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Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 27.04.2026, 22:09
von Sternchen
Uncoolman hat geschrieben: ↑27.04.2026, 15:48
Die öffentlichen Verkehrsmittel benutzten bis vor kurzem fast ausschließlich Diesel-Busse. Das war auch nicht ökologisch. Eisenbahn auf dem Land ist suboptimal, um es diplomatisch auszudrücken. Das Dilemma ist nun mal, dass ÖPNV nicht komfortabel ist: man kann nichts transportieren, man braucht lange, man muss umsteigen, die Haltestellen liegen ungünstig und teuer ist es außerdem. Gut, jetzt gibt es zunehmend abgasfreie E-Busse, aber auf dem Land klappt das weniger. Durch die Konzentration auf den Individualverkehr ist alles wegrationalisiert worden. Und so schnell kann man das nicht wieder auf den Stand von früher bringen, naja, und Busfahrer braucht man ja auch dafür. Ich kenne Dorfgemeinden, da gibt es weder einen Supermarkt noch einen Arzt noch einen Friseur, und als Post dient nur eine Packstation. Da braucht man schon alleine für Milch und Klopapier ein Auto. Da es erst recht keine Ladestation gibt, bleibt nur der Verbrenner.
Die Frage ist jedoch: da der begrenzte Radius bei E-Autos immer als Gegenargument angeführt wird, muss man mal überlegen, wer eigentlich 500 oder 1000 Kilometer fahren muss und warum. Zuallererst sind es die LKWs, die ich früher erwähnte. Also der gesamte Warentransport. Dann sind es Handwerker, Vertreter, Pflege- und Hilfsdienste oder Überlandbusse. Im Prinzip sind das alles Berufsfahrten. Wann kommt eine private Fahrt von 500 Kilometern zum Tragen? Urlaub? Wie schon erwähnt, sind 8 Stunden im Auto, mit Kindern und Hund, kein Vergnügen. Die üblichen Besuche und Ausflüge, die ich so kenne, schafft man auch mit einem E-Auto. Sie sind im Bereich von max. 200 Kilometern. Wenn man also für längere Reisen unbedingt ein Auto braucht, dann wären Autoreisezüge die sinnvollste Ergänzung (siehe Alpenüberquerung). Es geht nicht darum, gegen etwas zu wettern, sondern sich zu überlegen, was man besser machen kann. An erster Stelle stünde da der Ausbau der Ladestationen. Und zwar extrem.
Ich wettere nicht dagegen sondern hinterfrage und teile meine Meinung mit.
Ja der Ausbau von E-Stationen wäre sinnvoll, aber das allein wäre zu wenig.
Autoreisezüge sind nicht in jeder Gegend verfügbar, daher ist der Vorschlag nicht sehr weit gedacht.
Das man allerdings für Milch, Klopapier ein Auto braucht stimmt nicht.
Dann nimmt man eben einen Trolli, oder einen großen Rucksack, das klingt für mich sry nach Ausreden für Beqeuemlichkeit damit die Leute weiterhin überall ein Auto kaufen können, ganz egal ob E-Auto oder Benziner,Oder wieviel Milch/Klopapier kaufst du bitte pro Woche ein? Eine Ganze Palette?

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 27.04.2026, 23:03
von Uncoolman
Wenn es im Ort keinen Supermarkt gibt (das habe ich geschrieben), kann man natürlich mit dem Trolli 5 oder 10 Kilometer laufen. Bis zur nächsten Möglichkeit könnten es aber auch 20 Kilometer werden...
Dass es keine Autoreisezüge gibt, weiß ich. Es ging auch darum, VORSCHLÄGE zu machen. Das heißt, dass LANGE Reisen mit dem Auto (genauso wie Transporte mit LKW) über 600, 2000 Kilometer einfach Schwachsinn sind, weil es dafür Langstreckenmöglichkeiten geben sollte (die „rollende Landstraße“ gibt es bereits. Ich weiß nur nicht, wie gut die angenommen wird. Offenbar nicht SO intensiv, dass der Güterverkehr auf der Straße dadurch weniger würde...). Ich befürchte, die DB hat das Konzept einfach verkackt, weil es der Auto-Lobby ein Dorn im Auge ist. Übrigens hätte man in fast jedes 2000-Seelen-Dorf vor 30/40 Jahren noch mit der Bahn fahren können (die hätte auch Autos mitnehmen können, man braucht ja keine ganzen ZÜGE, ein Waggon für Autos wäre auch genug). Man schaue mal auf das ehemalige Schienennetz, inklusive Fabrik- und Güteranbindung!
