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Teil Eins
Hallo und willkommen zum ersten Eintrag im Entwicklertagebuch zu Everlight.
In regelmäßigen Abständen werdet ihr hier etwas über unser zu TGC – The Games
Company gehörendes Entwicklungsstudio Silver Style Entertainment und
zum Stand der Entwicklung des Spiels erfahren.
Zunächst möchte ich mich euch vorstellen. Mein Name ist Stefan Hoffmann, ich bin
seit dem Jahr 2000 bei Silver Style Entertainment und neben dem Projekt-Management
auch mit für das Game-Design zuständig. In der Spieleindustrie bin ich seit 1987
tätig. Tatsächlich war auch schon mein erstes Spieleprojekt ein Adventure. Das
erste bekannte Spiel, an dessen Entwicklung ich beteiligt gewesen bin, war 1991
MadTV, also eine Fun-Wirtschaftssimulation.
Oft werde ich nach der Motivation, ein Spiel wie Everlight zu machen, gefragt.
Ich selbst bin seit jüngster Kindheit leidenschaftlicher Gamer und seit Ende der
80er Jahre ein absoluter Adventure-Fan. Diese Begeisterung teilen auch all meine
Kollegen. Das Besondere an Everlight, was auch mich bei der tagtäglichen Arbeit
immer wieder aufs Neue begeistert, sind neben der Story die Tag-/Nacht-Wechsel
und die davon beeinflussten Charaktere. Dadurch lassen sich tolle Rätsel
realisieren, die es in dieser Form bisher in keinem Point-&-Click-Adventure
gegeben hat. Eine echte Weltpremiere sozusagen!
Die größten Schwierigkeiten bei Adventures sind normalerweise die Story und das
grundlegende Rätseldesign. Das war und ist auch bei Everlight nicht anders. Um
aus einer fesselnden Story und einer tollen Grundidee, wie dem Tag-/Nacht-Wechsel
mit dessen Einfluss auf die Charaktere, ein erstklassiges Spiel zu machen, muss
man viel Designarbeit investieren, bis man ein insgesamt stimmiges Spiel erhält.
 Balls.
Derzeit arbeiten wir mit knapp 20 Leuten an Everlight und bislang kommen wir noch
mit soliden 8 bis 10-Stunden-Tagen aus. Ich fürchte allerdings, dass sich dies
bald ändern wird, denn erfahrungsgemäß wird es in der Endphase nicht mehr ganz so
gemütlich. Dafür macht es dann aber umso mehr Spaß, das fertige Produkt der
Arbeit in den Händen zu halten.
Ihr fragt euch bestimmt, ob man denn als Entwickler überhaupt noch selbst spielt,
Lust dazu hat oder generell zeitlich dazu kommt. Wenn auch nicht mehr so ausdauernd
wie früher, so spiele ich selbstverständlich auch heute noch bei jeder sich mir
bietenden Gelegenheit. Hauptsächlich natürlich Adventures, aber auch Online-Spiele
wie Herr der Ringe Online oder World of Warcraft. Mit unseren Kiddies
wagen wir auch gelegentlich schon mal eine kurze Spielerunde auf dem Nintendo DS.
Ihr seht also, die Gaming-Leidenschaft vererbt sich.
Stefan Hoffmann
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