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Mr. Smoozles Goes Nutso
Über den Tellerrand
Mr. Smoozles Goes Nutso erzählt eine Episode aus der
Comicwelt
von Steve Ince, der sich in der
Adventure-Gemeinde durch das Design der Baphomets-Fluch-Reihe einen Namen gemacht hat.
Alles beginnt damit, dass die niederträchtigen Goragons, die aus einer fremden Dimension
kommen, die Realität angreifen. Mit ihren Strahlenwaffen haben sie den liebenswürdigen
Kater Mr. Smoozles in eine mordlüsterne Tötungsmaschine verwandelt. Alle anderen
haben die Goragons in Einzelzellen weggesperrt, nur Ed konnte ihnen entkommen. Nun ist
es an ihm, die Feinde aus der anderen Dimension zu bezwingen, seine Freunde zu befreien
und Mr. Smoozles Gehirnwäsche rückgängig zu machen.
Arcade-Adventure
Die Spielwelt betrachtet der Spieler bei diesem Vorhaben von schräg oben, anders als bei
den meisten Adventures erinnern die aus einem Satz rechteckiger Teile zusammengesetzten
Szenen aber eher an die einschlägigen SNES-Rollenspiele der 90er - von der deutlich
höheren Auflösung von 1024x768 einmal abgesehen. Trotzdem wirken die verschiedenen
Bereiche des Spiels erfreulich vielseitig und können in großen Teilen überzeugen.
Spielerisch ist Mr. Smoozles Goes Nutso eine Art Pacman, das mit rudimentären
Adventure-Elementen und einer Geschichte aufgeppt worden ist. Die Möglichkeiten beschränken
sich dabei auf "Betrachte" und "Interaktion", wobei Letzteres auch Inventargegestände
automatisch an der richtigen Stelle einsetzt. Rätsel beschränken sich also im Wesentlichen
darauf, an der richtigen Stelle mit der Umgebung zu interagieren. Wenn man mitdenkt und der
Geschichte folgt ist es dabei wesentlich leichter, die nächste richtige Stelle auszumachen.
Und läuft, und läuft, und läuft...
Außerhalb von Gebäuden ist einem ständig der wildgewordene Mr. Smoozles und gelegentlich
einige Goragons auf den Fersen:
sie verfolgen und beschießen den Spieler, der wiederum vor Smoozles flüchtet. Dabei sammelt
er neben gewöhnlichen Inventargegenständen jede Menge Reality Shards auf, die er braucht,
um im Spiel weiterzukommen. Das sind bestimmte Kristalle, mit denen zum Beispiel Funktionen
in Computerterminals ausgelöst werden oder Gegenstände eingekauft werden können. Innerhalb
von Gebäuden geht es in der Regel ruhiger zu, dort überwiegen dann Adventure-Elemente. Nur
Gelegentlich gilt es, z.B. einen Parcours aus beweglichen Bomben zu bewältigen.
Die Comic-Herkunft der Spielwelt ist unübersehbar: Die Großaufnahmen der Charaktere, die
bei den nicht-interaktiven Dialogen zu sehen sind, scheinen unmittelbar Steve Inces Zeichnungen
entnommen zu sein und an den Wänden der Korridore hängen zahlreiche Bilder, die den Betrachter mit
großformatigen Comicstrips belohnen. Der unschuldige Humor der Strips ist vermutlich nicht
jedermanns Sache und kann auf der
Juniper-Crescent-Homepage
ausgetestet werden.
Mittagspause Goes Nutso
Die Arcade-Teile des Spiels dürften besonders im einfachen Schierigkeitsgrad
niemanden überfordern und auch die Adventure-Teile stiften, zumindest im ersten Teil des
Spiels, nicht gerade zu intellektuellen Höchstleistungen an. So wird
Mr. Smoozles Goes Nutso wohl eher etwas für die Mittagspause als für lange Winterabende,
dafür dürfte es sich jedoch deutlich besser eignen als gewöhnliche Adventures. Besonders
diejenigen, die sich bei Steve Inces Humor zu Hause fühlen und die sich von leichter Arcade-Kost
angesprochen fühlen sollten den Titel weiter beobachten. Ein vollwertiges Adventure darf
aber niemand erwarten.
Jan 'DasJan' Schneider
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