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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 17:57
von Uncoolman
Ich hatte auch erst gedacht, das Rätsel wäre komplizierter. Aber natürlich konnte man das ohne Mathe lösen. Ich wusste nicht, ob das Viereck als ein Platzhalter für irgendwas steht (also z.B. auch für 7 oder 255...) und ob es überall in allen Netzwerken denselben Wert hat.
Aber es hat mir gezeigt, dass man doch eine Menge vergisst, auch wenn man glaubt, das Formelauflösen nach X sei wie Fahrradfahren, das man angeblich nie vergisst. Irrtum. Schule liegt bald ein halbes Jahrhundert zurück...
OK, ich bin jetzt Halbwaise. Offenbar kommen jetzt erst die „richtigen“ Missionen...
Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 18:02
von z10
Viereck entspricht 4 weil es aus 4 Strichen besteht

Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 18:16
von DavidMcNamara
Loma hat geschrieben: ↑15.03.2026, 20:39
Ich glaube, ich bin jetzt spielerisch ungefähr da, wo wir hin sollen.
Esmeralda hat geschrieben: ↑15.03.2026, 16:43
DavidMcNamara hat geschrieben: ↑14.03.2026, 11:53
Und die Einwände von Luis bzgl. mehr Mitbestimmung fand ich jetzt gar nicht so unplausibel. Das wirft auch spannende Fragen auf: Wie sollte man die politische Mitbestimmung in einem solchen Mehrgenerationenschiff organisieren? Bisher wirkt es doch arg hierarchisch...
Ein gewissen Maß an Ordnung und hierarchischer Struktur wird man bei einer so kleinen und vor allem geschlossenen Gesellschaft schon brauchen. Wie wenig Mitbestimmung tatsächlich da ist, wissen wir noch nicht, finde ich. Nur, dass das Missionsziel feststeht und sich alle dem unterordnen müssen. Was natürlich schon ein gewaltiger Eingriff in die Lebensgestaltung ist. "Du lebst dein kleines Leben hier auf dem Schiff, kannst nicht weg und kommst selbst niemals an..." Nicht gerade der Stoff, aus dem Träume sind...
Für mich stellt sich die Frage, ob man bei einem solchen Projekt auf dem Schiff gleich eine Gesellschaftsstruktur entwerfen will. Dann sind Fragen nach Mitbestimmung, Demokratie usw. wenig verwunderlich. Und was diverse Gesellschaftsentwürfe betrifft, kann man da natürlich bei Platon, Thomas Morus, Walden Two, 1984 usw. usf. nach Grundlagen suchen (oder sehen, wie wenig prickelnd das in der Realität ist).
Die andere Möglichkeit, die mir einfiele, wäre die, dass die Mission schlicht als Arbeitsauftrag zu sehen ist und somit einfach eine Firmenstruktur mit entsprechenden Hierarchien aufgesetzt wird, die jetzt auch nicht zwangsläufig demokratisch sein müsste. Problem hier ist nur, dass so etwas wie eine Kündigung nicht möglich ist und nachfolgende Generationen einen Job haben, für den sie sich nie gemeldet haben...
Bin auch gespannt, was wir beim Weiterspielen noch darüber erfahren... Auf jeden Fall gibt es da definitiv eine Spannung zwischen der Zielvorgabe "Die Mission soll erfolgreich sein", welche eher Effektivität und Befehlsketten nahelegt, und der Zielvorgabe "Menschen sollten die Gesellschaft, in der sie leben, mitgestalten können".
Uncoolman hat geschrieben: ↑17.03.2026, 17:57
Aber es hat mir gezeigt, dass man doch eine Menge vergisst, auch wenn man glaubt, das Formelauflösen nach X sei wie Fahrradfahren, das man angeblich nie vergisst. Irrtum. Schule liegt bald ein halbes Jahrhundert zurück...
Ich war auch erstaunt, wie angestaubt meine algebraischen Fertigkeiten inzwischen sind
z10 hat geschrieben: ↑17.03.2026, 18:02
Viereck entspricht 4 weil es aus 4 Strichen besteht
Mist - das stimmt

Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 18:25
von Nitrosamin
Ups, habe vergessen zu schreiben: Habe den ersten Abschnitt durch.
Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 18:26
von Uncoolman
Paul Anderson hat in seinem SF-Roman „Universum ohne Ende“ (Englisch: „Tau zero“) detailliert die kleine Gesellschaft eines Raumschiffes entworfen, hat dazu Machiavelli, Platon oder Marx mit eingebaut. Dort ist interessant, wie er die Emotionen von Reisenden eines unfreiwillig verlorengegangenen Raumschiffes in Einzelpersonen gepackt hat: einige sind deprimiert, einige verzweifeln, einige lassen sich gehen, andere retten sich mit Arbeit. Ich habe damals „Voyager“ nur sporadisch gesehen, aber auch dort irrt das Schiff ja im Weltall herum und muss eine SEHR lange Rückreise in Kauf nehmen. Keine Ahnung, ob man sich dort Gedanken über eine funktionierende Ordnung gemacht hat. Auch „Battlestar Galactica“ ist ja darauf aufgebaut.
Da Generationenschiffe mein Steckenpferd sind, kenne ich die meisten SF-Romane dieses Genres.
Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 18:39
von DavidMcNamara
Uncoolman hat geschrieben: ↑17.03.2026, 18:26
Paul Anderson hat in seinem SF-Roman „Universum ohne Ende“ (Englisch: „Tau zero“) detailliert die kleine Gesellschaft eines Raumschiffes entworfen, hat dazu Machiavelli, Platon oder Marx mit eingebaut. Dort ist interessant, wie er die Emotionen von Reisenden eines unfreiwillig verlorengegangenen Raumschiffes in Einzelpersonen gepackt hat: einige sind deprimiert, einige verzweifeln, einige lassen sich gehen, andere retten sich mit Arbeit. Ich habe damals „Voyager“ nur sporadisch gesehen, aber auch dort irrt das Schiff ja im Weltall herum und muss eine SEHR lange Rückreise in Kauf nehmen. Keine Ahnung, ob man sich dort Gedanken über eine funktionierende Ordnung gemacht hat. Auch „Battlestar Galactica“ ist ja darauf aufgebaut.
Da Generationenschiffe mein Steckenpferd sind, kenne ich die meisten SF-Romane dieses Genres.
Sehr spannend - in Anderson sollte ich mal reinlesen! Ich habe zwar einiges an SF gelesen, aber nur wenig über Generationenschiffe... "Aurora" von Kim Stanley Robinson wollte ich mir mal über einen Sommer reinziehen, ist aber dann doch ein ganz schöner Wälzer. Deinen Link zum "Projekt Hyperion" fand ich übrigens super interessant

Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 19:08
von Uncoolman
Bei mir startete das Interesse mit „Die lange Reise“ von Heinlein, die auch eine Meuterei und alle Varianten einer hierarchischen Gesellschaftsordnung enthält. Heinlein ist nicht nach jedermanns Geschmack (er hatte seinen schlechten Ruf durch seine Weltraumkrieger...) und er vertritt natürlich ein sehr amerikanisches Weltbild, insbesondere Männerweltbild...
Es sind, wie mir scheint, oft sehr frühe Romane aus der Blütezeit der „Hard SF“, die solche Reisen beschreiben. Einige davon sind vorgetäuscht, das heißt, der Plot besteht darin, dass diese Menschen nur glauben, sie würden im All irgendwohin reisen.
Heißt aber auch, dass viele Romane etwas „alt“ wirken (auch im Schreibstil), weil man doch 1955 oder 1968 anders geschrieben hat als heute...
PS „Aurora“ hört sich gut an. Danke für den Tipp. Erinnert mich an „Welt zwischen den Sternen“ von Panshin, das auch aus der Sicht eines Mädchens geschildert wird.
Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 19:19
von Esmeralda
Gut, dann machen wir wohl mit dem 2. Abschnitt weiter und hoffen, dass diejenigen, die ein wenig hinterherhinken, das in diesem Abschnitt aufholen können, der ist nicht so lang.
Zusammenfassung Abschnitt 1:
Stella befindet sich auf dem Generationenschiff Zephyr auf dem Weg zu einem fernen Planeten, der vermutich als Ersatzerde dienen soll. Gesundheitlich geht es ihr scheinbar nicht sonderlich gut, sie schläft sehr viel, weiß aber nicht warum. Ihr Vater, der Sicherheitschef ruft sie zu sich, weil eine Nachricht ihrer Mutter von der Erde eingetroffen ist. Auf der Erde steht es nicht zum Besten, Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Die Nachricht der Mutter wirkt recht belanglos, aber sie lässt ein Codewort fallen, anhand dessen der Vater erkennt, dass etwas nicht stimmt. Er eilt zur Kapitänin, um mit ihr etwas zu besprechen.
