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Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 20:44
von Sternchen
Uncoolman hat geschrieben: ↑03.05.2026, 19:13
Ich habe das mit dem „Kabel“ nur erwähnt, weil die Riesenbagger elektrisch betrieben werden - eben ohne Batterie. Man denkt ja: im Braunkohletagebau kann man gut mit Diesel oder Kohle fahren, aber tatsächlich sind sie voll elektrisch. Natürlich ist das „Kabel“ nicht für den allgemeinen Gebrauch gemeint gewesen..
Alles klar.
Hatte das dann wohl mit dem Tankkabel für den E-Auto verwechselt danke für die Aufklärung.
Uncoolman hat geschrieben: ↑03.05.2026, 19:13
Ich habe es aber ernst gemeint damit, dass man Autobahnen (die man ohnehin alle 20 Jahre renovieren und aufreißen muss), vielleicht mit so einer Art von unterirdischer Stromspeisung (k.A...) ausstattet. Dann „klinkt“ man sich in der Autobahn ein (berührungslose Stromabnahmen werden auch getestet...), überlässt dem Verkehrscomputer das Auto (es handelt sich quasi um einen Schienenstrang, man braucht also keine komplizierte KI, sondern das ist so wie im MiWuLa), trinkt Kaffee, schaut Netflix oder aus dem Fenster oder spielt Karten, und die Batterie wird gleichzeitig aufgeladen. Dann hängt man sich an der Abfahrt „München-Wiesn“ oder an „Frankfurt-Messe“ wieder aus, übernimmt selber das Steuer und kurvt zu seiner Tante Hedwig oder zu seinem Termin, wie man es auch vorher getan hätte. Das wäre sozusagen eine halbautomatische Carrera-Bahn...
Unterirdische Stromspeisung klingt intelligent, weil die Kabel dann nicht an der Oberfläche sind, und somit nicht im Weg sind, und man nicht drüber stolpern kann.
Ich frag mich nur, wie weit der Mensch noch in die ohnehin bereits angeschlagene Natur eingreifen soll, nur damit wir alle bald überall mehr Stromquellen haben?Dass die Leute nicht direkt neben einem Strommast leben wollen, kann ich verstehen.
https://www.srf.ch/wissen/technik/stark ... genen-haus
Man sollte die Strommasten mit genug Abstand bauen zu Dörfern, Städten bauen, um Elektrosmog und damit die verbundene Strahlung auf Menschen zu reduzieren.
Es ist mir leider klar, dass das Thema belächelt wird von den Menschen und nicht ernst genommen wird, aber es hat mit Sicherheit einen Grund, wieso Menschen sich nicht damit wohlfühlen, direkt neben Strommasten zu hausen.
https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefin ... esundheit/
Ich bin dafür, dass neue, klimaerneubare Energiequellen gefördert werden sollen, aber nicht auf Kosten von der Natur und der Menschen.
Ich hoffe, dass da gute Kompromisse gefunden werden, denn diese neuen Energiequellen sind die Zukunft, und geben uns mehr Unabhängigkeit von anderen Ländern, was gerade in Krisen- und Kriegszeiten eine sehr große Bedeutung spielt.
Sry für Doppelposts Mods, aber finde es so übersichtlicher zum Lesen für andere.

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 20:49
von Cohen
Sternchen hat geschrieben: ↑03.05.2026, 20:17
Die Google Ki meint übrigens das zu E-Autos:
Der Tankvorgang an einer Zapfsäule für Benzin oder Diesel ist deutlich schneller als das Aufladen eines E-Autos.Hier sind die Fakten im Vergleich: Zapfsäule (Verbrenner): Der Tankvorgang dauert in der Regel nur 3 bis 5 Minuten, um eine Reichweite von oft 700–1000 km zu erzielen. E-Auto (Schnellladestation/DC): Das Aufladen auf 80 % dauert meist 15 bis 45 Minuten. An herkömmlichen AC-Ladestationen (z. B. in der Stadt) dauert es oft 2 bis 4 Stunden oder länger.
