Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

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Werner1612
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Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Werner1612 »

Hallo zusammen,
ganz selten spiele ich auch einmal ein Wimmelbildadventure, wenn auch der Zusatz "Adventure" bei den meisten Spielen hier weit hergeholt rüberkommt. Es gibt für mich in diesem Bereich nur eine richtige Ausnahme dazu, und das ist die von mir schon öfters angesprochene Reihe "Drawn", die als einziges Spiel in diesem Sektor einen bombastischen Crossover zwischen Fantasy, Mystik, Wimmelbild und Adventure hinlegt. Aber um diese Reihe geht es mir momentan nicht.

Vor zwei oder drei Wochen habe ich mir vom großen Fisch (auf CD) ein Spiel der Grim-Tales-Reihe für nen 10er gekauft. Vom Prinzip mag ich die Darstellung und die Atmo, die diese Spiele mitbringen, aber leider denke ich sooft, dass der Aufbau der Handlung völlig bekloppt ist, denn meistens sucht man irgendwelche Gegenstände in vermüllten Bildern, löst irgendwelche Schieberätsel, nur um eine uralte Schublade aufzubekommen, um dort als Beispiel einen Türgriff zu finden, den ich in einem anderen Bild benötige. Völlig entfernt jeder Realität, wenn die einzelnen Puzzles mitunter auch nett sein mögen, passt das doch nicht richtig zu einer Realität wie wir sie kennen. Wie gesagt: Drawn hat diese Problematik imho grandios gelöst, da die ganze Handlung ins Magische gelegt wurde, denn dort kann man reale Dinge getrost aushebeln.

Nun frage ich mich, ob es bei all den anderen Wimmelbildspielen keinen vernünftigeren Ansatz geben könnte, oder ob Drawn die einzige löbliche Ausnahme dazu bleiben wird? Momentan nehme ich halt bei dem Grim-Tale Spiel die schöne Grafik und die netten Puzzles mit, den Rest blende ich aus, weil ein reines Wimmelbildspiel in sich nicht ernst genommen werden kann, auch wenn es uns eine Story erzählen möchte. Das Grundgerüst bleibt unreal, auch wenn es den Anschein von Realität erwecken möchte.
LG Werner
1992: mein erster PC: 386dx40, DOS 5.0 und Win 3.1, gigantische 4MB Ram, 1MB GraKa, 3,5 und 5 1/4" Floppy, unendliche 105MB HD, und ein großer 14" Monitor plus Tastatur - für schlappe :wink: 2.500 DM.

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Cohen
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Cohen »

Werner1612 hat geschrieben:
10.05.2021, 02:01
Vom Prinzip mag ich die Darstellung und die Atmo, die diese Spiele mitbringen, aber leider denke ich sooft, dass der Aufbau der Handlung völlig bekloppt ist, denn meistens sucht man irgendwelche Gegenstände in vermüllten Bildern, löst irgendwelche Schieberätsel, nur um eine uralte Schublade aufzubekommen, um dort als Beispiel einen Türgriff zu finden, den ich in einem anderen Bild benötige. Völlig entfernt jeder Realität, wenn die einzelnen Puzzles mitunter auch nett sein mögen, passt das doch nicht richtig zu einer Realität wie wir sie kennen.

Bei Point&Click-Adventures ist der Aufbau der Handlung auch oft völlig bekloppt ist, denn oft reist man an einen anderen Ort / in andere Stadt zurück (bei Zak-McKracken-, Baphomets-Fluch- oder Indiana-Jones-Adventures auch mal zu einem anderen Kontinent), nur um einen Alltagsgegenstand wie eine Schere, Taschenlampe, Batterien einzusammeln, anstatt diese vor Ort zu kaufen. Völlig entfernt jeder Realität, wenn die einzelnen Puzzles mitunter auch nett sein mögen, passt das doch nicht richtig zu einer Realität wie wir sie kennen. :wink:

Oder die Protagonisten begeben sich ohne jegliche Vorbereitungen und ohne jegliches Bargeld in ein Abenteuer so dass sie wilde Konstrukte kombinieren müssen, statt sich im nächsten Geschäft einen geeigneteren Alltagsgegenstand zu kaufen.