Wenn es darum geht, von Hamburg nach Marseille mit dem Auto zu fahren, kann man natürlich die 1494 Kilometer genießen und die Strecke selbst als Ziel betrachten. Dagegen spricht ja auch nichts (man kann es auch mit dem Fahrrad machen...). In der Regel hetzt man die Strecke aber ab (und möglichst ohne teure Übernachtung, weil man nur eine Woche Urlaub hat. ) und steht von den 15 Stunden Fahrzeit zusätzlich 4 Stunden im Stau. Es spricht also nichts dagegen, dafür Autozüge wieder einzuführen - die gibt es praktisch nur noch auf Sylt. Und DAS ist der Gedanke. Es ging darum, alle Entfernungen über 400 Kilometern zu vermeiden, weil das nur Stress ist und der PKW dafür nicht geeignet ist, unnötig Sprit verbraucht und sowieso Qualm produziert. Das E-Auto würde die Strecke nicht schaffen, aber der Verbrenner ist keine Alternative. Warum versteifen wir uns also darauf, ALLES unbedingt per Auto zu erledigen? Weil die schonenden Alternativen ABSICHTLICH gegen die Wand gefahren wurden. Und immer noch werden.
PS Das ist auch bereits in den USA passiert (ehemals eines der meistbefahrenen Schienennetze der Welt, Amerika wurde durch die Eisenbahn aufgebaut), und da wir die USA gerne kopieren, sind wir auch ein Autoland geworden. Die Schweiz hat es besser gemacht.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 28.04.2026, 01:02
von Sternchen
Uncoolman hat geschrieben: ↑27.04.2026, 23:03
Wenn es im Ort keinen Supermarkt gibt (
das habe ich geschrieben), kann man natürlich mit dem Trolli 5 oder 10 Kilometer laufen. Bis zur nächsten Möglichkeit könnten es aber auch 20 Kilometer werden...
Das Beispiel ist so an den Haaren herbeigezogen, selbst kleine Dörfer haben einen Hausarzt und mindestens einen Supermarkt,
Das Szenario, das du beschreibst kommt nur sehr sehr selten vor, und dass das von mir scherzhaft gemeint war, hast du auch nicht gerafft.

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 28.04.2026, 16:44
von Inlines
Interessanter Artikel, der sich auch mit den hier genannten Argumenten auseinandersetzt:
https://www.focus.de/auto/e-auto-vierma ... 32b1f.html
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 28.04.2026, 20:25
von Uncoolman
Man müsste sich auch überlegen, ob das nicht ähnlich wie mit Röhrenfernsehern und Analogkameras abläuft. Nun, da China so vehement auf den E-Markt drängt, investieren sie natürlich in E-Mobilität. Nach und nach werden E-Autos deshalb billiger, weil mehr „Knoff-Hoff“ reingesteckt wird und die Produktionszahlen steigen. Im Gegenzug verkaufen sich große, teure Verbrenner nicht mehr so gut - besonders nicht in China und nun auch nicht mehr in den USA (die produzieren selbst große, teure Verbrenner). Die Marken müssen also überlegen, auf welchen Zug sie in Zukunft aufspringen wollen.
Als ich meinen ersten 4:3-Flachbildschirm gekauft habe, habe ich ca. 800 Euro gezahlt. Die gleiche Bildgröße, gleiche Marke und mit vergleichbaren Optionen (VGA fällt z.B. heutzutage weg) kostet jetzt 150 Euro (neu).
Röhrenfernseher? Vielleicht auf Nostalgie-Auktionen?
