Tool-Sammlung

Der Anlaufpunkt für alle, die selbst ein Adventure programmieren wollen.
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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon Uncoolman » 13.06.2019, 21:47

DieFüchsin hat geschrieben:
13.06.2019, 18:07
Das Lernen der Sprache kommt mit der Zeit.
Das ist augenscheinlich typabhängig. Ebensogut könnte man erwidern: „wenn ein Legastheniker nur mehr lesen und schreiben würde, könnte er seine Fähigkeiten verbessern“ oder „wer Probleme mit Zahlen hat, muss nur mehr rechnen...“
Ich probiere seit 30 Jahren, Englisch besser zu beherrschen, inkl. langer Intensivkurse - jetzt muss es auch nicht mehr sein... :-"
Für mich ist das wie Zeichnen oder Musizieren. Der eine kann es, der andere nicht...
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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon DieFüchsin » 14.06.2019, 12:17

Das tut mir leid, zu hören. Wie funktionieren Auto-Übersetzungen für dich?
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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon SpionAtom » 14.06.2019, 13:58

Uncoolman hat geschrieben:
13.06.2019, 21:47
Der eine kann es, der andere nicht...
Das mag zwar sein, aber im allgemeinen würde ich sagen: Die Mehrheit der Leute kann sich Sprachen, Zeichnen, Stricken aneignen oder ein Instrument lernen. Gegen spezifische Dinge wie Legasthenie oder Dyskalkulie kann man vielleicht nicht so viel ausrichten.

Dennoch versuche ich, wenn immer es mir möglich ist, den Leuten zu zeigen, dass sie kreativ sind und auch zeichnen (lernen) können.

Darum ist meine Aussage:
Die einen können es nicht, die meisten können es zumindest bis zu einem gewissen Grad erlernen.

Aber:
Software darf in heutigen Zeiten aber auch so barrierefrei wie möglich sein. Und Sprachpakete einzureichen sollte ja in diesen Zeiten auch nicht mehr so die großen Herausforderungen sein.

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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon DieFüchsin » 23.06.2019, 17:08

SpionAtom hat geschrieben:
14.06.2019, 13:58
Software darf in heutigen Zeiten aber auch so barrierefrei wie möglich sein. Und Sprachpakete einzureichen sollte ja in diesen Zeiten auch nicht mehr so die großen Herausforderungen sein.
Ich stimme dir zu, dass wir Entwickler uns um Barrierefreiheit kümmern müssen. Es ist aber kein einfaches Thema, weil es nicht "die Sprachpaketlösung" gibt, die man sich einfach herunterladen kann. Einige Tools stammen von Leuten, die in ihrer Freizeit daran arbeiten. Sich da hinzustellen und Upgrades zu verlangen ist nicht unbedingt die feine englische Art.

Was man tun könnte, wäre, sich um Übersetzungen zu kümmern und mit den Entwicklern zu kommunizieren, damit sie diese integrieren. Scratch beispielsweise hat eine Übersetzungsdatenbank integriert, in der Freiwillige aus den jeweiligen Ländern die Texte übersetzen.
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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon Uncoolman » 23.06.2019, 17:13

Das größte Problem dürfte nicht so sehr die Menüoberfläche in verschiedenen Sprachen sein als die Dokumentation und die Hilfe. Im Programm sind ja nur eine begrenzte Anzahl Wörter, die man irgendwann, auch zähneknirschend, kennt. Bloß die Erklärung, wie die Funktionen denn nun funktionieren, ist der Horror. Von vielen Tools bleibe ich einfach fern, weil ich mir 1000 Seiten englisches Manual nicht antun möchte... Wenns das überhaupt gibt, meist ist eine zehnjährige Odysee durch englische Tutorials, Filme und Benutzerforen unabkömmlich...
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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon aeyol » 23.06.2019, 17:30

Ja ... selbst wenn es Sprachpakete / eine Lokalisierung gibt, kann es ja auch immer noch sein, dass der Großteil der Community trotzdem lieber die englische Version nutzt, weil es da mehr Tutorials und mehr Leute gibt, die Fragen beantworten und Tipps geben können.

