätsel ohne Lösung zu schaffen. Das verschafft einem auch Genugtuung. Andererseits, wenn die Rätsel schwach oder unsinnig sind, aber die Story dafür umso besser, empfinde ich den Griff zur Lösung für gerechtfertigt. Flüssiges Durchspielen contra entnervter Knobelgenius. Die Geheimakte 2 hab ich fast gänzlich ohne Lösung geschafft, da die Rätsel auch immer sehr naheliegend waren. Bei A Vampyre Story habe ich schon mehrmals zur Lösung gegriffen, aber wenn, dann war es auch gerechtfertigt.

Wenn ich ein Spiel spiele rechne ich immer aus wie viele Stunden Spielspass mir das Game bescheren wird oder beschert hatte. Je weniger € auf die Stunde kommen, desto besser finde ich das Spiel und desto besser ist die Kosten-Nutzen-Rechnung. Auf "leicht" durch ein Spiel rennen, nur um die Story und den Abspann in weniger als 6 Stunden zu sehen und es dann wieder verkaufen. Wtf? #-o

Zurück zum eigentlichen Thema: Was mich noch an Adventures nervt:

Zu lange Laufwege und unkompatible Neuauflagen. Ich besitze Grim Fandango XP und in der Zeit die ich gebraucht habe um das Spiel fehlerfrei zum laufen zu bringen, hätte ich Vollgas durchspielen können... :evil:
Bei den zu langen Laufwegen nervt es mich, wenn ich mich durch zu viele Bildschirme durchklicken muss, die auch noch eine Ladezeit von wenigen Sekunden haben. Da wäre eine Karte mit den besuchten Orten/Bildschirmen ganz hilfreich. Ein einzelner Klick auf den Bildschirm und schwupps ist man da. Leider raubt das aber auch viel Ambiente...

Gruss
Ankh 3: Geht drei mal hin und her zwischen der Blauen und der Gelben Ebene, bis dem Eremiten schlecht wird. Dieses Ereignis wird aber erst aktiviert, wenn man die Oliven auf den Altar gelegt hat. Unlogischstes Rätsel der Welt.

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Leonaru
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von Leonaru »

Kirtar hat geschrieben:
Jehane hat geschrieben:Zu lange Laufwege und unkompatible Neuauflagen. Ich besitze Grim Fandango XP und in der Zeit die ich gebraucht habe um das Spiel fehlerfrei zum laufen zu bringen, hätte ich Vollgas durchspielen können... :evil:
Erstaunlich. Ich habe das urspüngliche Grim Fandango für Win95/98 und es läuft auf meinem XP-Rechner gut. Benutzt du etwas Vista? :shock:
Wie wär's mit etwas Rock 'n' Roll?

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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von realchris »

„Alles Wissen besteht in einer sicheren und klaren Erkenntnis.“

René Descartes
Zuletzt geändert von realchris am 18.10.2009, 18:00, insgesamt 1-mal geändert.

Lea

Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von Lea »

Leonaru hat geschrieben:
Kirtar hat geschrieben:
Jehane hat geschrieben:Zu lange Laufwege und unkompatible Neuauflagen. Ich besitze Grim Fandango XP und in der Zeit die ich gebraucht habe um das Spiel fehlerfrei zum laufen zu bringen, hätte ich Vollgas durchspielen können... :evil:
Erstaunlich. Ich habe das urspüngliche Grim Fandango für Win95/98 und es läuft auf meinem XP-Rechner gut. Benutzt du etwas Vista? :shock:
Ich benutze Vista 64 und mit Grim Installer läuft da Grim Fandango 1A!

