Quest for Yrolg
Hersteller: Crystal Shard
Der böse Hexenmeister Yrolg steht kurz vor der Vollendung eines teuflischen Plans. Er
will einen mächtigen Dämonen heraufbeschwören, mit dessen Hilfe er die Weltherrschaft
übernehmen und Leid und Elend über die Welt bringen will. Doch eine Vorahnung verrät
ihm, dass drei tapfere Recken sich aufgemacht haben, seine dunklen Pläne zu durchkreuzen.
Da er selbst zu beschäftigt ist, beauftragt er einen Kobold, sich dem kleinen Problem
anzunehmen.
Die dunkle Seite der Macht
Im Gegensatz zu gewöhnlichen Fantasy-Abenteuern spielt man in Quest for Yrolg auf der
bösen Seite, und zwar als eben dieser Kobold. Als Helfer steht dem Spieler eine sprechende
rote Tasse bei, die in der rechten oberen Bildschirmecke ihr Zuhause hat und gleichzeitig
als Optionsmenü fungiert. Da die eigene Spielfigur eher schwächlich ist, kann man nur einen
Gegenstand gleichzeitig tragen. Aus demselben Grund sind Kämpfe mit den Eindringlingen eher
sinnlos; als Ausgleich bietet das Spiel einem dafür genügend Gelegenheiten zum Stellen von
tödlichen Fallen. Hinweise hierzu bekommt man auch von den Mitbewohnern in den Katakomben,
wie einen auf seinem Schatz sitzenden Drachen oder ein Tentakel in einem See.
Technik, die begeistert
Die Steuerung ist hierbei so simpel wie nur möglich gehalten. Bewegungen über Linksklick,
ein Rechtsklick befördert den kleinen Imp direkt an die angewählte Stelle. Auch die
Interaktion mit Objekten oder anderen Figuren funktioniert mit einfachen Mausklicks. Da nur
ein Gegenstand getragen werden kann, wird dieser einfach in der oberen rechten Ecke des
Bildschirms platziert. In den Dialogoptionen mit der roten Tasse findet man auch die
Funktionen zum Speichern, Laden und Beenden des Spiels.
Einfach, aber hübsch
Die Grafik des Spiels ist nett anzusehen, die Hintergründe und Figuren sind mit Liebe zum
Detail handgepixelt und passen sehr gut zur Auflösung. Besonders die Fluganimationen des
Kobolds sind hübsch umgesetzt. Die Rätsel sind recht leicht, die Problemstellungen logisch
und auch die Musik weiß zu gefallen. Die Spielzeit ist stark vom Spieler abhängig - durch
die unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten lohnt sich auch ein mehrmaliges Durchspielen.
Insgesamt dürfte das Spiel nach maximal 30 Minuten zum ersten mal durchgespielt sein, ohne
dass Yrolg das Zeitliche gesegnet hat. Leider gibt es außer dem Stellen von Fallen keine
nennenswerten Aufgaben zu bewältigen.
Fazit
Quest for Yrolg ist ein lustiges kleines Adventure mit einem gewissen Wiederspielwert
und hübscher Grafik. Auch die Geschichte hat etwas Originelles. Durchaus empfehlenswert.
|