Ja, dass das Tanken von Benziner- und Diesel-Autos deutlich schneller geht als das Aufladen eines E-Autos, wissen wir mindestens seit Seite 1 dieser Diskussion, das hat hier auch noch keiner in Frage gestellt.
Einer der wenigen verbleibenden Vorteile.
Sternchen hat geschrieben: ↑03.05.2026, 20:17
Das ist schon eine gewaltige Zeitdifferenz, und bei den jetzigen Strompreisen auch kostenintensiver.
Wie schon mehrfach geschrieben, bei den jetzigen Strompreisen sind die Energiekosten eines E-Autos nur ein Bruchteil der Energiekosten bei Benziner- und Diesel-Autos.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 20:50
von Uncoolman
Wir ignorieren den GRUND, weshalb wir in Zukunft auf E-Mobilität umsteigen müssen. Es wird wohl so sein, dass man HEUTE den Verbrenner bevorzugt und das tut ein Großteil der Menschen ja auch. Wie lange noch? 30 Jahre? 50 Jahre? Natürlich ist es bequemer und (NOCH) billiger. Natürlich ist die Reichweite toll und alles andere ist auch toll. Aber Fakt ist, dass uns erstens die Abgase und der Feinstaub vernichten, zweitens das Kohlendioxid zu viel wird (was mit den Klimawandel verursacht) und drittens ist Sprit irgendwann alle. Und es kommt auch nichts nach, denn alle anderen Methoden sind nur Symptombekämpfung. Kann ja sein, dass es noch 100 Jahre hält (was ich NICHT glaube, wenn man das exponentielle Wachstum berücksichtigt). Aber nach 100 Jahren ist es WEG. Und zwar für immer. Und mit dem Öl alles, was wir daraus produzieren - wir verbrauchen es ja nicht nur zum Autofahren, sondern hauptsächlich für die chemische Industrie. Wir stellen so ziemlich alles aus dem Rohstoff Öl her, inklusive Dünger und jeden Kunststoff sowieso. Wir verheizen in 100 Jahren alles, wofür die Natur Millionen von Jahre gebraucht hat. Und da im Öl sozusagen Millionen von Jahre „gespeichert“ sind, kommen plötzlich diese Millionen Jahre an die Oberfläche und in die Atmosphäre.
Es ist ignorant, den Verbrenner mit dem E-Auto zu vergleichen, was „besser“ ist, als ob wir eine WAHL HÄTTEN.
PS Die OPEC-Staaten erhöhen gerade die Fördermenge...
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 21:28
von Sternchen
Cohen hat geschrieben: ↑03.05.2026, 20:49
Ja, dass das Tanken von Benziner- und Diesel-Autos deutlich schneller geht als das Aufladen eines E-Autos, wissen wir mindestens seit Seite 1 dieser Diskussion, das hat hier auch noch keiner in Frage gestellt.
Seit Seite 1 also. Interessant, wie du das so auslegst, wie als müssten wir alle dieser Meinung sein, und das sonst niemand außer mir das je in Frage stellen würde.
Cohen hat geschrieben: ↑03.05.2026, 20:49
Wie schon mehrfach geschrieben, bei den jetzigen Strompreisen sind die Energiekosten eines E-Autos nur ein Bruchteil der Energiekosten bei Benziner- und Diesel-Autos.
Wie schon erwähnt habe ich nun auch Fakten selber geliefert, lass uns bitte sachlich bleiben,
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 05.05.2026, 13:23
von Simon
Uncoolman hat geschrieben: ↑03.05.2026, 19:13
Ich habe es aber ernst gemeint damit, dass man Autobahnen (die man ohnehin alle 20 Jahre renovieren und aufreißen muss), vielleicht mit so einer Art von unterirdischer Stromspeisung (k.A...) ausstattet. Dann „klinkt“ man sich in der Autobahn ein (berührungslose Stromabnahmen werden auch getestet...), überlässt dem Verkehrscomputer das Auto (es handelt sich quasi um einen Schienenstrang, man braucht also keine komplizierte KI, sondern das ist so wie im MiWuLa), trinkt Kaffee, schaut Netflix oder aus dem Fenster oder spielt Karten, und die Batterie wird gleichzeitig aufgeladen. Dann hängt man sich an der Abfahrt „München-Wiesn“ oder an „Frankfurt-Messe“ wieder aus, übernimmt selber das Steuer und kurvt zu seiner Tante Hedwig oder zu seinem Termin, wie man es auch vorher getan hätte. Das wäre sozusagen eine halbautomatische Carrera-Bahn...