Oder sie wissen genau, welche Gegenstände sie ab einem bestimmten Ort nicht mehr brauchen werden und entsorgen diese grundlos.
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DavidMcNamara
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von DavidMcNamara »

Ich fand "Adam Wolfe" in der Hinsicht recht gelungen - ein Wimmelbild-Adventure Hybride über einen Detektiv, der es mit übersinnlichen Erscheinungen zu tun bekommt. Auch die "Enigmatis"-Reihe hebt sich positiv vom Wimmelbild-Einerlei ab...

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ill.skillz
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von ill.skillz »

DavidMcNamara hat geschrieben:
10.05.2021, 11:28
Ich fand "Adam Wolfe" in der Hinsicht recht gelungen - ein Wimmelbild-Adventure Hybride über einen Detektiv, der es mit übersinnlichen Erscheinungen zu tun bekommt. Auch die "Enigmatis"-Reihe hebt sich positiv vom Wimmelbild-Einerlei ab...
Das will ich unterschreiben!

Gibt noch 1-2 andere Wimmelbildspiele die ganz gut sind, aber die wollen mir gerade nicht einfallen (Edith kommt später nach)

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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Kikimora »

Ich habe noch nie ein Wimmelbildspiel gespielt. Also zumindest nicht seit meiner Kindheit, wo die Wimmelbilder noch in Bücher gedruckt waren. ;)

"Hidden Folks" (Schwarzweißzeichnungen) geht auch ein bisschen in die Richtung, und aufgrund des eigenständigen grafischen Stils wollte ich dem sogar mal eine Chance geben. Hat jemand das ausprobiert?

Ich gehe allerdings mal davon aus, dass das Spiel keine echten Rätsel beinhaltet, also nicht den Kriterien des hier gesuchten entspricht.
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Uncoolman »

Im Prinzip gebe ich der Behauptung recht, dass sich Adventures und Wimmelspiele gar nicht so groß unterscheiden, was das Bekloppte angeht. Wimmelspiele sind einfach statischer. Wenn etwas also "vernünftig" sein soll, dürften schräge Rätsellösungen wegfallen, an oberster Stelle "Monkey Island", wo der Spaß genau darin liegt. Solche bereinigten Spiele wären ziemlich ernst, und im Grunde unterscheiden sie sich dann nicht mehr von einem Landwirtschaftssimulator. Selbst in Lernspielen, wo man das erwarten würde, wurde Magie und falsche Physik eingesetzt, um den Spaß zu erhöhen.

Dass die Regale mit Wimmelspielen voll sind, liegt einfach daran, dass sie einfach herzustellen sind. Gute Illustratoren gibt es genug, und im Grunde sind es begehbare Bilderbücher. Dass die Story oft hanebüchen ist, liegt nicht am Medium Wimmelspiel, sondern an schlechten Drehbüchern. Das Phänomen ist in anderen Medien auch zu spüren. Ein Adventure ist jedoch teurer, deshalb wird mehr Wert auf Plausibilität gelegt. 500000 Euro in den Sand zu setzen, weil das Spiel nicht angenommen wird, ist schlimmer als 10000 für ein verpatztes Wimmelspiel. Ein Wimmelspiel ist sozusagen der Groschenroman des Adventures... :mrgreen:
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Ancalagon »

Bei Wimmelbildspielen finde ich gar nicht mal so sehr die Handlung schlecht oder unrealistisch, obwohl sie meist an wenigen Dialogen und damit auch an wenig Tiefgang leiden. Wo ich immer die Krise kriege, das ist bei Wimmlern, die keine authentischen Szenarios liefern. Ich habe mal irgendeinen schrecklichen Titanic-Wimmler gespielt, wo man lauter modernen Krams finden musste, den es damals noch gar nicht gegeben hat. Ich finde schon, dass die Objekte in einem Bild auch zum jeweiligen Spiel passen sollten und da gibt es doch leider einigen Ramsch, der mich davon abschreckt, dieses Genre mal näher in Betracht zu ziehen, obwohl diese Wimmelbilder durchaus mal Spaß machen können.