Eine analoge Spiegelreflex? Nur noch gebraucht - damals 1000 Euro, heute 100. Will keiner mehr haben, weil es auch keine Filme mehr gibt... Eine neue Digitale kostete damals das doppelte von einer vergleichbaren heute. Weil eben NUR noch digitale Modelle produziert werden. Da sinken die Preise jedoch eher gemächlich, aber nur, weil die neuen so viel mehr teuren Schnickschnack haben, was dann den Preis wieder nach oben treibt. Aber digitale Kompaktkameras (damals 500 Euro) bekommt man heute für 100.
Also wird es vielleicht immer Verbrenner geben, aber die Entwicklung und Produktion eines neuen Modells muss sich ja auch lohnen, weshalb die Firmen sagen könnten: wir wechseln komplett zu E-Autos. Genauso, wie heute keiner mehr Zeit und Geld in die Entwicklung von Analogkameras steckt (außer einige Nostalgiemarken). Beide Sparten gleichermaßen abzudecken und mit jeweils aktuellen Modellen zu beliefern wird zu teuer. Man muss ja auch die Produktionsanlagen und Zulieferer einplanen, die doppelt einzurechnen sind.
Vermutlich wird man irgendwann genauso einen gebrauchten Benziner für 1000 Euro kriegen, weil die keiner mehr haben will. Und neue gibt es dann nur noch für extrem teuer, nämlich die Angeber-Boliden mit Echtleder und Swimmingpool...
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 29.04.2026, 15:15
von Sternchen
Uncoolman hat geschrieben: ↑28.04.2026, 20:25
Man müsste sich auch überlegen, ob das nicht ähnlich wie mit Röhrenfernsehern und Analogkameras abläuft. Nun, da China so vehement auf den E-Markt drängt, investieren sie natürlich in E-Mobilität. Nach und nach werden E-Autos deshalb billiger, weil mehr „Knoff-Hoff“ reingesteckt wird und die Produktionszahlen steigen. Im Gegenzug verkaufen sich große, teure Verbrenner nicht mehr so gut - besonders nicht in China und nun auch nicht mehr in den USA (die produzieren selbst große, teure Verbrenner). Die Marken müssen also überlegen, auf welchen Zug sie in Zukunft aufspringen wollen.
Als ich meinen ersten 4:3-Flachbildschirm gekauft habe, habe ich ca. 800 Euro gezahlt. Die gleiche Bildgröße, gleiche Marke und mit vergleichbaren Optionen (VGA fällt z.B. heutzutage weg) kostet jetzt 150 Euro (neu).
Röhrenfernseher? Vielleicht auf Nostalgie-Auktionen?
Eine analoge Spiegelreflex? Nur noch gebraucht - damals 1000 Euro, heute 100. Will keiner mehr haben, weil es auch keine Filme mehr gibt... Eine neue Digitale kostete damals das doppelte von einer vergleichbaren heute. Weil eben NUR noch digitale Modelle produziert werden. Da sinken die Preise jedoch eher gemächlich, aber nur, weil die neuen so viel mehr teuren Schnickschnack haben, was dann den Preis wieder nach oben treibt. Aber digitale Kompaktkameras (damals 500 Euro) bekommt man heute für 100.
Also wird es vielleicht immer Verbrenner geben, aber die Entwicklung und Produktion eines neuen Modells muss sich ja auch lohnen, weshalb die Firmen sagen könnten: wir wechseln komplett zu E-Autos. Genauso, wie heute keiner mehr Zeit und Geld in die Entwicklung von Analogkameras steckt (außer einige Nostalgiemarken). Beide Sparten gleichermaßen abzudecken und mit jeweils aktuellen Modellen zu beliefern wird zu teuer. Man muss ja auch die Produktionsanlagen und Zulieferer einplanen, die doppelt einzurechnen sind.
Vermutlich wird man irgendwann genauso einen gebrauchten Benziner für 1000 Euro kriegen, weil die keiner mehr haben will. Und neue gibt es dann nur noch für extrem teuer, nämlich die Angeber-Boliden mit Echtleder und Swimmingpool...