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Kirtar
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von Kirtar »

MondPrinzessin hat geschrieben:
Leonaru hat geschrieben: Erstaunlich. Ich habe das urspüngliche Grim Fandango für Win95/98 und es läuft auf meinem XP-Rechner gut. Benutzt du etwas Vista? :shock:
Ich benutze Vista 64 und mit Grim Installer läuft da Grim Fandango 1A!
Ich benutze XP mit auf einem ziemlich schnellen und aktuellen PC und jetzt läuft Grim Fandango wenigstes fehlerfrei, wobei mir ein Punkt die Motivation nimmt. Vielleicht wurde das halt so programmiert, Ich weiss es nicht. Bei mir werden keine zu manipulierende Objekte wie "Gummihuhn" oder "MP3-Player" angezeigt. Und ich habe keine Lust mich ewig durchs Bild zu klicken, nur in der Hoffnung, nix übersehen zu haben. :?
Ankh 3: Geht drei mal hin und her zwischen der Blauen und der Gelben Ebene, bis dem Eremiten schlecht wird. Dieses Ereignis wird aber erst aktiviert, wenn man die Oliven auf den Altar gelegt hat. Unlogischstes Rätsel der Welt.

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JohnLemon
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von JohnLemon »

Kirtar hat geschrieben: Bei mir werden keine zu manipulierende Objekte wie "Gummihuhn" oder "MP3-Player" angezeigt. Und ich habe keine Lust mich ewig durchs Bild zu klicken, nur in der Hoffnung, nix übersehen zu haben. :?
Den Luxus hat keiner, tröste Dich. :wink:
Manny selbst ist der wandelnde 'Hotspot': wo immer er seinen Kopf hindreht, gibt es mit der "5" vom Zifferblock etwas anzusehen und/oder aufzunehmen ("+" bzw. "Enter").
Hohle Töpfe haben den lautesten Klang. (Shakespeare)

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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von Kirtar »

JohnLemon hat geschrieben:
Kirtar hat geschrieben: Bei mir werden keine zu manipulierende Objekte wie "Gummihuhn" oder "MP3-Player" angezeigt. Und ich habe keine Lust mich ewig durchs Bild zu klicken, nur in der Hoffnung, nix übersehen zu haben. :?
Den Luxus hat keiner, tröste Dich. :wink:
Manny selbst ist der wandelnde 'Hotspot': wo immer er seinen Kopf hindreht, gibt es mit der "5" vom Zifferblock etwas anzusehen und/oder aufzunehmen ("+" bzw. "Enter").
Wenigstens ist das ein Trost im Sinne von "wenn ich es nicht habe sollen es andere auch nicht haben".

dann kann ich jetzt getrost diesen Punkt auch als weiteres Nogo aufzählen:
"unbeschriftete Hotspots" :(
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von JohnLemon »

Kirtar hat geschrieben: dann kann ich jetzt getrost diesen Punkt auch als weiteres Nogo aufzählen:
"unbeschriftete Hotspots" :(
[Lucy's 5-Pence-Tipps] Vielleicht solltest Du das Spiel einfach ruhen und mit Dir reifen lassen. Womöglich passt ihr später einmal besser zueinander. [/unaufgeforderte Lebensberatung] :P
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von Kirtar »

JohnLemon hat geschrieben:
Kirtar hat geschrieben: dann kann ich jetzt getrost diesen Punkt auch als weiteres Nogo aufzählen:
"unbeschriftete Hotspots" :(
[Lucy's 5-Pence-Tipps] Vielleicht solltest Du das Spiel einfach ruhen und mit Dir reifen lassen. Womöglich passt ihr später einmal besser zueinander. [/unaufgeforderte Lebensberatung] :P
vielleicht

aber wie kann ich behaupten ich mag das Game nicht, wenn ich nicht über Raum 2 und der Empfangsdame hinausgekommen bin :wink:

Morrowind hab ich die ersten 5-10 Stunden auch gehasst, nur um es danach viele 100 Stunden zu lieben :)
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Re: Genervt beim Spielen von Adventures

Beitrag von JohnLemon »

Kirtar hat geschrieben: aber wie kann ich behaupten ich mag das Game nicht, wenn ich nicht über Raum 2 und der Empfangsdame hinausgekommen bin :wink:
Jetzt klingt es auch weniger grundsätzlich - eher so, als könnte man Dir mit einem Savegame weiterhelfen. :wink:
Hohle Töpfe haben den lautesten Klang. (Shakespeare)

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