Als sehr positives Beispiel ist mir ein anderes Titanic-Spiel im Gedächtnis geblieben:
"Hidden Mysteries: Titanic - Das Geheimnis einer verhängnisvollen Reise"
Das ist ein Wimmel-Adventure-Hybrid, der richtig gut funktioniert, der realistisch ist und der eine ausgereifte Handlung hat.

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Uncoolman
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Uncoolman »

Ich kann nicht sagen, dass das auffällig oft passiert. Ich habe ca. 10 Wimmelspiele gespielt, die eher im Märchen-Mädchen-Feen-Mystik-Bereich spielen. Die Gegenstände waren genretypisch, allerdings fanden die Spiele sozusagen in zwei Welten gleichzeitig statt: das unheimliche, märchenhafte alte Haus und die Protagonistin aus der "Heute"-Welt. Auch "Syberia", "Gray Matter" oder "TLJ" finden in Parallelwelten statt, demnach ist das an sich kein Nachteil.
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mudge
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von mudge »

Anderswo schon einmal getippt, but:
Die Mystery Case Files Spiele finde ich da, neben den Drawn-Titeln, sehr gut. Größtenteils.
Da die ersten Teile so super waren, freue ich mich einfach über jeden weiteren Teil.
Die Multi-Rätsel hat so nicht jedes Wimmelbildspiel.
Irgendwas gab es da noch, wo man in Bücherwelten eintauchte. Das war auch prima.
Azeda? (sorry, gerade nicht parat, wohl im Keller)

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Joey
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Joey »

Uncoolman hat geschrieben:
10.05.2021, 19:09
Auch "Syberia", "Gray Matter" oder "TLJ" finden in Parallelwelten statt, demnach ist das an sich kein Nachteil.

Ey! Gray Matter spielt nicht in einer Parallelwelt! :evil:
Es kommt nur darauf an, ob du an gewisse Dinge glaubst oder auch nicht. Aber es spielt absolut in der realen Welt!

Was Wimmelbildspiele angeht, erwarte ich da eigentlich gar nicht so viel. Solche nehme ich mir sowieso eher vor, wenn ich gerade schon müde bin, aber noch keine Lust habe, schlafen zu gehen. Oder wenn ich total genervt bin und nur einfach was zocken will, ohne dabei viel nachdenken zu müssen. Sie haben daher meiner Meinung nach, auch wenn sie keine großartigen Rätsel bieten, durchaus ihre Darseinsberechtigung.
Ich habe schon lange keins mehr gespielt, aber so um gedankenlos etwas Zeit zu überbrücken, mochte ich mal eins, das... hmmm. Wie hieß es nochmal? Irgendwas mit Garden. Da hat man, so ich mich recht erinnere, ein Haus geerbt und mußte das dann ausräumen und den ganzen Trödel finden und verkaufen. Keine großartigen Rätsel, aber ich fand es stimmig und gerade richtig eben, wenn man nicht so viel denken mag gerade. Und von dem Gold, das man durch den Verkauf bekommen hat, konnte man dann eben den Garten des Hauses hübsch gestalten. Ich glaube, da haben auch die Haustiere immer auf die Veränderungen reagiert. Kein tiefer Sinn, aber hat mir zumindest Spaß gemacht.
Behalte immer mehr Träume in deiner Seele, als die Wirklichkeit zerstören kann. (indianische Weisheit)

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Uncoolman
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Uncoolman »

Gray Matter ist durchaus SF. und bietet eine Phantasiewelt an, die man als nicht real ansehen darf. Dr. Styles benutzt eine Art von Parallelweltreise.
Ja, die reale Welt ist in allen drei Spielen die Grundlage (bei TLJ prinzipiell auch, obwohl es eher Cyberpunk ist...).