Das mit dem TV tut finanziell im Nachhinein sicher weh,aber dafür ist dein TV wohl qualitativ besser, als die billigeren Fernseher heute. Früher waren grad die alten TVs noch echte gute Qualitätsarbeit. Habe die alten Röhren TVs immer geliebt, und ja ich weiss das deiner kein Röhren Fernseher ist.
Das Spiegelflex so günstiger nun ist,ist aber erfreulich die waren damals schon krass überteuert.
Weiss nicht ob es gut oder schlecht ist, das China so mitspielen will, die Preise werden später mit Sicherheit gewaltig nachziehen.
Ich finde neben dem Auto müssen Öffis am Land/Stadt günstiger werden.
Selbst das BAST System ist teuer, und nicht grade zuverlässig im Ruf.
E-Roller sind ein guter Anfang, aber für steiles,Bergauf Bergab gefährlich. Ein Ausbau der Öffis am Land, ist worauf ich hoffe. Das täte allen helfen. Und weniger abhängig vom Auto machen.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 29.04.2026, 16:53
von Uncoolman
Die Entscheidung für ein E-Auto wurde von Volkswagen für den "Polo" längst getroffen. Es wird also einen (hoffentlich) bezahlbaren E-Kleinwagen geben. Irgendwann. Das bedeutet vermutlich, dass es keinen neuen Verbrenner-Polo geben könnte.
Habe kürzlich von einer elektrischen Fähre über die Schlei gehört. Das Problem wird sein, genügend Elektrizität überhaupt zu erzeugen, wenn Diesel verschwindet. Denn die Energiedichte von Sprit ist zur Zeit noch höher.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 14:09
von Simon
Den Vergleich mit dem Technologie-Sprung Röhre zu LCD finde ich spannend. Er passt insofern, dass erste Flachbildschirme weder qualitativ noch preislich mit Röhren mithalten konnten. Von Anfang an hatte die Technologie aber klare Vorteile und über die Zeit wurde sie immer besser, billiger und hat sich letztendlich durchgesetzt. Mit dem E-Auto sehe ich es ähnlich. Unterschiedlich ist allerdings, dass ein Auto deutlich teurer als ein Bildschirm ist - man sich also eine eventuelle Fehlinvestition deutlich weniger leisten kann. Und dann ist die Thematik natürlich durch den Kraftstoff- bzw. Strombedarf etc. Deutlich komplexer. Jeder muss halt für sich selbst entscheiden, was lohnender ist und auch die von Cohen gebrachte Rechnung entsprechend anpassen.
Bzgl. der Verbreitung von E-Autos in China hatte ich in einem anderen Thema mal einen interessanten Artikel verlinkt. Dort war eine Aussage, dass China E-Autos so pusht, weil sie bei Verbrennern nie das technische Niveau anderer Länder erreichen könnten. E-Autos sind prinzipiell einfacher und durch vorhandene Rohstoffe und geschickte Forschung konnte China hier sich recht einfach einen klaren Vorteil erarbeiten.
In die Karten spielt China vermutlich auch das politische und gesellschaftliche hin und her speziell in Deutschland. Die deutsche Industrie hätte sicher das Kapital und Know-How mitzuhalten (gehabt), aber alles wurde etwas zögerlich angegangen und angenommen, was auch Zulieferer, die eigentlich rechtzeitig in die Elektrifizierung investiert hatten, in die Bredouille gebracht hat.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 15:29
von Sternchen
Simon hat geschrieben: ↑03.05.2026, 14:09
Den Vergleich mit dem Technologie-Sprung Röhre zu LCD finde ich spannend. Er passt insofern, dass erste Flachbildschirme weder qualitativ noch preislich mit Röhren mithalten konnten. Von Anfang an hatte die Technologie aber klare Vorteile und über die Zeit wurde sie immer besser, billiger und hat sich letztendlich durchgesetzt. Mit dem E-Auto sehe ich es ähnlich. Unterschiedlich ist allerdings, dass ein Auto deutlich teurer als ein Bildschirm ist - man sich also eine eventuelle Fehlinvestition deutlich weniger leisten kann. Und dann ist die Thematik natürlich durch den Kraftstoff- bzw. Strombedarf etc. Deutlich komplexer. Jeder muss halt für sich selbst entscheiden, was lohnender ist und auch die von Cohen gebrachte Rechnung entsprechend anpassen.
