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Space Quest 1 - The Sarien Encounter (VGA)
Hersteller: Sierra
Vertrieb: Sierra
1991 veröffentlicht Sierra das Remake eines großen Klassikers: Space Quest 1 - The Sarien Encounter. Genauso wie andere Sierra Spiele zu dieser Zeit erfährt dieses Remake hauptsächlich technische Verbesserung. Außerdem kann der Name des Helden nun nicht mehr geändert werden. Roger Wilco hat sich seinen Arbeitsplatz gesichert.Story
Hier nur eine kleine Zusammenfassung der Handlung. Interessierte finden die ausführliche Beschreibung der Story in unserem Test zur EGA Version des Spiels. Das Raumschiff des Hausmeisters Roger Wilco wird von den Sarianern angegriffen, die den Sternengenerator unter ihre Gewalt bringen möchten. Aufgabe ist es nun, vom Schiff zu fliehen und letztendlich das Universum zu retten.Grafik
Statt klobiger EGA Grafik wartet das Spiel hier mit VGA Grafik in einer Auflösung von 320x200 auf. Dies wurde durch SCI (Sierra Creative Interpreter) möglich. Mit SCI hielt Schritt für Schritt VGA Grafik, Maussteuerung, Point & Click System, die Symbolleiste und vieles mehr Einzug in die Adventures von Sierra. Ein Meilenstein verglichen mit AGI und dessen Parser-Steuerung. Die Hintergrundgrafiken an sich sind sehr liebevoll und detailliert gezeichnet. Die Animationen sind etwas grob, aber noch vertretbar. Sound und Musik
Hier halten sich die Neuerungen in Grenzen. Zwar gibt es jetzt natürlich Soundblaster Unterstützung statt PC-Speaker und eine permanente Hintergrundmusik, doch Soundeffekte sind trotzdem nicht häufiger vorhanden. Sie klingen jetzt nur besser. An ganz wenigen Stellen im Spiel gibt es sogar Sprachausgabe.
Rätsel
Am Rätseldesign wurde nicht viel veränderte. Wenige Rätsel wurden leicht geändert oder hinzugefügt. Wer die Originalausgabe von Space Quest 1 schon gespielt hat, dürfte keine Probleme damit haben auch das Remake zügig durchzuspielen. Meistens kombiniert man Gegenstände richtig. Selbst steuerbare Dialoge sind auch hier so gut wie nicht vorhanden. Allerdings ist es nicht mehr so leicht, zu sterben. Natürlich bietet sich noch sehr oft die Gelegenheit, aber es nicht mehr ganz so unfair. So kann man zum Beispiel nicht mehr einfach von einer Klippe fallen, weil man ein paar Pixel zu weit rechts oder links geklickt hat. Die Möglichkeiten, zu Tode zu kommen sind aber sehr vielfältig und kreativ. Es lohnt sich also, vorher abzuspeichern und absichtlich in den Tod zu laufen - man wird mit bissigen Kommentaren der Sierra Mitarbeiter belohnt. Die viel kritisierte Sequenz, in der man an einem Spielautomaten eine bestimmte Summe gewinnen musste wurde stark vereinfacht. Es ist jetzt nämlich möglich, den Automaten zu manipulieren. An der Punkteanzeige hat sich nichts geändert, außer dass man nur noch 201 Punkte erreichen kann. Man kann hieran einerseits sehen, wie weit man schon gekommen ist und andererseits am Ende des Spiels, wie gut man war. Die Arcadesequenz, in der man mit dem sog. "Skimmer" über die Oberfläche von Kerona fliegen muss, kann nun übersprungen werden. Sie ist allerdings nicht schwer zu meistern. Sehr schlimm fallen allerdings die vorhandenen Sackgassen auf. Mitunter ist es möglich, etwas auf der Arcada (dem ersten Schauplatz) zu vergessen, dass man dann irgendwann mitten im Spiel bräuchte. Hier hilft dann nur noch einmal von vorne zu beginnen, was sehr frustrierend ist.Steuerung
Die Steuerung erfolgt jetzt komplett über die Maus. Am oberen Bildschirmrand befindet sich eine Symbolleiste. Entweder man wählt die Handlungen von dort aus, oder man klickt sich mit der rechten Maustaste durch die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten. Der Cursor nimmt dann immer das jeweilige Symbol an. Es gibt "Gehe zu", "Nimm/Benutze", "Spreche", "Schmecke" und "Rieche". Schmecken und Riechen muss man allerdings an keiner Stelle im Spiel um eine Aufgabe zu lösen. Roger gibt allerdings oftmals lustige Kommentare von sich, wenn man zum Beispiel an anderen Charakteren lecken möchte. Über die Symbolleiste erreicht man außerdem das Inventar und ein Menü, in dem verschiedene Einstellungen getroffen sowie geladen und gespeichert werden kann.Fazit
Man kann die beiden Versionen von Space Quest 1 nicht richtig miteinander vergleichen. Während die EGA Version ihren ganz eigenen Charme versprüht, glänzt die VGA Ausgabe mit ausgereifterer Technik. Man sollte nach Möglichkeit beide Versionen gespielt haben. Ein großer Kritikpunkt an der VGA Version ist allerdings, dass fast nichts am Rätseldesign geändert wurde. Rätsel, die mit Parser noch anspruchsvoll waren sind mit der Maussteuerung durch alleiniges Herumklicken schnell gelöst. So verwundert es auch nicht, dass man nach spätestens zwei Stunden den Abspann über den Bildschirm flimmern sieht.
Klassiker-Wertung: 5/10
        
Hans Frank
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