Wie gesagt: die Idee eines Wimmelspiels kann genauso gut oder schlecht sein wie bei einem Film oder einem Adventure. Da Wimmelspiele meist nur einmal gespielt werden und fast schon Wegwerfware sind, lohnt sich die Investition nicht, wenn es niemanden stört. Bei Nachmittagsserien ist das Drehbuch auch nicht von Premiumqualität - man wird beim Bügeln unterhalten und das ist das Ziel.
Ein Wimmelspiel gehört sozusagen in die Kategorie Kreuzworträtsel oder Sudoku, wenn es hochkommt, ein tausendteiliges Puzzle.
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Minerva
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Minerva »

Wo siehst Du die Parallelen zwischen einem 1000-Teile-Puzzle und einem Wimmelbildspiel? Da kann ich gerade leider nicht folgen und würde es jedoch gerne. Den Vergleich mit Kreuzworträtseln fand ich sofort schlüssig und sehr passend, mir fehlt anscheinend beim Puzzle der entscheidende Gedankengang.
Kikimora hat geschrieben:
10.05.2021, 14:47
"Hidden Folks" (Schwarzweißzeichnungen) geht auch ein bisschen in die Richtung, und aufgrund des eigenständigen grafischen Stils wollte ich dem sogar mal eine Chance geben. Hat jemand das ausprobiert?

Ich gehe allerdings mal davon aus, dass das Spiel keine echten Rätsel beinhaltet, also nicht den Kriterien des hier gesuchten entspricht.
Ja, ich habe dieses und Hidden Through Time, das ähnlich aufgebaut ist, nur mit kugelrunden, bunten Grafiken völlig anders aussieht und inhaltlich etwas anders daherkommt, auf dem Handy bzw. Tablet gespielt. Letzteres war definitiv sinnvoller, auf zehn Zoll hat sich das Geschehen wesentlich übersichtlicher dargestellt :lol:

Im Spiel bzw. beiden Spielen geht es darum, wie damals bei den bereits angesprochenen Wimmelbüchern die gesuchten Personen oder Gegenstände zu entdecken. Manchmal ist es nötig, Maschinen in Gang zu setzen oder andere Aktionen zu starten, damit sich etwas wegbewegt und den Blick freigibt, etwas in der Art. Wird auf jeden Fall zunehmend kniffliger, erfordert schon ein gewisses Mitdenken, ist aber vom richtigen Rätseln doch für meinen Geschmack weit entfernt. Würde es als lustige Unterhaltung für zwischendurch bezeichnen, die nicht fordernd, sondern einfach nur witzig und interessant ist.

Edit:
Uncoolman hat geschrieben:
11.05.2021, 02:51
Da Wimmelspiele meist nur einmal gespielt werden und fast schon Wegwerfware sind, lohnt sich die Investition nicht, wenn es niemanden stört.
Also ich spiele üblicherweise Adventures auch nur einmal, dann kenne ich die Geschichte und wende mich dann einem neuen Titel zu, gibt ja genug davon. Nur ganz selten gibt es bei mir eine Wiederholung - so wie bei Monkey Island, das ich nach dreißig Jahren nochmal spielen möchte, weil es einfach DAS Adventure für mich ist bzw. es die ersten beiden Teile sind, damals da Beste überhaupt für mich und zudem sehr gut gealtert.
Außerhalb dieses Forums ist mir auch niemand bekannt, der Adventures erneut spielen würde. Hier ist es ja schon fast Usus und die Wiederspielbarkeit auch ein großes Thema.
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Uncoolman
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Uncoolman »

Bei einem Puzzle muss ich auch fehlende Teile suchen, die in einem Haufen anderer versteckt sind...

Wenn jemand einen anderen Grund für Ideenlosigkeit von Wimmelspielen kennt, mag er diesen verraten. Ich habe es auf den mangelnden Etat geschoben.

