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Das Geheimnis der Druiden
Hersteller: House Of Tales
Vertrieb: CDV Software Entertainment AG
Das Geheimnis der Druiden, entführt uns nach London. Einer Stadt, die wie jede andere Stadt auch nicht frei von schluseliger Polizeiarbeit ist. Das merkt auch Detective Brent Halligan, in dessen Rolle wir schlüpfen. Der Fall der Skelettmorde muss wieder aufgerollt werden, da eine weitere Leiche gefunden wurde, obwohl der vermeintliche Mörder bereits im Kittchen sitzt. In sämtlichen Schlagzeilen wurde von den Greultaten berichtet, man fand von den Opfern nur noch die Knochen, das Fleisch wurde fast komplett entfernt. So machen wir uns also an die Arbeit, wobei wir dabei so gut wie gar nicht von den lieben Kollegen unterstützt werden, dafür aber von Melanie Turner, einer Anthropologin - die wir dann teilweise auch spielen dürfen. So lüftet sich langsam der Schleier um ein uraltes Druidenritual, welches wohl vor Jahrhunderten begonnen wurde und nun beendet werden soll.
Lippensynchron
Wenn die Spielgrafik, die ganze Zeit so ausgesehen hätte wie in den ersten paar Sekunden des Intro-Dialoges mit dem Chef, wäre das Spiel wahrlich die reinste Pracht gewesen. Aber so bleiben uns die detailierten Großaufnahmen der Gesichter und der lippensynchronen Sprachausgabe nur für die wenigen Zwischensequenzen vorbehalten. Zwar bewegt sich auch in der Ingame-Grafik der Mund der Charaktäre auf und zu, aber von lippensynchron (wie auf der Packung angepriesen) kann nicht die Rede sein. Auch sonst wirken die Akteure leider etwas steif, was wohl sicherlich daran liegt, daß sie kaum animiert wurden. Dies war aber gar nicht mal so schlecht, denn allein schon unser Ego beim rennen zu beobachten tut weh. Die daraus folgende problematische Darstellung beim interargieren mit der Umgebung und den Gegenständen wurde dann so gelöst, indem man uns Animationsfilmchen im Stile von "Messer fliegt durch die Luft und zerschneidet das Brot von alleine" zeigt. Die rund 50 Locations sehen dafür wirklich wunderschön aus, nur wirken sie leider völlig unbelebt, da anscheinend die ganze Stadt leergefegt ist und wir ganz alleine unterwegs sind. Es bewegt sich einfach nichts in den Hintergründen, weder Blätter, Autos, noch sieht man andere Menschen, geschweige denn das uns Hintergrunderäusche davon überzeugen, daß wir in einer lebendigen Umgebung sind. Die kantigen Helden heben sich auch leider nicht nur farblich, sondern auch Konturen-technisch zu stark von den Hintergründen ab. Und - nebenbei bemerkt - mag es zwar unwichtig scheinen wie die Charaktäre gekleidet bzw texturiert sind, aber wenn ich mir die Co-Heldin Melanie so ansehe, mit ihrem hellblauen Hemd, den dunkelblauen Hosen und den blauen Schuhen, möchte ich am liebsten schreiend aus dem Zimmer laufen.
Nerviges Dialogsystem
Gesteuert wird mit der Maus und der üblichen Routine: ein Klick und unsereins läuft an die gewünschte Stelle, fährt man über einen markanten Punkt oder Gegenstand verändert sich der Mauszeiger und man kann dann entweder per Rechtsklick die Sache näher betrachten oder etwas per Linksklick mit ihr anstellen. Das Inventar befindet sich am unteren Bildschirmrand und klappt automatisch auf, wenn mit der Maus drüber gefahren wird. Gegenstände lassen sich im gewohnten Drag 'n Drop verfahren miteinander kombinieren und das Dialogsystem ist auch einfach gehalten: kann man mit einer Person sprechen verwandelt sich die Maus in eine Sprechblase und die Fragen/Antworten können unten aus den verschiedenen Vorgaben ausgewählt werden. Leider kann es vorkommen das man sich in eine "Sackgasse" redet und das Gespräch nochmal von vorne begonnen werden muss. Das die alten Sätze dann nicht verschwunden sind, so daß man exakt Wort für Wort über die gleichen Sachen nocheinmal reden muß, nervt natürlich sehr. Bei komplexeren Dialogen verliert man dann natürlich auch die Übersicht und die Atmosphäre geht völlig verloren. Was dem Spiel außerdem gefehlt hat, wäre die Möglichkeit gewesen Orte schnell besuchen und verlassen zu können, so daß man z.B. direkt durch die Tür weiter hinten geht ohne extra durch den ganzen Bildschirm bis zu ihr hin laufen zu müssen. Das fällt vor allem dann negativ auf, wenn man nicht weiter weiß und die verschiedenen Orte absuchen muss.
Keine Dedektiv-Rätsel
Die Rätsel sind recht knackig gehalten, aber logisch im Lösungsweg. Wer allerdings hofft bei diesem Spiel ein wenig Polizeiarbeit zu leisten und so die Morde aufklärt, der irrt. Oft bekommt unser Held nicht einmal die einfachsten Sachen gebacken oder uns werden Steine in den Weg gelegt, so daß wir uns mehr darum bemühen müssen wie wir irgendwie telefonieren können, weil das Diensttelefon natürlich nicht funktioniert oder den Chef austricksen damit er uns eine Unterschrift gibt. Es kann vorkommen das man zwar die richtige Idee hat, aber die falschen Gegenstände benutzt oder an die falsche Stelle klickt - oft ist Millimeterarbeit gefragt. Die ewig gleichen Reportoir-Antworten von Brent helfen einem meißt auch nicht weiter, viel zu selten läßt er mal 'nen Tip springen, wenn man auf dem richtigen Weg ist. Manche Rätsel fand ich auch so schwer (z.B. den Safe öffnen), daß ich stark bezweifle das diese ohne Hilfe zu lösen sind. Nicht umsonst wird auf der Packung auf die offizielle Seite mit dem Forum hingewiesen.
Kilian 'KSO' Sommer
Kommentar
"Nicht wirklich übel, wenn man bedenkt das dies das erste Spiel der Firma House of Tales ist. Aber vieles ist noch ausbaufähig und die Mängel sollten für den nächsten Adventure-Hit beseitigt werden. Es bleibt einem bei diesem Spiel immerhin netter Rätselspaß für einige Tage. Das einzige, wirkliche Lob verdienen sicherlich die genialen Zwischensequenzen, die ich in solch einer Brillianz noch nie zuvor gesehen habe. Auch ist hervorzuheben, daß die Entwickler sich bemüht haben fast jeder Figur Leben einzuhauchen, indem kleine Geschichten um sie herum eingebaut wurden. Man kann also ruhig mal einen Blick auf dieses Game werfen, auch wenn es nicht zu den Besten seiner Art gehört."
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Mehr Bilder (45)
Pro und Kontra
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+ |
tolle Zwischensequenzen |
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+ |
schwere Rätsel |
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verkapptes Dialogsystem |
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wenig Atmosphäre |
Anforderungen
Mindestens
Pentium 200Mhz 32MB RAM VGA Grafikkarte mit 2MB 150MB Festplattenspeicher 16-Bit Soundkarte Windows 95/98/2000/ME/XP
Empfohlen
Pentium 266Mhz
Links
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