Was Entwickler natürlich tun können, ist, den Nutzern die Übersetzung so einfach wie möglich zu machen - also Texte nicht in verschlüsselten Files zu verstecken, sondern einigermaßen "offen" abzulegen. Dann müssen auch nicht zwingend die Entwickler noch Zeit / Aufwand investieren, um Übersetzungen einzupflegen, sondern Sprachpakete könnten auch gut von Nutzern schon "einbaufähig" bereitgestellt werden. Aber an fehlenden deutschen Tutorials und Dokumentationen sind nicht wirklich die Entwickler "schuld", sondern eher die Community. ;)


Ein Tool wollte ich hier übrigens noch erwähnen, auch wenn es nicht so Adventure-spezifisch ist:
GDevelop - https://gdevelop-app.com/
Es geht ein bisschen in Richtung Scratch, ist auch stark vom kommerziellen "Construct" inspiriert. Ich fand es relativ intuitiv. :)
GDevelop ist aber auch hauptsächlich Englisch. Ein deutschsprachiges Tutorial für ein Jump'n'Run gibt es hier - damit kann sich ein deutschsprachiger Nutzer zumindest mit dem Programm vertraut machen.

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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon Uncoolman » 23.06.2019, 17:41

Bei Visionaire z.B. ist es nur durch die "Gemeinschaft" bzw. rührige 25-Stunden-Arbeiter überhaupt möglich, dass Wikis und Tutorials existieren. Nur: irgendwer muss es erstmal in Englisch und durch Ausprobieren und Rumbasteln kapiert haben, um dann davon ein deutsches Tutorial zu basteln. Das ist natürlich ehrenamtliche und undankbare Arbeit. Ich finde es aber nicht in Ordnung, dass sich eine Firma, die vom Verkauf (!) eines Programms lebt, vor einer Übersetzung bzw. Dokumentation drückt und diese auf die Nutzer abschiebt. Das ist anders bei kostenlosen Anwendungen, wie z.B. bei Linux, die ein Entwickler freiwillig zur Verfügung stellt. Interessanterweise ist gerade im Linux-Bereich durch OpenSource die Möglichkeit und die Bereitschaft viel größer.

PS: ebenso könnte man sagen, dass man in der EU bloß Englisch braucht und die anderen 149 Sprachen nicht, weil man eh gezwungen wird, auf Englisch zu kommunizieren. Schade, dass die EU nicht konsequent sein wird und die Sprache Englisch nach dem Austritt von Großbritannien tilgt und statt dessen Gälisch einführt... :mrgreen:
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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon DieFüchsin » 23.06.2019, 19:09

Ich denke, das kann man nicht vergleichen. Die EU ist ein politischer Zusammenschluss, die Entwickler der Engines haben wirtschaftliche Interessen. Du hast selbst gesagt, dass es tausende Seiten von Dokumentation und Tutorials gibt. In wieviele Sprachen sollten die Entwickler das denn deiner Ansicht nach übersetzen? Und wieviele Leute welcher Sprachen sollen sie beschäftigen, um Support-Anfragen entgegen zu nehmen? Und hast du eine Vorstellung davon, was das kostet? Softwareentwicklung ist ein knallhartes Business, da können sich die Entwickler leider nicht danach richten, dass ein paar Prozent der potentiellen Nutzer kein Englisch sprechen. Find ich auch doof, aber so funktioniert Wirtschaft leider.

Ich weiß zwar nicht, wie es bei Linux und anderen Open Source Anwendungen ist, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Entwickler das nicht selbst übersetzt haben, sondern eben auch die Community.
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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon Uncoolman » 23.06.2019, 20:24

Denkfehler dabei ist, dass die Entwickler selbst aus verschiedenen Ländern kommen. Sie veröffentlichen aber eben nur auf Englisch, obwohl sie selbst Spanisch, Russisch oder Suaheli sprechen. Sie könnten also ebensogut ihre Tools in ihrer Muttersprache entwickeln und publizieren (selten genug gibt es das) und dann kann sich jeder ja das Programm in die Sprache übersetzen, die er selber gerne will... Die Adventures, die ich früher gemacht habe, gibt es nur auf Deutsch. Wer es auf Englisch will, kann es sich selbst machen... Ich erwarte zumindest von einem deutschen Anbieter, dass er seine Spiele auch auf Deutsch rausbringt, nicht jedoch von einem chinesischen Anbieter... Für mich bedeutet das, dass ich Unity oder andere Pakete einfach nie benutzen werde. Da steige ich nie im Leben durch.