Derweil übernimmt Stella den scheinbaren Routineauftrag, Unregelmäßigkeiten im Netzwerkraum zu überprüfen. Nichts mit Routine, jemand ist in den Raum eingedrungen, hat den Techniker niedergeschlagen und versucht Malware ins System zu schleusen. Zusammen mit dem herbeigerufenen Vater macht sie sich auf die Jagd auf den Eindringling, die allerdings tödlich für den Vater endet. (es klappt nicht immer, sich unter sich schließenden Türen durchzuzwängen...)
Die Führung beschließt gemeinsam mit Stella - nun selbst Sicherheitschefin - den Vorfall zu vertuschen und nicht bekannt zu geben, dass es offenbar Dissidenten an Bord gibt.
Eine Nachricht der Dissidentengruppe wird entdeckt, zwei Verdächtige (die Hausmeisterin Rose und ein Freund Stellas, Luis) werden verhaftet. Stella macht sich an die Nachforschungen und kann herausfinden, dass Luis tatsächlich der geplante Empfänger des Briefes war. Er sollte später am Tag beim Fest des Ankunftstages eine Kontrakperson treffen. Es gibt offensichtlich einige, die mit der Gesamtsituation an Bord nicht zufrieden sind. Zu wenig Mitbestimmung. Außerdem verfolgt sie die Spur des Papierstückes und findet heraus, dass das Papier - ein seltenes Gut auf dem Schiff - aus dem Aktivitätenraum stammen muss. Dort haben aber viele Zutritt, viel weiter bringt uns die Info nicht.
Mal sehen, ob das Fest etwas Neues ans Licht bringt.
Ich habe übrigens meinen Kollegen bei der Sicherheit nicht erzählt, dass es Dissidenten gibt. Außerdem habe ich einem Treffen des Ethikrates zugesagt und die Geisteskrankeit von Luis Mutter nicht gemeldet. Ich vermute, dass das Entscheidungen sind, die mir noch auf die Füße fallen könnten...
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Weiter geht es mit Abschnitt 2.
Wir spielen bis wir die nächsten 2 Fälle abgeschickt haben.
Ich habe dafür ca. 1 h gebraucht.
Zeit ist bis Freitag den 20.3. ? Oder lieber gleich bis Samstag?
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 19:37
von Einzelkämpfer
Leicht verspätet bin ich gerade mit der ersten Session fertig.
Jetzt muss ich erstmal den Thread hier nacharbeiten...
Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 20:20
von Einzelkämpfer
Genau wie bei Lacuna hat es mich etwas Überwindung gekostet, richtig loszulegen. Das gewöhnungsbedürftige Interface, das sich schnell mit zig Personen und Hinweisen füllt, Tastaturbedienung, dazu die große Spielwelt - das spricht mich im ersten Moment nicht so an. Aber der Umstand, dass wir es hier gemeinsam spielen, hat mich wieder motiviert, es trotzdem anzugehen. Und dann gewöhnt man sich auch schnell daran. Atmosphärisch gefällt es mir auch ganz gut bisher.
Es wird schnell klar, dass - unabhängig von der sich abzeichnenden Revolte - irgendetwas an Bord nicht stimmt. Die eigenartige Nachricht der Mutter, offenbar kranke Personen (Stella?, Luis' Mutter, und jemand erwähnte, dass Schmerzmittel fehlen). Die Reise scheint nicht ganz so zu verlaufen wie geplant. Oder zumindest ungewollte Nebenwirkungen zu haben. So sie denn tatsächlich in einem Raumschiff unterwegs sind und nicht alles Illusion ist...
Esmeralda hat geschrieben: ↑17.03.2026, 19:19
Ich habe übrigens meinen Kollegen bei der Sicherheit nicht erzählt, dass es Dissidenten gibt. Außerdem habe ich einem Treffen des Ethikrates zugesagt und die Geisteskrankeit von Luis Mutter nicht gemeldet. Ich vermute, dass das Entscheidungen sind, die mir noch auf die Füße fallen könnten...
