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The Park

Über den Tellerrand

Entwickler: Funcom



Normalerweise sollten sich die Besucher eines Freizeitparks nur in der Geisterbahn gruseln. Doch in The Park werden alle Attraktionen zu einer Horrorversion ihrer selbst. Wir haben uns dennoch bei Nacht in die Anlage begeben, um euch im Rahmen unseres Halloween-Specials unseren Test zu dem Spiel liefern zu können.

Call-Am

Der kleine Callam und seine Mutter Lorraine befinden sich abends auf dem Parkplatz vor einem Freizeitpark. Doch sie können nicht losfahren: Callams Teddy ist verschwunden. Auf der Suche nach seinem plüschigen Begleiter stürmt Callam zurück in den Park – und wird so selbst zum Gesuchten. Lorraine kann mit ihrem flinken Sohn nicht mithalten. So bleibt ihr nur, ihn regelmäßig zu rufen und die nun im Dunkeln liegenden Attraktionen abzusuchen. Doch etwas stimmt nicht im Park. Unheimliche Gestalten streifen umher, merkwürdige Dinge geschehen. Ehe er es sich versieht, wird der Spieler in eine ebenso gruselige wie spannende Geschichte hineingezogen. Schnell steht über allem die Frage: Worum geht es bei dieser Suchaktion wirklich?

Noch wartet Callum brav im Auto

Es war einmal ein Junge…

The Park ist, ähnlich wie Dear Esther oder Gone Home, eine interaktive Erzählung. Rätsel gibt es nicht. Es gilt, die Umgebung genau zu erkunden und Hinweise zu finden. Außerdem können insgesamt fünf Attraktionen begangen oder gefahren werden. Dass sich hier jeweils Schockmomente verstecken, versteht sich von selbst. Ein wenig Geduld fordert hier gleich das erste Fahrgeschäft, in dem der Spieler in einem Plastikschwan als Boot durch eine Höhle fährt und das gesamte Märchen von Hänsel und Gretel erzählt bekommt. Zwar ist hierbei das Ende überraschend und die Fahrt baut die Atmosphäre für das Spiel weiter auf, bis zum Fahrtende gilt es jedoch eine ganze Weile tatenlos vor dem Rechner zu sitzen. Ansonsten bestimmt der Spieler das Tempo von The Park. Je mehr er sich umsieht, umso mehr Details zur Hintergrundgeschichte bekommt er in Form von Texten und Zwischensequenzen serviert. Seine Stärke spielt The Park hingegen erst zum Finale aus. Beim Durchwandern der immer gleichen Räume in einem Geisterhaus verändern sich immer mehr Details. So kann der Spieler Stück für Stück die fehlenden Puzzleteile der Geschichte zusammenfügen. Ein schönes Element, dass perfekt zu diesem Spielegenre passt. Die Hintergrundgeschichte an sich ist zwar nicht besonders herausragend oder kreativ, aber clever umgesetzt und schön in den Rest des Spiels eingebettet – inklusive einiger Aha-Momente bei einem zweiten Durchgang. Der kann bereits nach ein bis zwei Stunden begonnen werden, je nachdem, wie gründlich die Umgebung untersucht wird.

Nachts im Park

Lauf, Lorraine, lauf!

Gesteuert wird die Hauptperson des Spiels Lorraine per WASD. Mit der Maus können zudem Gegenstände untersucht und Fahrten mit Attraktionen ausgelöst werden. Die rechte Maustaste hat unterdessen eine spezielle Funktion: Mit ihr kann der Spieler nach Callam rufen und bekommt so eine Art Hotspot-Anzeige für Objekte in der Nähe. Die erscheinen auf Wunsch auch mit großen sichtbaren Texten, wie etwa The Vanishing of Ethan Carter. Etwas schneller läuft Lorraine, wenn die Shift-Taste einmalig gedrückt wird. Langsamer wird es mit einem weiteren Tastendruck. Das ist sehr angenehm, da der Spieler so auf längeren Strecken keinen Krampf im Finger bekommt. Die Laufgeschwindigkeit an sich geht dabei in Ordnung.

Eine Hilfefunktion zeigt wichtige Objekte an



Buh!

The Park vereint mehrere Horrorstile in sich. Neben dem klassischen Jumpscare findet sich auch etwas psychologischer Horror, der beim Lesen von Texten und dem genaueren Nachdenken über die Hintergrundgeschichte entsteht. Doch auch eine Gewaltdarstellung, Blut, Leichen und kleine herrenlose Körperteile sind zu sehen. Der Grusel- und Ekelfaktor liegt also ein wenig über dem Durchschnitt, weshalb zartbesaitete lieber die Finger von dem Spiel lassen sollten. In sich ist die Mischung stimmig und trägt den Horror gut über die Spielzeit hinweg.

Grafisch nicht so gut gelungen: Die Charaktere

Bild, Wort und Klang

Grafisch ist der Titel insgesamt hübsch anzusehen, mit der Detailvielfalt von Everybody’s Gone to the Rapture oder Dear Esther kann er es jedoch nicht aufnehmen. Dennoch sind die wichtigsten Elemente im Park gesetzt, sodass eine gute Atmosphäre entsteht. Die Charakteranimationen in den Zwischensequenzen wirken hingegen ein wenig hölzern, gehen aber noch in Ordnung. Der sehr kurze und selten eingesetzte Soundtrack trägt gut zur Stimmung bei und die ebenfalls selten auftretenden Geräusche passen ins Gesamtbild. Die englischen Sprecher leisten sehr gute Arbeit. Ein klein wenig störend ist jedoch die Programmierung des Rufens nach Callam, denn dabei wird mehr oder weniger zufällig ein Satz ausgesucht. Und wie dieser gesprochen ist, passt nicht immer zur aktuellen Situation, etwa wenn Lorraine plötzlich wieder ruhig ist. Ansonsten gibt es wenig an The Park auszusetzen.

The Park setzt auf verschiedene Horror-Formen

Fazit

The Park ist tief im Mainstream-Horror verwurzelt, aber gut gemacht. Grafisch ansehnlich, audiotechnisch gut aufbereitet spielt der Titel vor allem gegen Ende seine Stärke aus. Auch die eher klassische Hintergrundgeschichte ist passend aufbereitet und findet einen cleveren Abschluss. Für Fans von explorativen Adventures, die gut mit Horrorspielen umgehen können ist The Park eine gute Empfehlung.

Wertung:

Links:
The Park auf Steam
Offizielle Webseite

Hans Duschl



 

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