Der Spam-Thread

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Re: Der Spam-Thread

Beitragvon regit » 14.06.2019, 17:31

LittleRose hat geschrieben:
14.06.2019, 13:55
Die Läden haben heute offen.

Heute nützt es nix mehr. :lol:

Aber für den nächsten Janker kann ich natürlich vorsorglich einkaufen. :wink:

Zoë Maya Castillo

Re: Der Spam-Thread

Beitragvon Zoë Maya Castillo » 14.06.2019, 19:44

Miep!

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Re: Der Spam-Thread

Beitragvon LittleRose » 09.07.2019, 11:40

1. Ein schöner Schreibstil macht noch kein gutes Buch.
2. Hohe Produktionskosten und gute Schauspieler ergeben noch keine guten Filme oder Serien.
3. Wenn ich noch vor der Mitte des Buches/der Serienfolge/des Films genau vorhersagen kann, wie der Kram weitergeht und endet, hat da jemand einen grottenschlechten Job gemacht. Besonders dann, wenn ich noch Bonuspunkte für die Details bekomme.
"She's doing the baby equivalent of adventurers using everything in your inventory." (Aus dem Textadventure Child's Play von Stephen Granade)

"A book is a device to ignite imagination" (Aus der Satire "The Uncommon Reader" von Alan Bennett)

Zoë Maya Castillo

Re: Der Spam-Thread

Beitragvon Zoë Maya Castillo » 09.07.2019, 12:14

Oder du hast solche ähnlichen Werke schon so oft gesehen, dass du einfach unglaublich gut bist zu erahnen wies weiter geht?

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Re: Der Spam-Thread

Beitragvon LittleRose » 09.07.2019, 13:01

Beides. Nehmen wir mal ein Buch, das ich gekauft habe, weil die Rezensionen bei Amazon alle so 4-5 Sterne vergeben haben. Der Schreibstil war auch wirklich gut, aber sehen wir uns mal die Handlung an:

Die Protagonistin verliert ihren Arbeitsplatz und beschließt, einfach mit dem (gemieteten) Auto ins Blaue zu fahren. Irgendwo beim Jakobsweg stößt sie auf ein Antiquariat, dessen Besitzer einen Nachfolger sucht, und beschließt ihr Glück zu versuchen. Der alte Mann will aber nicht einfach einer Fremden seinen Buchladen übergeben ohne sie getestet zu haben. Irgendwo im Laden soll es einen Schatz geben. Wenn sie den innerhalb einer bestimmten Zeit findet, gehört der Laden ihr. In der Zwischenzeit darf sie im Geschäft aushelfen.
Frage 1: Welchen Schatz präsentiert sie am Ende, sodass der Mann mit ihrer Antwort zufrieden ist?
Die Bücher.

Als sie den Mietwagen in den nächsten größeren Ort fährt, um ihn zurückzugeben, organisiert ihr einer der Kunden eine Mitfahrgelegenheit für den Rückweg. Unterwegs gerät sie in ein heftiges Gewitter und kann wegen eines umgestürzten Baumes nicht weiterfahren. Allerdings ist da auch ein gut aussehender Mann gestrandet, der sie zu einer Hütte führt, wo sie sich aneinander kuscheln, um sich zu wärmen. Natürlich bleibt es nicht beim Kuscheln. Ob sie sich jemals wiedersehen?
Ja, denn 1. ist er ihre Mitfahrgelegenheit, wie sich im nächsten Tag herausstellt, und 2. wohnt er im selben Dorf wie sie.

Immer, wenn sie sich später begegnen, ist er so abweisend zu ihr. Warum nur?
Er ist natürlich verheiratet.

Nachdem sie sich über ihn erkundigt hat, erfährt sie, dass er seine Frau nicht verlassen kann. Ihr Sohn ist vor Jahren in den Brunnen hinter dem Haus, das sie sich inzwischen gekauft hat, gefallen und ertrunken. Seine Leiche konnte nie geborgen werden, aber die Mutter hat vor Trauer den Verstand verloren und ist in tiefste Depressionen verfallen. Da kann ihr Mann natürlich nicht gehen.
Ebenso natürlich kommt die Frau später in den Laden und bedroht unsere Protagonistin. Ihr ist die Spannung zwischen den beiden nicht entgangen. Und noch etwas anderes kam ihr verdächtig vor. Was?
Die beiden hatten im Wald kein Kondom dabei. Natürlich ist die Protagonistin schwanger, und natürlich weiß die Ehefrau sofort, was da abläuft.

Natürlich glaubt der Protagonistin keiner. Warum auch? Ist ja nur eine arme Frau, die ihr einziges Kind verloren hat. Sogar ihr Love Interest ist sauer und denkt, dass sie das alles nur erfunden hat. Was ist einem hier sofort klar?
Die Ehefrau hat ihr Kind gar nicht verloren. Sie hat den Unfall nur vorgetäuscht und den Jungen mit Hilfe einer Komplizin (ihrer woanders lebenden Mutte)r aus dem Dorf geschafft. So wollte sie ihren wohlhabenden Mann an sich binden, weil die Ehe nicht so lief. Sie selbst hat den Kleinen noch regelmäßig heimlich gesehen. Ihr Zustand war einfach nur simuliert.

Am Ende entführt die Ehefrau das neugeborene Kind der Protagonistin. Diese geht zu ihr, um das Baby zurückzuholen. Die Antagonistin legt ein umfassendes Geständnis ab und versucht dann, unsere Heldin zu erwürgen. Beim Versuch bleibt es aber auch, denn ihr Mann hat alles mit angehört und hält sie auf.
Die Antagonistin wandert in den Knast und die beiden Liebenden ziehen gemeinsam ihr Kind der Liebe auf. Natürlich bekommt die Heldin auch den Buchladen. Friede, Freude, Eierkuchen.

Da sind wirklich alle Klischees versammelt, die die ChickLit so hergibt.
"She's doing the baby equivalent of adventurers using everything in your inventory." (Aus dem Textadventure Child's Play von Stephen Granade)

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