Aber klar, das mit der EU war ein bisschen ironische Stichelei. Die unzähligen EU-Amtssprachen wollen auch übersetzt werden und da sind ganze Armeen an Übersetzern beschäftigt...
Bei Linux kommen die Übersetzungen fast immer von den Benutzern selbst; deshalb ist Linux ja so demokratisch.
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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon aeyol » 23.06.2019, 21:01

Entwickler möchten aber möglichst viele Nutzer erreichen, und das tust du eher, wenn du eine Sprache nutzt, die viele in der Schule oder ggf. später noch lernen. Suaheli oder Deutsch ist das eher nicht. Mit Englisch als Schnittstelle werden viele deutsche Nutzer befähigt, dann eben Englisch ins Deutsche zu übersetzen, wenn sie wollen. Mit Suaheli wäre das schwieriger. Oder du kannst nicht auf die große Welt-Community zurückgreifen, sondern musst erstmal einen professionellen Übersetzungsdienstleister beauftragen. Dafür ist das Geld nicht zwingend vorhanden. Und die Akzeptanz englischsprachiger Spiele oder Tools ist bei vielen eigentlich schon gegeben.

Englisch als Basis bietet sich auch deshalb an, weil schon Programmiersprachen wie C# oder C++ für gewöhnlich auf englischen Begriffen basieren und man so dann im Code / bei der Arbeit mit der Engine an sich erstmal eine Konsistenz hat. Wenn man da ständig zwischen Sprachen wechselt, weil man z.B. den Code auf Englisch schreibt, die Kommentare aber auf Suaheli, kann das zu unnötigen Fehlern führen.

Dass ein z.B. deutscher Entwickler seine Spiele oder Tools zumindest *auch* auf Deutsch veröffentlicht, ist wünschenswert, klar. Viele tun das aber auch, oder nicht? Visionaire zum Beispiel ...

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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon Uncoolman » 23.06.2019, 21:15

aeyol hat geschrieben:
23.06.2019, 21:01

Dass ein z.B. deutscher Entwickler seine Spiele oder Tools zumindest *auch* auf Deutsch veröffentlicht, ist wünschenswert, klar. Viele tun das aber auch, oder nicht? Visionaire zum Beispiel ...
Visionaire hatte bislang immer eine Oberfläche auf Deutsch. Manchmal hängen englische Fetzen noch in den Menüs, aber naja... Allerdings mangelt es an einem Handbuch. Erst zwei, drei Nutzer haben eigenständig ein englisches Wiki oder eine deutsche Tutorial-Filmreihe erstellt. Inzwischen ist das Forum dort aber zu 99% auf Englisch. Da quäle ich mich jetzt nur noch selten durch Beiträge.

Daedalic scheint jedenfalls (obwohl es bis zuletzt Visionaire benutzt hat ) kein Interesse mehr an deutscher Sprachausgabe zu haben. Ohne UT könnte ich Annas Quest nicht spielen. Sollte es nicht mal UT geben, wäre ein Spiel für mich gestorben.
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Re: Tool-Sammlung

Beitragvon Einzelkämpfer » 23.06.2019, 22:31

Uncoolman hat geschrieben:
23.06.2019, 17:41
Bei Visionaire z.B. ist es nur durch die "Gemeinschaft" bzw. rührige 25-Stunden-Arbeiter überhaupt möglich, dass Wikis und Tutorials existieren. Nur: irgendwer muss es erstmal in Englisch und durch Ausprobieren und Rumbasteln kapiert haben, um dann davon ein deutsches Tutorial zu basteln. Das ist natürlich ehrenamtliche und undankbare Arbeit. Ich finde es aber nicht in Ordnung, dass sich eine Firma, die vom Verkauf (!) eines Programms lebt, vor einer Übersetzung bzw. Dokumentation drückt und diese auf die Nutzer abschiebt.
Mal unabhängig von Deutsch/Englisch: Das ist mir bei Visionaire (obwohl ich die Software mag) auch immer negativ aufgestoßen. Wer ein Programm verkauft, sollte eine umfassende Dokumentation mitliefern - und wenn es auf Englisch ist. Mittlerweile gibt es einiges, aber man hat von Beginn an vor allem auf die User gesetzt und selbst nur rudimentär geliefert (und das auch so kommuniziert). Bei freier Software iist das okay, bei kommerzieller fragwürdig.

Dazu kam, dass man einen Relaunch der Website mit einem selbst entwickelten Community-System gemacht hat. Das war von Beginn an voller Bugs, die die Visionaire-Community aufzufinden helfen sollte. Auch dieses System war aber als kommerzielles Produkt geplant, und die Visionaire-Nutzer waren wohl willkommene Beta-Tester. Auch das hat mir nicht gefallen.
The user formerly known as einzelkaempfer.


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