Bzgl. der Verbreitung von E-Autos in China hatte ich in einem anderen Thema mal einen interessanten Artikel verlinkt. Dort war eine Aussage, dass China E-Autos so pusht, weil sie bei Verbrennern nie das technische Niveau anderer Länder erreichen könnten. E-Autos sind prinzipiell einfacher und durch vorhandene Rohstoffe und geschickte Forschung konnte China hier sich recht einfach einen klaren Vorteil erarbeiten.
In die Karten spielt China vermutlich auch das politische und gesellschaftliche hin und her speziell in Deutschland. Die deutsche Industrie hätte sicher das Kapital und Know-How mitzuhalten (gehabt), aber alles wurde etwas zögerlich angegangen und angenommen, was auch Zulieferer, die eigentlich rechtzeitig in die Elektrifizierung investiert hatten, in die Bredouille gebracht hat.
Das sind alles gute und berechtigte Inputs zu dem Thema.
Cohen:
Ich habe mir die Links zu dem E-Auto durchgelesen. Mein Fazit, das ich daraus ziehen kann: Ja, die Technologie entwickelt sich weiter, aber sie ist noch nicht auf dem Standard, dass sie so zuverlässig ist wie die Benziner. Preislich sogar teurer als manche Neu Benziner und gebrauchte Benziner.
Ich respektiere es, wenn das jemand anders sieht, aber die eigene Meinung sollte nicht maßgebend sein für alle.
Wären E-Autos in allen Aspekten so gut, und so perfekt, würde man die Produktion massiv stärker vorantreiben, als wie es aktuell der Fall ist, und das Preisniveau dem Benziner mehr angleichen.
Da das aber noch passiert, bleibt die Frage nach dem Warum?und es ist immer noch angebracht, das Ganze vorsichtig zu beobachten.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 15:51
von Uncoolman
Zuverlässig sind E-Autos durchaus, denn bei den Verbrennern kommen im Gegenzug viel mehr anfällige Teile zum Einsatz. Da explodiert ein Kohlenwasserstoff-Gemisch in einem Gussblock und muss gepumpt und gekühlt werden. Wie auch bei den Fernsehern hat das Auto viele Dekaden Entwicklung hinter sich und wir haben es optimiert, so dass wir gewohnt sind, dass es funktioniert. Diese 100 Jahre fehlen dem E-Auto noch, aber es zeigt sich, dass E-Motoren insgesamt sicher und sinnvoller sind. In meiner AF-Kamera sind genauso winzige E-Motoren wie in einem riesigen Braunkohlebagger (ja, die werden elektrisch angetrieben, sie haben, ohne Witz, ein zwei Kilometer langes Kabel, das gezogen und umgestöpselt wird).
Das Problem ist die Energiedichte. Dampfloks waren ausgereift, aber sie schleppten ihren schweren "Sprit" immer mit, der auch nur ein paar hundert Kilometer reichte. Dann mussten Kohle und Wasser gefasst werden. Der Wirkungsgrad war nicht so hoch.
Eine Batterie ist ein schwerer Klotz und das eigentliche Sicherheitsrisiko, weil die Energiedichte nicht beliebig hoch sein kann. Da sehr viel Ampere auf kleinem Raum geliefert werden müssen, ist natürlich eine Oberleitung wie bei der Eisenbahn sinnvoller. Ich halte die Idee, sich auf langen Überlandfahrten in ein Kabel einzuhängen, zwar für Utopie, aber zukunftsweisend. Man muss auf der Autobahn von Hamburg nach München nicht selbst fahren und muss den Strom nicht an Bord haben, denn es geht stumpf von A nach B. Man kann auch gut von außen versorgt werden. In der Stadt ist das anders.
