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Nichts ist für den Spieler nerviger, als in der Komplettlösung Komplettlösung nachschauen zu müssen. Nicht nur, dass es gewaltig demotiviert und einen aus dem Spielgeschehen nimmt – Oft scheitert es nur daran, dass man mal wieder irgendeinen kleinen Gegenstand übersehen hatte oder den Ausgang aus der Szene nicht fand. Hin und wieder versuchen einige Adventures durch besonders schwierige Rätsel oder besonders kleine Gegenstände das Spiel zu erschweren, damit der Spieler noch ein bisschen länger knobeln muss. Sobald jedoch der Spieler aus Frust und Langeweile ein Adventure abbricht, hat es seinen Zweck –nämlich zu unterhalten- schlicht verfehlt. Muss der Spieler sich dann auch noch von Freunden oder per Lösung helfen lassen, nagt das nicht selten auch noch am eigenen Selbstwertgefühl.
Eine Situation, die das Team von Geheimakte Tunguska auf jeden Fall vermeiden möchte. So beinhaltet das Spiel ein sehr einfaches und vor allen Dingen schnelles Interface. Hat man eine Idee für eine Kombination, ist sie im Nu angewandt. Und will man schnell von einem Raum in den nächsten wechseln kann, ohne dem Charakter dabei zusehen zu müssen, reicht ein schlichter Doppelklick. Was hab ich schon geflucht, wenn in anderen Spielen meine Spielfigur minutenlang über die Steppe getigert ist, nur um nachher festzustellen, dass meine Idee im anderen Raum doch nicht anwendbar ist. In Geheimakte Tunguska werden frustrierende Szenen ohne Handlung somit auf ein Minimum reduziert und der Spieler hat viel Zeit, seine Ideen umzusetzen.
Sollte man in den detailreichen Szenerien doch Mal überfordert sein, gibt es eine sogenannte„Szene untersuchen“-Funktion. Diese zeigt auf Knopfdruck alle wichtigen Informationen der jeweiligen Szene an – z.B. Ausgänge und wichtige Objekte. Der verärgerte Blick in die Lösung, weil man wieder einen Gegenstand übersehen hat, gehört damit der Vergangenheit an.
Vor einiger Zeit hat mir unser Lead Programmer „Martin I“ dann auch noch eine weitere Option gezeigt: Für besonders schwierige Puzzles bietet Geheimakte Tunguska jetzt eine „Rätselhilfe“ an. Diese erklärt, natürlich nur auf ausdrücklichem Wunsch, wie man ein bestimmtes Rätsel angehen kann. Ich find solche Features klasse und meiner Meinung nach gehören sie in jedes gute Abenteuerspiel. Die Leute bezahlen schließlich viel Geld für das fertige Produkt – da sollte auch jeder in der Lage sein, es ohne fremde Hilfe zu Ende spielen zu können.
Natürlich ist kein Spieler gezwungen, diese Hilfen in Anspruch zu nehmen. Adventureprofis können sie im Optionsmenü sogar komplett deaktivieren um nicht in Versuchung zu geraten, während Anfänger und Gelegenheitsspieler keine Angst mehr haben brauchen, an irgendeiner schwierigen Stelle im Spiel zu scheitern. Ich hoffe nur, dass uns dafür die vielen Komplettlösungsschreiber im Internet nicht verfluchen, wenn keiner mehr ihre Texte lesen muss. ;-)
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 Spieletester Basti beim Grübeln – eine Spielehilfe steht ihm zur Not bei Seite
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