Das entspricht exakt meinen Entscheidungen. Also folge ich genau dem Pfad, den die Spielleiterin vorgibt. So kann's weitergehen.
Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 20:27
von Uncoolman
Ich machte es wie Esmeralda: die Info zurückgehalten (in diesem Fall wollte ich auf Nummer sicher gehen und den Kreis der Eingeweihten so klein wie möglich halten, es könnte ja sein, dass mein eigener Trupp darin verwickelt ist), und habe der fraglichen Ethik-Veranstaltung zugestimmt (andere Seiten kennenzulernen, ist immer empfehlenswert, um sich eine Meinung zu bilden - auch wenn das im Protokoll verpönt ist. ).
Jetzt habe ich tausend neue Informationen erhalten...
Habe es aber nicht von Esmeralda abhängig gemacht (da hatte ich ihren Text nicht gelesen, und es wäre eh zu spät gewesen...), sondern „aus dem Bauch“ gehandelt.
Ich glaube auch nicht, dass das Speichern der Dateien mir einen Vorteil bringt. Ich glaube nicht, dass ich jemals wieder Schritte zurückgehen würde. Trotzdem kopiere ich ab und zu den Spielstand. Man kann ja später mal alternative Wege ausprobieren. Aber ob ich dann noch weiß, was ich wo in welchem Spielstand gemacht habe..?
Jetzt habe ich mehrere Orte, an die ich gehen könnte, z.B. mit dem einen Lehrer im Café reden.
Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 20:49
von SpionAtom
Ich habe nun auch eine weitere Stunde gespielt, und zwei Fälle abgegeben. Und dann ging es noch etwas automatisch weiter bis zu einem weiteren Briefing mit der Chefin. Da habe ich aufgehört.
Bin gespannt auf eure Entscheidung im Krankenhaus bezüglich des Haustieres. Ich jedenfalls habe mich durchgerungen, den Anweisungen der Obrigkeit zu folgen...
Es war eine große Überraschung, geradezu ein Schock, als mitten in den Ermittlungen, die Schwerkraftregulierung ausfiel. Es bleibt spannend!
Ebenso die weiteren Information, die man auf der Krankenstation erfährt, besonders über die Geburten, sind höchst interessant.
Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 20:50
von Loma
Also, wenn wir uns alle gleich entschieden haben, gab es dann überhaupt Entscheidungsmöglichkeiten oder ist alles vorherbestimmt...
Luis' Mutter zu melden, hatte ich aber auch gar nicht wirklich Gelegenheit oder ich habe schlicht etwas übersehen?
Sollte ich die Möglichkeit bekommen, das noch nachzuholen, wüsste ich aktuell noch nicht, wie ich mich entscheiden würde...
Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 21:08
von Uncoolman
Richtige Entscheidungen gab es nicht viele, vielleicht fünf oder so.
Vielleicht gilt ja auch als Entscheidung, welche Person ich nach was befrage oder wen ich wann anspreche? Ich besuche jedenfalls alle Orte ein zweites Mal (sowas trainiert man im Adventure-Bereich..

) und teste eine Reihe von Gegenständen mit den Personen aus, aber bislang hat das keine neuen Erkenntnisse gebracht.
Man muss auf jeden Fall viel lesen, wenn man aus den 10000 Notizen Verdächtige herauspicken will. Das ist wirklich was für Agatha-Christie-Fans, die mit (meist) 12 Verdächtigen gleichzeitig hantiert...
Ich frage mich jedoch, was eigentlich passiert, wenn man den FALSCHEN beschuldigt - denn eigentlich kann es dann ja im Spiel gar nicht so recht weitergehen. Ich bezweifle, dass es wirklich unterschiedliche Spielverläufe gibt. Ich vermute, es ist ähnlich wie bei „Mass Effect“: die Hauptstory ist linear und unabänderlich, aber ich habe mal hier und da Abweichungen, einen zum Freund und einen anderen zum Feind, wenn ich seine Nebenmission versemmle...
Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Verfasst: 17.03.2026, 21:42
von Nitrosamin
Also ich habe Luis Mutter gemeldet. Sonst sieht mein Weg gleich aus. Mal sehen, wo es Unterschiede gibt.