PS Die Ähnlichkeit zum Flachbildschirm ist insofern interessant, weil auch da die Produktion in Asien stattfindet. Philips und Grundig konnten vielleicht gute Röhren, aber billig wurden LCDs erst, als die Massenproduktion in Asien anlief. Man muss feststellen, dass "billig" auch immer mit Ungerechtigkeit und Ausbeutung zu tun hat. Würde man all unsere Technik fair entlohnen, könnte sie sich niemand leisten.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 17:28
von Sternchen
Uncoolman hat geschrieben: ↑03.05.2026, 15:51
Zuverlässig sind E-Autos durchaus, denn bei den Verbrennern kommen im Gegenzug viel mehr anfällige Teile zum Einsatz. Da explodiert ein Kohlenwasserstoff-Gemisch in einem Gussblock und muss gepumpt und gekühlt werden. Wie auch bei den Fernsehern hat das Auto viele Dekaden Entwicklung hinter sich und wir haben es optimiert, so dass wir gewohnt sind, dass es funktioniert. Diese 100 Jahre fehlen dem E-Auto noch, aber es zeigt sich, dass E-Motoren insgesamt sicher und sinnvoller sind. In meiner AF-Kamera sind genauso winzige E-Motoren wie in einem riesigen Braunkohlebagger (ja, die werden elektrisch angetrieben, sie haben, ohne Witz, ein zwei Kilometer langes Kabel, das gezogen und umgestöpselt wird).
Da hat der Benziner aber leider beim Tanken die Nase vorn.
Ich denke, nicht jeder kann oder will ständig ein schweres Kabel schleppen. Das geht gut für Menschen, die komplett gesund sind, aber nicht für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder die gesundheitlich dazu gar nicht in der Lage sind.
Allein schon für Alte, Kinder ist das schlicht nicht zumutbar.
Uncoolman hat geschrieben: ↑03.05.2026, 15:51
Eine Batterie ist ein schwerer Klotz und das eigentliche Sicherheitsrisiko, weil die Energiedichte nicht beliebig hoch sein kann. Da sehr viel Ampere auf kleinem Raum geliefert werden müssen, ist natürlich eine Oberleitung wie bei der Eisenbahn sinnvoller. Ich halte die Idee, sich auf langen Überlandfahrten in ein Kabel einzuhängen, zwar für Utopie, aber zukunftsweisend. Man muss auf der Autobahn von Hamburg nach München nicht selbst fahren und muss den Strom nicht an Bord haben, denn es geht stumpf von A nach B. Man kann auch gut von außen versorgt werden. In der Stadt ist das anders.
Batterien sind schwerer als Verbrenner-Motoren, und teurer,
Diesen Punkte kann man nicht einfach ausblenden.
Uncoolman hat geschrieben: ↑03.05.2026, 15:51
PS Die Ähnlichkeit zum Flachbildschirm ist insofern interessant, weil auch da die Produktion in Asien stattfindet. Philips und Grundig konnten vielleicht gute Röhren, aber billig wurden LCDs erst, als die Massenproduktion in Asien anlief. Man muss feststellen, dass "billig" auch immer mit Ungerechtigkeit und Ausbeutung zu tun hat. Würde man all unsere Technik fair entlohnen, könnte sie sich niemand leisten.
Auch das ist etwas, was kaum jemand hinterfragt. Nicht jedes billige Produkt ist zwangsläufig das direkte Ergebnis von Ausbeutung, aber es besteht ein sehr hohes Risiko, dass extrem niedrige Preise auf Kosten von Arbeitskräften und Umwelt erzielt werden.
Aber man kann doch nicht alle Firmen über einen Kamm scheren, die im Ausland arbeiten, und ihnen unterstellen, sie könnten nur günstige Preise anbieten auf Kosten der Mitarbeiter durch gezielte Ausbeutung.
Es ist mir klar das ein Beispiel auf China bezogen war, ließt sich aber wie ein glatter Vorwurf an alle Firmen, die günstige Produkte anbieten.
Das Problem ist, wenn man die Ware dort aus Protest nicht mehr kauft, verlieren die Leute ihren Arbeitsplatz.