Die Idee finde ich interessant. Man müsste ja auch bei weitem nicht die komplette Strecke mit Strom-Abnahmestellen ausstatten (z.B. nicht, wenn es bergab geht).
Ob es am Ende Sinn macht, da bin ich mir unsicher. Batterien werden größer (wobei genau deine Idee dann dafür sorgen würde, dass Batterien nicht mehr größer werden müssten) und inzwischen sind Schnellladestationen so weit, dass ein sinnvoller Ladehalt eingeplant werden kann.
Aber genau dieses "out-of-the-box"-Denken finde ich wichtig. Auch, wenn man z.B. über Speicher für Regenerative Energien nachdenkt. Man stelle sich vor, jeder Haushalt hätte ein E-Auto mit durchschnittlich 50 kWh Akkukapazität. Da die meisten Autos nur rumstehen, könnte man locker die halbe Kapazität nutzen. Wir haben in der Regel 7 kWh Strombedarf täglich, so könnte also ein halber E-Auto-Akku drei Tage Dunkelflaute für einen Haushalt ausgleichen. Klar, in der Praxis reicht das lange nicht. Was ist mit Industriestrom, was mit Wärme? Aber es könnte ein Baustein sein.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 05.05.2026, 14:02
von Uncoolman
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 05.05.2026, 15:32
von Simon
Ist klar, trotzdem sparst du dir die Hälfte.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 05.05.2026, 16:46
von Uncoolman
Man müsste herausrechnen, ob BERGAUF nicht dafür die doppelte Leistung abverlangt. Ich weiß, dass deine Rechnung sicher ernstgemeint war, aber eventuell war dieser Denkfehler drin.
____
In Bremen will Arcelor jetzt einen Batteriespeicher im Stahlwerk errichten:
https://germany.arcelormittal.com/icc/a ... _back=true
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 05.05.2026, 18:57
von Simon
Nehmen wir mal an, es sei technisch möglich und sinnvoll, E-Fahrzeuge über die Fahrbahn während des Fahrens z.B. induktiv mit Strom zu versorgen, das war ja dein Vorschlag. Die Technik müsste halt erstmal entwickelt werden.
Dann sehe ich es vor allem als Reichweitenverlängerung. Die Leute fahren nicht mit komplett leerem Akku los, der Akku wird also nicht unbedingt während der Fahrt geladen. Aber es sollte möglich sein, je nach Verkehr und Geschwindigkeit, einen guten Teil des für die Fahrt notwendigen Stroms zur Verfügung zu stellen.
Das teuerste an dem Projekt wird vermutlich sein, diese Technologie zur Stromübertragung in der Straße zu verbauen. Da die E-Autos aber keinen komplett leeren Akku haben würden, könnte man den Ausbau auf die Stellen beschränken, an denen die Stromversorgung Sinn macht und an denen vielleicht auch ein entsprechender Erzeuger zur Verfügung steht. Wenn Autos bergab fahren, benötigen sie weniger Energie, E-Autos können vielleicht sogar Energie rekuperieren. In diesem Fall wäre eine Stromversorgung dort nicht nötig. Sollte es technisch möglich sein, sogar mehr als den benötigten Strom zur Verfügung zu stellen, wäre sogar ein Laden denkbar. Dann bräuchte man z.B. an einer flachen Stelle auch weniger Ladeinfrastruktur, was das Konzept günstiger machen könnte.
