Teil Zwei
Nachdem im letzten Teil Everlight und die Entwicklung eher allgemein vorgestellt
wurden, möchte ich im zweiten Teil des Entwicklertagebuchs auf einige Details
zum Spiel eingehen.
Woran wird an Everlight aktuell gearbeitet? Besonderer Schwerpunkt unserer
momentanen Tätigkeit ist es, weitere Closeup-Szenen zu erstellen. Bei Simon
the Sorcerer 4 hatten wir das bereits getan, um die Charaktere möglichst nah
an den Spieler heranzubringen, aber ich wollte das gerne noch wesentlich
intensiver einsetzen. Bei Everlight gehen wir hier nun in die Vollen und können
die meisten Figuren in Closeup-Cutscenes zeigen. Das ist vor allem auch wegen
Fenny, unserem Sidekick-Charakter, sehr wichtig, denn Fenny ist nun mal als Elfe
ziemlich klein. Damit sie voll zur Geltung kommt, muss man nah an sie herangehen.
 "Mit Kerzen- und mit Mondenschein / kauft jeder die Romantik ein." - E.H. Bellermann
Die Closeups summieren sich unterm Strich zu einem gewaltigen Aufwand. Daniel
Töpfer, unser Art Director (auf dem
Teamfoto übrigens in der
letzten Reihe der zweite von rechts), passt höchst persönlich jede einzelne
Einstellung zusammen mit den Szenen-Scriptern in das 3D-Modell der Location ein.
Es ist jedes Mal eine gutes Maß Präzisionsarbeit vonnöten, damit der Closeup
perfekt zu den gezeigten Charakteren und vor allem zu den Animationen passt.
Aber die Mühe lohnt sich.
Worauf unser ganzes Team auch besonders stolz ist, ist die Website zu Everlight,
die diese Woche online ging. Unter
www.everlight-game.de
können die Früchte unseres Schaffens bestaunt werden. Zudem freuen wir uns auf
Feedback in unserem Forum.
 Sidekick Fenny folgt dem Spieler.
Wie ist der Stand der Entwicklung bzw. zu wie viel Prozent ist Everlight schon
fertig? Everlight ist mittlerweile insgesamt zu circa 75% fertig gestellt.
Die meisten Grafiken, Animationen und Dialoge sind komplett. Unser großes
Scripter-Team ist nun dabei, aus den vielen guten Zutaten ein erstklassiges Spiel
zu stricken. Wir liegen recht gut in der Zeit, aber vor Überraschungen ist man
leider in der Spieleentwicklung nie zu 100% geschützt. Böse Überraschungen
während der Entwicklung bedeuten immer, dass man Zeit verliert, die natürlich
wieder hereingeholt werden muss, um den geplanten Release nicht zu gefährden.
Das ist einer der Gründe, warum Nachtschichten und durchgearbeitete Wochenenden
zum Ende des Projektes Normalität sind.
Stefan Hoffmann
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