Die haben nicht so ein stabiles Netz wie es Österreich/Deutschland/Schweiz noch haben.
Zudem sind solche Berichte von der Presse kritisch zu hinterfragen. Es könnte genauso gut sein, dass die Konkurrenz absichtlich solche Berichte/Artikel schreiben lässt, damit sie so wieder den anderen Händlern die Kunden, stehlen kann.
Gerade den USA ist Temu ein Dorn im Auge, und selber dürfen Amerikaner im Laden mittlerweile 4-7 Dollar für eine Butter bezahlen.
Ich bin nicht für eine Ausbeutung von Menschen, aber ich bin dafür, dass Menschen selber entscheiden sollen, WO sie einkaufen, ohne dass man sie dafür anprangert.
Und ich bin dagegen, Menschen den Arbeitsplatz zu nehmen, wo sie ohne Arbeit keine Chance auf ein Überleben haben.
Ich denke bei all den Zeitungsartikeln geht es ihnen weniger darum geht, die Arbeitsbedingungen vor Ort für die Mitarbeiter zu verbessern, sondern dass es sie primär stört, dass es mit Plattformen mit günstigeren Preisen, auch nun für armutsgefährdete Menschen eine Möglichkeit gibt, sich dort etwas leisten zu können.
Denn geht es so weiter mit den ansteigenden Preisen, wird in Zukunft nur noch eine Seite sich Produkte leisten können: Reiche und Mittelverdiener.
Das ist eine Zukunft, die ich nicht erleben möchte, und zu der Aussage stehe ich zu 100%
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 17:44
von Uncoolman
Schau mal, was über „Magisches Dreieck“ in der Wirtschaft zu lesen ist: Zeit, Qualität und Kosten stehen im Gleichgewicht. Man kann nicht alles gleichzeitig optimieren (bzw. maximieren) - ein oder zwei der Punkte werden schlechter, wenn eines besser wird.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 18:49
von Cohen
Sternchen hat geschrieben: ↑03.05.2026, 17:28
Uncoolman hat geschrieben: ↑03.05.2026, 15:51
In meiner AF-Kamera sind genauso winzige E-Motoren wie in einem riesigen Braunkohlebagger (ja, die werden elektrisch angetrieben, sie haben, ohne Witz, ein zwei Kilometer langes Kabel, das gezogen und umgestöpselt wird).
Da hat der Benziner aber leider beim Tanken die Nase vorn.
Ich denke, nicht jeder kann oder will ständig ein schweres Kabel schleppen. Das geht gut für Menschen, die komplett gesund sind, aber nicht für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder die gesundheitlich dazu gar nicht in der Lage sind.
Allein schon für Alte, Kinder ist das schlicht nicht zumutbar.
Auch bei Elektroautos muss man bei öffentlichen Schnellladern oder an der heimischen Wallbox keine Kabel schleppen. Einfach das an der Ladesäule oder an der Wallbox befestigte Kabel am Ende anheben und in die Ladebuchse des Autos stecken. Die Zapfpistole und das Stück Tankschlauch, die man an der Zapfsäule einer Tankstelle anhebt, sind auch nicht leichter.
Ein 5 Meter langes Typ-2-Ladekabel für entsprechende Wechselstrom-Ladesäulen wiegt auch nur ca. 3 kg:
https://www.brennenstuhl.com/de-DE/prod ... -22kw-ip55
Und warum machst du dir über die Zumutbarkeit bei Kindern gedanken? Die Aufgabe liegt ja wohl bei den erwachsenen Fahrer*innen, ihr Auto aufzutanken bzw. aufzuladen.
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 19:13
von Uncoolman
Ich habe das mit dem „Kabel“ nur erwähnt, weil die Riesenbagger elektrisch betrieben werden - eben ohne Batterie. Man denkt ja: im Braunkohletagebau kann man gut mit Diesel oder Kohle fahren, aber tatsächlich sind sie voll elektrisch. Natürlich ist das „Kabel“ nicht für den allgemeinen Gebrauch gemeint gewesen...