Nehmen wir an, du hast in jede Fahrtrichtung zwei Fahrtspuren, dann müsstest du vier Spuren elektrifizieren. Wenn sich die Autos aber bergab aus eigener Kraft bewegen, benötigt man nur für die zwei Fahrtspuren, die bergauf gehen, eine Elektrifizierung.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 05.05.2026, 19:10
von Uncoolman
War ja auch nur SF. Ich mag SF. Wenn man keine Träume hat, kann man sich gleich beerdigen lassen.
Tatsächlich hatte man in den USA und einigen europäischen Staaten früher zwischen den Eisenbahngleisen eine Rinne entwickelt, aus der die Dampfloks während der Fahrt Wasser aufnehmen konnten (ähnlich wie Betanken in der Luft oder wie Löschflugzeuge Wasser fassen).
https://de.wikipedia.org/wiki/Trog_(Eisenbahn)
Ja, momentan ist berührungsloses Stromtanken auch utopisch. Jedenfalls mit entsprechender Stromstärke.
Reichweitenverlängerung auf stupiden, monotonen und immer denselben Strecken war das richtige Stichwort. Man kann ja auch eine Oberleitung einbauen...
Aber realisierbar wäre (wie im MiWuLa) eine unterirdische Führung, die es den Autos ermöglicht, selbstständig zu fahren. Ein Sensor erkennt das Kabel und leitet das Auto daran entlang. Das ginge schon heute. Man braucht dazu kein automatisiertes Selbstfahren, so wie man es heute anstrebt (was wahrscheinlich immer ethische Probleme haben wird). Das ist zwar keine
Stromersparnis, aber man könnte z.B. dadurch Staus oder Raserei unterbinden (was im Endeffekt auch Strom spart), weil der Verkehrsfluss vernünftig gesteuert wird. Man hat dann auf den zwei Stunden Autobahn nichts zu tun und könnte schlafen...
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 06.05.2026, 17:40
von Sternchen
Klingt eher alles nach wilde Zugfahrt ohne bremsen für mich...

Das ganze erinnert echt an einen großen Themen Park für Erwachsene mit einer Menge Züge.
Die Idee ist ja nicht so übel,aber die Umsetzung klingt sehr technisch holperig für mich.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 06.05.2026, 19:29
von Uncoolman
Wieso wilde? Verkehrsströme können gut mit Computern (und ja, auch mit KI!) gesteuert werden, wenn sie definiert auf bestimmten Bahnen laufen und wenn eine solche KI nicht auf laufende Kinder oder Einbahnstraßen wie im Stadtverkehr achten muss. Eine Autobahn ist eine größtenteils lineare Verbindung von A nach B, auf der prinzipiell nichts geschieht außer dass man der Spur folgen muss. Warum muss man dazu das Auto selbst steuern? OK, eine Überwachung für laufende Kinder, die ja auch mal auf Autobahnen vorkommen, ist trotzdem nötig. Aber es ist nicht die Regel - und heutzutage hätten Kinder OHNE solche Systeme auch keine Chance...
Digital und simuliert werden solche Systeme längst angewandt. Und auch in der Eisenbahn und U-Bahn (die ja bekanntlich auf Schienen fahren), ist eine Überwachung der Ströme seit der Erfindung von Gleisbesetztmeldern und Gleisbildstellwerken üblich. Die Zentrale weiß jederzeit, wo jeder Zug ist und wie schnell er fährt. Das heißt, Einfädeln, Stauvermeidung, meinetwegen auch Überholen, lassen sich hervorragend berechnen, und wenn alle nicht schneller als 150 km/h fahren, ist das für mich auch kein „wilde“ Zugfahrt. Wer sagt denn, dass es kein Bremsen geben darf? Die Verkehrsmeldungen sind voll mit Auffahrunfällen an Stauenden, insbesondere von LKW, und diese Szenarien könnte man so gut vermeiden.
Bekanntlich gibt es ja den Begriff der „grünen Welle“: also wäre Verkehr, der flüssig angepasst wird, eine Energieersparnis. Wer nicht an jeder roten Ampel halten muss, verbraucht keine Anfahrenergie.
Mit E-Autos ließe sich das besser realisieren als mit Verbrennern. Ein Anfang ist ja bereits mit Abstandssensoren gemacht.