Übrigens finden sich womöglich die Adventurespieler in diesem (oder einem ähnlichen) Forum ein, so dass man behaupten könnte, außerhalb des Forums spielt niemand Adventures, so dass es auch nienanden gibt, der ein Spiel mehrmals spielt und nicht im Adventure-Forum ist. ;) ;) Adventures sind nun mal sehr speziell und die Suche nach Lösungen und Installationsprobleme lässt die Verzweifelten dann zu einem Forum greifen, wo einem geholfen wird. ;)

Ich finde sowieso nicht, dass Wimmelspiele so schlecht wie ihr Ruf sind. Dass man alle Naselang alte Dachböden oder Kleiderschränke nach drei Münzen oder einer Weinflasche durchstöbern muss, auch wenn nebenan das Gleiche im Regal steht, gehört zum Prinzip, und das erwartet man ja auch. Ich frage auch nicht, ob es sinnvoll ist, die 10 Fehler in ähnlichen zwei Bildern zu finden. Man macht es, weil man diese Sucherei mag. Wimmelspiele würden fast ohne Geschichte funktionieren, weil es um die Art und Weise geht... Sie sind ein besonderer Typ von Rätseln, der entspannend wirkt und schnell belohnt.
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Werner1612 »

Uncoolman hat geschrieben:
11.05.2021, 15:02
Bei einem Puzzle muss ich auch fehlende Teile suchen, die in einem Haufen anderer versteckt sind...

Wenn jemand einen anderen Grund für Ideenlosigkeit von Wimmelspielen kennt, mag er diesen verraten. Ich habe es auf den mangelnden Etat geschoben.

Übrigens finden sich womöglich die Adventurespieler in diesem (oder einem ähnlichen) Forum ein, so dass man behaupten könnte, außerhalb des Forums spielt niemand Adventures, so dass es auch nienanden gibt, der ein Spiel mehrmals spielt und nicht im Adventure-Forum ist. ;) ;) Adventures sind nun mal sehr speziell und die Suche nach Lösungen und Installationsprobleme lässt die Verzweifelten dann zu einem Forum greifen, wo einem geholfen wird. ;)
Ich spiele immer mal wieder ein altes Adventure, zum zweiten oder dritten Mal, zudem habe ich auch noch genug Material, das ich mir in einem Anflug von Kaufwahn zugelgt habe, das dann aber erstmal auf Hallde gelegt wurde. Da ich kein Privatier bin, wird dieser Vorat auch noch eine ganze Weile reichen. :wink: Zudem wird Zeit im Alter immer kostbarer, da selektiert man. Und doch komme ich oft wieder auf die Oldies zurück. Neben dem Wimmler ist bei mir noch Kyrandia 1 und BF1 parallel am Start. Mit LoK1 bin ich fast durch (Labyrint auch ohne Savgame mit Ach und Krach geschaft), aber mir fiel jetzt erstmal richtig auf, dass das Spiel, das fast 30 Jahre auf dem Buckel hat, spielerisch nicht mehr das ist, das ich früher davon dachte. Kyrandia 2 ist da wesentlich besser gealtert, zumal die Protagonistin dort auch symphatischer ist.

Manchmal denke ich , dass diese Ideelosigkeit bei Wimmlern auch daher kommt, weil die Leute ein einfaches Konstrukt wollen, das nach der Arbeit zur Entspannung und ohne großen Tiefgang gespielt werden kann. Das zeigt ja schon alleine die meistens vorhandene Möglichkeit, gewisse Puzzles zu überspringen, wenn man entwder auf diesen Teil des Spiels keine Lust hat und weiter möchte, oder mit dem Puzzle nicht klar kommt. Soetwas gibt es bei einem echten Adventure nicht. Hier muss ich mich mit diesem Teil des Spiels befassen, sonst komme ich nicht weiter. Da hilft dann höchstens eine Komplettlösung aus dem Netz, oder Tipps in Foren, wie zum Beispiel hier im AT.
LG Werner
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Uncoolman
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Re: Kann man ein Wimmelbildspiel auch vernünftiger machen?

Beitrag von Uncoolman »

Naja, bei "Deponia" kann man Puzzles durchaus überspringen. Es sind aber sozusagen eingebettete Minispiele. Für den Hauptstrang gibt es eine abgestufte Hilfe, die am Ende die Lösung sehr einfach macht. Aber es ist richtig: das ist nicht die Regel. In "Gray Matter" kann man einige Rätsel überspringen (z.B. die Sucherei im Wald) und in "Memoria" gibt es ähnliche Hilfen. Vielleicht ist das ein Merkmal neuerer Spiele?
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