Ich habe es aber ernst gemeint damit, dass man Autobahnen (die man ohnehin alle 20 Jahre renovieren und aufreißen muss), vielleicht mit so einer Art von unterirdischer Stromspeisung (k.A...) ausstattet. Dann „klinkt“ man sich in der Autobahn ein (berührungslose Stromabnahmen werden auch getestet...), überlässt dem Verkehrscomputer das Auto (es handelt sich quasi um einen Schienenstrang, man braucht also keine komplizierte KI, sondern das ist so wie im MiWuLa), trinkt Kaffee, schaut Netflix oder aus dem Fenster oder spielt Karten, und die Batterie wird gleichzeitig aufgeladen. Dann hängt man sich an der Abfahrt „München-Wiesn“ oder an „Frankfurt-Messe“ wieder aus, übernimmt selber das Steuer und kurvt zu seiner Tante Hedwig oder zu seinem Termin, wie man es auch vorher getan hätte. Das wäre sozusagen eine halbautomatische Carrera-Bahn...
Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?
Verfasst: 03.05.2026, 20:17
von Sternchen
Cohen hat geschrieben: ↑03.05.2026, 18:49
Du sagst also, diese Kabel sind nicht schwer?
Gut, Punkt für dich, aber es ist dann wohl dessswegen anfangs schwieriger, weil Menschen noch mehr gewohnt sind an das tanzen mit Benzinern aus Gewohnheitheit, als wie mit E-Autos.
Die Google Ki meint übrigens das zu E-Autos:
Der Tankvorgang an einer Zapfsäule für Benzin oder Diesel ist deutlich schneller als das Aufladen eines E-Autos.Hier sind die Fakten im Vergleich: Zapfsäule (Verbrenner): Der Tankvorgang dauert in der Regel nur 3 bis 5 Minuten, um eine Reichweite von oft 700–1000 km zu erzielen. E-Auto (Schnellladestation/DC): Das Aufladen auf 80 % dauert meist 15 bis 45 Minuten. An herkömmlichen AC-Ladestationen (z. B. in der Stadt) dauert es oft 2 bis 4 Stunden oder länger.
Das ist schon eine gewaltige Zeitdifferenz, und bei den jetzigen Strompreisen auch kostenintensiver.
Ich weiß ja nicht ob bei Tankstellen & AC-Ladestationen gesundheitlich eingeschränkten Menschen oder Behinderungen geholfen wird?
Wenn nein, sollte unbedingt das eingeführt werden.
Cohen hat geschrieben: ↑03.05.2026, 18:49
Auch bei Elektroautos muss man bei öffentlichen Schnellladern oder an der heimischen Wallbox keine Kabel schleppen. Einfach das an der Ladesäule oder an der Wallbox befestigte Kabel am Ende anheben und in die Ladebuchse des Autos stecken. Die Zapfpistole und das Stück Tankschlauch, die man an der Zapfsäule einer Tankstelle anhebt, sind auch nicht leichter.
Macht Sinn.
Klingt ja dann exakt wie das das Tanken an der Zapfsäule, stelle es mir aber
Cohen hat geschrieben: ↑03.05.2026, 18:49
Und warum machst du dir über die Zumutbarkeit bei Kindern gedanken? Die Aufgabe liegt ja wohl bei den erwachsenen Fahrer*innen, ihr Auto aufzutanken bzw. aufzuladen.
Zur Erklärung: Ich habe keine Kinder, und würde von Kindern auch nie verlangen, dass sie so etwas tun sollen, aber Kinder sind neugierig, könnte mir vorstellen, dass, wenn sie neugierig sind und verstehen wollen, wie das Tanken an sich funktioniert, das sie fragen könnten, ob sie das selber ausprobieren können?
Daher habe ich das erwähnt.
Ich finde einfach, dass man auf Personengruppen wie Alte, Kinder, Behinderte, kranke Menschen einfach achten muss. Darum habe ich es erwähnt, erst recht bei Themen, die die Mobilität betreffen.
Und Mobilität betrifft ja eigentlich jeden.