

(Anzeige)






|

|
|
 |
eature |
 |
|
Teil Fünf
Nach langen Mühen war es vor kurzem so weit: Der große Mastertag kam, in
gespannter Erwartung klickten sich viele nervöse Testerhände durch die finale
Version, während andernorts letzte Vorbereitungen getroffen wurden, die
unersetzlich wertvollen DVDs zum Presswerk zu verschicken. Ich habe nicht
selten erlebt, dass auf den allerletzten Drücker plötzlich die erstaunlichsten
Fehler gefunden wurden, welche schon ewig in einer Version geschlummert haben
und dann kurz vor der letzten Klappe wie das Teufelchen aus der Kiste sprangen.
Das ist uns glücklicherweise erspart geblieben, die Version lief kugelrund und
konnte sogar noch kurz VOR der Geisterstunde eingetütet und verabschiedet
werden.
Man denkt vielleicht, dass nach so einer Masterabgabe das große
Sektkorkenknallen losgeht, alle sich in den Armen liegen, bis zum Morgengrauen
gröhlend um die Häuser ziehen und dabei die Berliner mit „Everlight!
Everlight!“-Rufen um den Schlaf bringen. In der Realität läuft das meist anders
ab, zumal alle Gewehr bei Fuß stehen müssen, falls noch irgendetwas schiefgehen
sollte. So ging das Everlight-Team glücklich, aber leider auch todmüde nach
Hause und vertagte die Feierlichkeiten auf einen späteren Zeitpunkt. Aber die
große Everlight-Sause kommt bestimmt!
Bevor mich allerdings der schnöde Alltag wieder einfängt, gibt mir dieses
wundervolle Entwicklertagebuch endlich mal die Gelegenheit, in aller Ruhe
zurückzuschauen. Everlight war für mich eines der schönsten Projekte, die ich
in meiner 20-jährigen Entwicklerkarriere gemacht habe. Das Spiel hat auch eine
erstaunliche Wandlung mitgemacht. Zwar war von vorneherein klar, wie die Story
über die einzelnen Spielkapitel hinweg abläuft und wie die Puzzles aussehen,
aber natürlich haben wir vieles auch immer weiter entwickelt.
 Katze in Gefahr.
So haben wir mit einigem Zeitabstand die Puzzles alle noch einmal angeschaut,
Kritik ausgewertet und alle Aktionen noch mal auf den Prüfstand gestellt. Kommt
man auf die Lösung? Ist das logisch? Ergibt sich das eine aus dem anderen?
Passen die Aktionen zum Charakter von Melvin? Hat er eine solide Motivation, um
eine Handlung auszuführen? Das Resultat war eine ganze Reihe von kleinen,
mittleren und großen Verbesserungen in den Handlungsabläufen, die dem Spiel
sehr gut getan haben.
Der große zweite Punkt betrifft die Inszenierung. Die großartig detaillierten
Hintergrundgrafiken existierten schon sehr früh in der Entwicklung, aber bei
den Animationen beispielsweise wurde ständig noch einmal nachgelegt und
verbessert. Und wo es tolle Animationen zu sehen gab, wollte man sie natürlich
auch optimal präsentiert wissen. So kam ein Closeup nach dem anderen ins Spiel
und verpasste Everlight diesen schön abwechslungsreichen, cineastischen
Look.
Am Ende hat Everlight als fertiges Spiel alle unsere anfänglichen Erwartungen
übertroffen und auf das sind wir ziemlich stolz. Voller Spannung erwarten wir
nun alle die kommende Woche, wenn Everlight den Weg in die Ladenregale gefunden
hat. Doch dazu mehr im nächsten Tagebuch.
Stefan Hoffmann
|
|
 |
|
 |
| |
|




Es findet im Moment keine Umfrage statt.

|